Unter dem Namen NetCubicle vertreibt die britische Firma InQub einen kompletten KDE/Gnome-Desktop-Server. Kunden loggen sich über das Terminal-Programm NX von NoMachine ein und arbeiten mit dem Desktop, als wäre er lokal installiert. Durch Verschlüsselung ist die Verbindung stets vor Mithörern gesichert. Zur potenziellen Zielgruppe gehören Linux-Einsteiger, die sich lediglich ein wenig mit dem Betriebssystem vertraut machen wollen, Anwender, die ihre Office-Anwendungen und Daten überall verfügbar haben wollen oder Programmierer, die Linux-Software entwickeln und testen.
Teil des Pakets sind ein GByte an Speicherplatz, Zugang per NX (grafisch) und SSH (Konsole) sowie Zugriff auf KDE (3.4) und Gnome (2.12), Office-Programme wie Abiword und Open Office, Messaging-Programme, Gimp, Entwicklungsumgebungen und Spiele (Standard-KDE/Gnome-Spiele). InQub bietet ein vierstufiges Bezahlungsmodell an: monatliche, dreimonatliche, halbjährliche und jährliche Abrechnung. Der Preis variiert dabei von 5,90 US-Dollar pro Monat (monatliche Bezahlung) bis 4,50 Dollar pro Monat (jährliche Bezahlung). Momentan bietet die Firma für Interessierte auch eine kostenlose 7-Tage-Trial an.
Test: Gut
Die Redaktion hat das Angebot einem kurzen Test unterzogen. Die Anmeldung zur 7-Tage-Trial-Version ging ohne Probleme vonstatten, das Passwort wurde uns innerhalb von wenigen Minuten zugesandt. Der Download und die Installation der NX-Software gestalteten sich unter Ubuntu ebenfalls als sehr einfach, der Loginvorgang bereitete keine Probleme. Der Server war mit einem AMD X2 64 Dual-Core-Prozessor 4200+ sowie 2 GByte RAM bestückt, die Internetverbindung mit etwa 2 MBit/s ausreichend schnell. Der KDE-Desktop lief dank NX extrem schnell und fühlte sich fast wie lokal laufend an. Mit Gnome traten Probleme auf: Der Desktop reagierte nach dem Login auf keinerlei Eingaben. Es bleibt zu hoffen, dass InQub hier nachbessert.
Wermutstropfen ist wie bei allen Remote-Desktop-Angeboten (auch den Ajax-Anwendungen wie etwa Ajax Launch) die Speicherung der privaten Daten auf einem fremden Server. Wer damit leben kann, für den ist der NetCubicle eine schöne Möglichkeit, von überall auf einen Linux-Desktop zuzugreifen.




