Vermutlich hat der eine oder andere noch eine alte Festplatte irgendwo rumliegen. Ist auch noch ein IDE-Anschluss frei, dann gibt es eine Möglichkeit, dieser Platte noch eine Aufgabe zukommen zu lassen und das System zu beschleunigen, wenn geswappt wird.
Auf die alte Platte legt man dazu die Linux Swap-Partition. Der Vorteil ist, dass beim Swappen das ganze System weniger langsamer wird. Mit nur einer Platte im System, auf der sich eine Swap-Partition befindet, springt der Festplattenkopf hin und her, um sowohl Zugriffe des Swap-Daemons als auch der laufenden Programme zu beantworten. Nutzt man eine eigene Swap-Platte, bleibt der Kopf auf dieser stets in Zugriffsnähe. Oft befindet sich dann der nächste Block auch noch im Cache der jeweiligen Platte. Besonders bemerkbar ist das beim Öffnen von langen Dokumenten und wenig Hauptspeicher, obwohl die kleine Platte nur eine langsame ATA33 ist.
Als externe Festplatte (mit USB 2.0) funktioniert diese Lösung auch gut, als Option wenn kein IDE-Anschluss mehr frei ist. Mit USB 1.0 sollte die Geschwindigkeit auch noch recht ordentlich sein.
Ein Eintrag in der Datei /etc/fstab könnte folgendermaßen aussehen:
/dev/hdd1 none swap sw 0 0
Damit benutzt Linux die erste Partition auf der zweiten Platte am zweiten IDE-Anschluss für Auslagerungsdaten. Als netten Nebeneffekt schont diese Vorgehensweise die anderen Platten erheblich.





Diese Lösung scheint mir – wenn man den zusätzlichen Stromverbrauch und Lärm durch die Platte berücksichtigt- nur dann angebracht, wenn der Hauptspeicher bereits auf sein Maximum ausgebaut ist.
Ein guter Tip. Aber wie bei jedem Tip sollte man bevor man ihn anwendet erst prüfen, ob man zur Zielgruppe gehört. Ich würde mir mit “top” oder diversen Monitoren (gkrellm,…) erst ansehen, wie die swap-Nutzung aussieht. Wenn ich eine aktuelle Maschine mit 1GB Speicher oder mehr habe, und nicht gerade extrem intensive Anwendungen fahre, dann läuft die Platte sonst nur leer rum, da das System nichts zum swappen hat. Bei vielen parallelen Anwendungen an der Lastgrenze macht es aber zweifellos Sinn. ps: ich kannte mal einen, der hat den Swap in eine ramdrive gelegt, da der HS ja besonders schnell… Mehr »
USB Stick Zellen bzw. Flash Memory lassen sich nicht beliebig oft beschreiben. Daher werden bei USB-Flash Hard Drives technische Massnahmen ergriffen, dass das Schreiben auf die Zellen verteilt wird.
Zur Zeit gibt es 27J 1GB a 100GB/day sind etwa bis zu 1 Million mal Schreiben, bzw. Aendern des Zellinhaltes.
[1] http://www.bitmicro.com/products_edisk_25_ide.php
Entgegen anders lautenden Gerüchten ist der Swap-Traffic (gemäß gkrellm) meist nicht der Rede wert. Gelegentlich wird aus dem Swap gelesen, manchmal eine größere Menge Daten auf einmal reingeschrieben. Die Zugriffe passieren sehr selten. Auch ein USB-Stick kommt damit locker zurecht, wobei allerdings Schreibzugriffe auf Flashspeicher relativ lange dauern und einem somit beim Swappen erst recht die Füße einschlafen.
Wenn ein Rechner jedoch im regulären Betrieb bei den kleinsten Aktionen minutenlang auf dem Swapspace herum rödelt, hilft nur mehr Hauptspeicher.
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DocSnyder.