In schon alter Tradition gewährt uns Gnome-Entwickler Davyd Madeley wieder einen übersichtlichen Einblick in die kommende Version der Desktop-Umgebung. Version 2.14, die Mitte März erscheinen soll, verspricht an erster Stelle eine deutlich höhere Geschwindigkeit. Die Programmierer haben eine neue Komponente entwickelt, die sich um die Speicherreservierung kümmert. Diese GSlice genannte Funktion der Glib-Bibliothek beschleunigt Gnome-Programme enorm. Das Gnome-Terminal, bis Gnome 2.12 als nicht besonders schnell bekannt, erfährt dadurch eine bis zu dreifache Beschleunigung.
Gnome 2.14 enthält zudem die neue Gnome Admin Suite. Sie enthält die Programme Pessulus und Sabayon. Mit Pessulus aktivieren und deaktivieren Administratoren von Gnome-Desktops bestimmte Features. Vor allem in Firmenumgebungen und Internetcafes erleichtert Pessulus die Administration enorm. Sabayon erlaubt es, Profile zu erstellen, mit denen Admins ein Default-Verhalten für die Desktops ihrer User festlegen.
Wie bereits hier berichtet, haben die Gnome-Entwickler dem Filemanager Nautilus Desktop-Suchfunktionen verpasst. Grundlage für die Desktopsuche bildet das Suchsystem Beagle. Diese Neuerungen fließen wie erhofft in Gnome 2.14 ein. Zusätzlich kann jetzt auch der Hilfebrowser Yelp mit Beagle umgehen.
Gnomes Windowmanager Metacity beherrscht nun endlich “edge resistance”. Die Fensterrahmen haben einen spürbaren Widerstand, wenn man sie einander nähert. So lassen sich Fenster übersichtlicher anordnen. Außerdem enthält Metacity jetzt einen eigenen Composition Manager, der mithilfe von OpenGL Schatten und Menüanimationen ermöglicht.
Als weitere Neuerungen sind das Panel-Applet Deskbar, das neue Screensaver-Modul und die Integration der stark verbesserten GStreamer-Version 0.10 zu nennen. Natürlich enthält die endgültige Version auch alle Änderungen der Betas, beschrieben hier und hier.







