Umfrage: Quickbooks, Photoshop und AutoCAD fehlen unter Linux

Umfrage: Quickbooks, Photoshop und AutoCAD fehlen unter Linux

Anfang Januar 2006 hatte Novell auf seiner “Cool Solutions”-Webseite eine Umfrage [1] gestartet, um die Anwendungen zu ermitteln, deren Fehlen unter Linux Benutzer davon abhält, von Windows auf Linux umzusteigen. In einem ersten, jetzt veröffentlichten Zwischenergebnis [2] stehen zwei Finanzprogramme unter den zehn am häufigsten genannten: Quickbooks (Platz 1) und Quicken (Platz 8). An zweiter Stelle steht AutoCAD, gefolgt von Photoshop an dritter Stelle.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, die bislang an der Umfrage teilgenommen haben, stammen aus den USA, gefolgt von Großbritannien. Deutschland folgt mit unter zehn Prozent abgeschlagen. Kein Wunder – die Umfrage ist in englischer Sprache. Mit den Ergebnissen der Umfrage will Novell die Aufmerksamkeit der Software-Hersteller auf den Linux-Markt lenken und die Hersteller der meist genannten Software dazu bewegen, ihre Produkte auf Linux zu portieren.

Aufschlußreich an der Umfrage sind laut Novell aber auch die Programme, die nicht genannt wurden. Büroanwendungen, E-Mail-Clients, CD-Brennprogramme, Instant Messenger und ähnliches seien bislang nicht als fehlend bemängelt worden. Der Autor des Kommentars folgert daraus, dass Linux offensichtlich reif für den Desktop ist.

[1] http://www.novell.com/coolsolutions/tip/16646.html
[2] http://www.novell.com/coolsolutions/feature/16798.html

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Tjabo Kloppenburg
20 Jahre her

nur, was ist “Quickbooks”? Hab nur ich noch nie was davon gehört?

Volker Grabbe
20 Jahre her

Quickbooks ist eine Warenwirtschaftssoftware für kleine und mittelständische Unternehmen. Kostengünstig und beinhaltet alles was ein kleiner Betrrieb so braucht. Zumindest die Deutsche Version war so etwas. Auch Quicken gibt es in Deutschland nicht mehr, in den USA aber meines Wissens sehr weit verbeitet. Das deutsche pendant ist nicht mit der US Software identisch.

Krockett

Horst Mühlbauer
20 Jahre her
Reply to  Volker Grabbe

Zumindest Quickbooks gibt es noch:
http://www.lexware.de/SID109.LJdHL0Pea50/shopProductDetails?SAPMaterialNumber =06825-0500&d_start=0&SearchableText=quickbooks&searchSubmit= %3E%3E+Los&searchDownloads=false&searchNews=true&UIS=true&UIO= false

Solch ein Programm ist ein wichtiges Desiderat für Linux.
Wie machen eigentlich die vielen im Linux-Bereich tätigen
Unternehmen ihre Buchhaltung und Faktura, wenn sie
kein Programm dafür haben?

Sarkastische Anmerkung:
Früher gab es im SuSe-Paket wenigstens eine Testversion
einer FiBu (Tudo von Bemme), aber seitdem SuSE auch das
weggelassen hat, wurde SuSE von Novell gefressen.
Ohne Buchhaltung geht eben kein Geschäft.

Britta Wülfing
20 Jahre her

Es gibt durchaus Buchhaltungsprogramme für Linux, z. B. von Parity oder Abas. Allerdings sind dies meist “customized” Lösungen, die vor Ort installiert und an die Unternehmen angepaßt werden. Es gäbe da als Box-Version “Clic” und “Interna” von Arcad, allerdings sind die nicht in der Niedrigpreisklasse wie die preiswerten Box-Lösungen unter Microsoft.

Finanzkräftigere Unternehmen haben durchaus eine Wahl, professionelle Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung unter Linux anzuschaffen, das kleine Ein-Mann-Unternehmen tut sich da eher schwer.

Benjamin Quest
20 Jahre her

Das deutsche Äquivalent wäre sowas wie WISO oder tax-man oder Quicksteuer oder t (von denen gibt es eine Linux-Version [1]).

BEnjamin

[1] http://onlineshop.buhl.de/rm02?art=206

Dieter Drewanz
20 Jahre her

Auf der Webseite wurde auch aufgefordert den Link zur Umfrage weiterzugeben, um mehr Teilnehmer und Ergebnisse zu erhalten. Allerdings bitte nicht uebertreiben, sonst wird daraus eine ungewollte Kettenbriefaktion, was die Leute von Novell-Suse sicher nicht beabsichtigt haben und daher auch keine Warnung in der Richtung auf Ihrer Seite hatten, zumindest nicht letzte Woche.
(ich hatte einen Artikel zu der Umfrage mit weniger Inhalt in der Warteschlange – Beispiel fuer die Auswahl der Redaktion um Doppeltveroeffentlichungen zu vermeiden)

Horst Flathmann
20 Jahre her

Eine echte – und freie – Alternative zu AutoCAD sehe ich im Linux-Bereich leider nicht! Aber wer eine AutoCAD-Lizens erworben hat, kommt vielleicht mit folgendem Link weiter: http://appdb.winehq.com/appview.php?appId=86 Was die PhotoShop-Kandidaten betrifft – ein 5 Seiten / 30Min. Tutorial für theGimp könnte da sicher weiterhelfen; genauso, wie die Tatsache, daß theGIMP 2.x sogar für WINdoof verfügbar und gerade einmal 10MB groß ist! ..und was heißt hier Finanzbuchhaltung unter Linux ?? SpreadSheet-Programme gab´s schon vor dem X-server !! – ..und die Rund-Um-Sorglos-Lösung scheitert wohl eher am dt. Amtsschimmel, als an Linux! Ansonsten findet sich in der Liste der Vorgaben sogar noch… Mehr »

GoaSkin
20 Jahre her

Grafiker möchten Photoshop nutzen, auch wenn Gimp oder ein sonstiges Bildbearbeitungsprogramm noch so gut ist. Die kennen das Programm in und auswendig, reden bei der Umsetzung der Benutzung über die Benutzung bestimmter Features im Detail und könnten sich an eine Umstellung, die mit dem Wechsel der Software verbunden ist, nicht gewöhnen. Zum einen liegt der Fehler im Bildungssystem, daß man Mediendesignern sowohl in Hochschulen, als auch Berufsschulen gezielt Photoshop beibringt und sie häufig zu Fachidioten werden lässt, was die Software-Benutzung betrifft. Zum anderen können in dieser Branche die Kunden so exakt beschreiben, was sie mit Photoshop gemacht haben möchten, daß… Mehr »

GoaSkin
20 Jahre her

Irgendwie finde ich es seltsam, was die größten Sorgen der Anwender sind, was fehlende Software unter
Linux betrifft. CAD-Programme und Finanzanwendungen sind Programme, die von nicht besonders vielen
Leuten benutzt werden; trotzdem werden sie am meisten vermisst. Der normale Windows-Benutzer kauft
sich ggf. mal ein Programm, das beim Mediamarkt im Regal steht und da sind CAD-Programme und
Finanzanwendungen eher nicht die Bereiche mit einem großen Angebot, mit dem viel Umsatz zu machen
ist.

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