Zeichensatz im neuen Ubuntu

Zeichensatz im neuen Ubuntu

In Ubuntu Breezy konnte man den System-Zeichensatz noch mit sudodkpg-reconfigure locales umstellen. Im neuen Release Dapper Drake werden mit diesem Befehl lediglich die voreingestellten Zeichensätze generiert, der Dialog zur Auswahl fehlt.

Nach einer kurzen Recherche konnte ich das Problem wie folgtlösen:

  1. Paket localeconf installieren mit sudo apt-get install localeconf
  2. Datei /var/lib/locales/supported.d/de als Root mit einem Editor bearbeiten: sudo vi /var/lib/locales/supported.d/de. Folgende Zeile anhängen:
    de_DE@euro ISO-8859-15</strong>
  3. Nach dem Speichern der Datei die /etc/locale.gen generieren: sudo dpkg-reconfigure locales
  4. Jetzt mit localeconf den Zeichensatz systemweit ausw&auml;hlen: sudo dpkg-reconfigure localeconf

Ich hoffe, dem einen oder anderen zeichensatzgeplagten Ubuntu-Nutzer geholfen zu haben.

Liebe Gr&uuml;sse,
Oliver

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Willy Weinmann
19 Jahre her

So weit so gut – wenn ich aber gnome-terminal starte, verwendet es trotzdem immer noch UTF-8 Codierung [“Momentan verwendete Standorteinstellungen (UTF-8)”].

Hat mir jemand einen Tipp?

unres_sym
19 Jahre her
Reply to  Willy Weinmann

Hi Willy,

wenn du dich mit GDM am System anmeldest, versuche mal dort deine Zeichensatzkodierung umzustellen. M.W. überschreibt dieser nämlich die Einstellungen, die man für die Konsole (s. Tipp) gemacht hat. Das müsste allerdings auch bedeuten, dass Gnome mit der gewünschten Kodierung startet, wenn du es über die Konsole startest (xinit /pfad/zu/gnome/gnome-session — :1). Alternativ kann man das Gnome Terminal ja immer noch von Hand auf eine andere Kodierung umstellen.

Grüße,
unres_sym

Oliver Mayer
19 Jahre her
Reply to  Willy Weinmann

Hallo,

dann hat was mit “localeconf” (Schritt 1 und 4) nicht geklappt, da dir dieses Tool die Einstellungen richtig setzen sollte. Vielleicht noch einmal Schritt 4 wiederholen und dabei auf mögliche Fehlermeldungen achten:

– Im Dialog von localeconf “de_DE@euro ISO-8859-15” als Zeichensatz für “Voreingestellte Locale” wählen

– im nächsten Dialog “Umgebungseinstellungen…” alle Kästchen (LC_COLLATE, LC_CTYPE, LC_MESSAGES, LC_MONETARY, LC_NUMERIC, LC_TIME) mit einem “*” markieren

– im Dialog “Voreingestellte Systemlocale für Textvergleich” ebenfalls “de_DE@euro ISO-8859-15” auswählen, dann bei

– “Zeichenklassifikation” ebenfalls “de_DE@euro ISO-8859-15” auswählen

dasselbe bei den Dialogen “Nachrichten”, “Währungen”, “Zahlen” und “Zeit”.

lg, Oliver

Tobias Hunger
19 Jahre her

Warum sollte man das wollen?

Endlich bewegen sich die Linux Distributionen weg von dieser lästigen Codepage Geschichte aus DOS Zeiten hin zu einer global brauchbaren Codierung. Hat ja lange genug gedauert! Warum sollte man da wieder hin zurück wollen?

Oliver Mayer
19 Jahre her
Reply to  Tobias Hunger

Weil ich zum Beispiel von Beruf wegen viel Datenaustausch von Source-Code zwischen Windows und Linux habe, und ich nicht jedesmal den spezifischen Zeichensatz wechseln will.

Ich kehre nicht dazu zurück, da mein System ja weiterhin nativ “UTF8” unterstützt, vielmehr mache ich mein System kompatibel. Ich kann trotzdem jedes Dokument auch im “UTF-8” Format bearbeiten und speichern, wenn ich das will.

Für meine Situation jedoch macht es mehr Sinn, den Default-Zeichensatz auf ISO 8859-15 zu belassen, da ich einen umfangreichen Mix an KDE-3, Gnome2 und Konsolentools verwende, und nicht nur kompilierte Programme an Windows-Systeme weitergebe.

Oliver

Benjamin Quest
19 Jahre her
Reply to  Tobias Hunger

Weil es irgendwie mit UTF-8 bei einigen Programmen in dem vielfältigen Mix immer hakt? Weil es vielleicht global brauchbar sein mag aber nicht global verwendet wird? Mit der gleichen Berechtigung könnte man fragen, wieso es sowas Rückstandiges wie das FAT Filesystem noch gibt.

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