Soeben teilte das Buhl-Support-Team mit, dass für das Veranlagungsjahr 2006 (also T@x 2007 Professional) Linux nicht unterstützt wird. Auf der Verpackung von T@x 2007 Professional fehlt die Angabe zur Linux-Unterstützung. Der Abonnent erfährt aber erst nach dem Einlegen der CD in einer Readme-Datei, dass die Linux-Version nicht (mehr) enthalten ist.
Eine Zeit lang schürte der Hersteller Buhl noch die Hoffnungen der Linux-Anwender, indem er ankündigte, dass ein Download zur Verfügung gestellt wird, sobald die akuten Probleme behoben würden. Das Problem liegt im Elster-Modul, welches nicht mir Wine zusammenarbeitet. Zitat aus der Usenet-Gruppe buhl.software.tax-linux:
Das Elster-Telemodul der Finanzverwaltung wird in der Version für das Steuerjahr 2006 einige technische Änderungen erfahren: sowohl die Datenbank- als auch die Druckerschnittstelle werden zukünftig mit neuen Technologien realisiert. Da das Elster-Telemodul der Finanzverwaltung ausschließlich für Windows entwickelt wird, ist derzeit unklar, ob die neue Software auch unter Linux funktionieren wird.Ob es dieses Jahr wieder eine Linux-Ausgabe von tax geben wird, ist abhängig von der Kompatibilität des neuen Telemoduls mit Linux und dem Emulator WINE, welche erst nach Release (Ende Dezember 2006) des Telemoduls geprüft werden kann.Aus den oben genannten Gründen kann derzeit leider keine Aussage über die Linux Version gemacht werden.
Jetzt gibt es konkretere Infos:
Bisherige Ausgaben von T@x waren mit dem Windows-Emulator Wine unter Linux lauffähig. Mit den aktuellen Programmversionen von Wine gibt es technische Schwierigkeiten, die im Quellcode von Wine zu beheben sind. Alle bisherigen Anstrengungen, auch unter Einbeziehung der Programmierer von Wine, waren jedoch vergebens.Für das Veranlagungsjahr 2006 ist daher keine Linux-Ausgabe der Software tax erhältlich.





Schade, ich hatte mir T@Xunil 2007 Professional eigentlich schon bestellt. Nachdem das jetzt unter Linux nicht lauffähig ist, habe ich die Bestellung storniert; wenn ich Windows benutzen muss, kann ich auch die Standard-Version nehmen, die nur einen Bruchteil kostet. Dass Wine Probleme mit dem Elster Modul hat, wäre mir dabei ziemlich egal gewesen, da ich das sowieso nicht nutze, sondern alles brav auf die Papierbögen drucke, was auch unter Linux bei den 2005er und 2006er-Versionen hervorragend funktioniert hat.
In vielen Diskussionen wird nach den Gründen gefragt, warum es Linux nicht schafft, sich bei Otto Normalverbraucher gegen Windows durchzusetzen. Diese Meldung ist einer der Gründe: Es gibt damit kein einziges, professionelles Programm, mit dem man die aktuelle Steuererklärung unter Linux erstellen kann.
Als zufriedener Nutzer der bisherigen T@x-Versionen bin ich maßlos enttäuscht.
Bei Elster steht noch, T@Xunil unter Linux laufen würde, das gilt aber nicht für die neue Version 2007. Die Elster SW, speziell Elster Formular Freeware vom Finanzamt ist anscheinend auch nur für Win geschrieben. Interessant wäre dazu auch auf dem Elster Forum eine Diskussion, siehe unterer Link. Vermutlich liegt es aber eher mehr daran, daß natürlich die aufrüttelnde Ergebnisse von PISA nicht nur in der Schule zu erzielen gewesen wären, sondern in jedem Bereich der Gesellschaft gemacht werden könnte (mich nicht ausgenommen, siehe Tippfehler). Nicht bei allen Behörden ist die IT-Fachkompetenz hoch anzusiedeln und mit Outsourcing der IT wird die… Mehr »