Greg Kroah-Hartman hat ein Linux Device Driver Kit (LDDK) vorgestellt, mit dem – basierend auf dem aktuellen Kernel – die Entwicklung von Treibern für Linux einfacher vonstatten gehen soll. Kroah Hartman nutzte die Konferenz FreedomHEC [1], die vom 26. bis 28. Mai als eine Art Gegenveranstaltung zur Microsoft-Entwicklermesse WinHEC in Seattle stattfindet, als Podium für die Vorstellung des Kits. Enthalten sind darin neben den Quelltexten des Linux-Kernels 2.6.16.18 die komplette Ausgabe des Buchs Linux Device Drivers (3. Ausgabe) von O’Reilly. Außerdem enthalten: die In-Kernel “docbook documentation”. Das ISO-Image des LDDK steht zum Download [2] zur Verfügung.
Für die Weiterentwicklung des Kits hat Kroah-Hartman eine kleine Wunschliste [3] zusammengestellt. Ein durchsuchbarer Index der Dokumentation gehört dazu und schöner gestaltete Web-Seiten für den Inhalt. “Ich bin kein Designer”, entschuldigt sich der Kernel-Entwickler für die optische Güte der im Kit enthaltenen HTML-Beigaben aus seiner Hand.
Dafür ist Greg Kroah-Hartman ein Entwickler, der sich nicht scheut, pragmatisch für die Entwicklung GPL-konformer Treiber einzutreten, wie in einer früheren Meldung nachzulesen ist [4]. Damals hatte er einen Patch entwickelt, der nicht der GPL entsprechenden Treibern den Zugang zum PCI-Bus verwehrte.
[1] http://freedomhec.pbwiki.com/
[2] http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/people/gregkh/ddk/
[3] http://www.kroah.com/log/2006/05/24/#ddk
[4] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=18418




