Wie in Medienberichten [1] zu erfahren, wird Novell die Entwicklung der Suse-Distribution in ein Community-Projekt überführen. Novell verspricht sich von diesem Schritt mehr unabhängige Entwickler, neue Kunden und letztendlich eine größere Verbreitung von Suse Linux. Die Box wird es vorerst jedoch noch geben, Version 10.0 ist also angeblich nicht gefährdet.
Nächste Woche soll bereits die erste öffentliche Beta-Version erscheinen. Im Frühjahr 2006 will Novell dann den Quellcode veröffentlichen und eine freie Entwicklungsplattform für die Distribution zur Verfügung stellen.
Bei seiner Öffnung geht Novell den gleichen Weg wie Red Hat vor zwei Jahren: Es wird eine von Novell entwickelte kommerzielle Version geben, Suse Linux Professional, sowie das Community-Produkt Suse Linux (Bei Red Hat der Enterprise Server und Fedora). Die Community-Version dient dabei jeweils als Basis für die teuren kommerziellen Produkte.
Die ersten Konsequenzen sind bereits zu beobachten: So wurden in Nürnberg 20 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen entlassen. In der Entwicklungsabteilung hat es jedoch keine Kündigungen gegeben.
[1] http://news.com.com/Novell+seeks+outside+help+with+Linux/2100-7344_3-5816079.html?tag=nefd.top






Nun kommt endlich wieder Bewegung in das verfahrene Projekt “SuSE Linux”. Öffentliche Betatests wurden ja nicht zuletzt auch hier auf der Linux Community häufig gefordert und sind auch IMO dringend nötig. Wenn sonst nichts passiert, kann man zumindest Bugreports schicken, die dann hoffentlich Eingang in ein funktionsgleiches, aber eben fehlerfreieres Produkt finden werden.
Das bisherige “Neue Features, neue Bugs, und dafür bitte 90 Euro” konnte so einfach nicht weitergehen.
Und eine Suse-Box braucht man auch gar nicht unbedingt. Schließlich gibt es auch von Fremdanbietern gute Bücher mit entsprechender Software-Beilage, das wäre IMO ein völlig ausreichender Ersatz.
> Die Box wird es vorerst jedoch noch geben
Wie paßt dann bitte der Titel der Meldung dazu? Und was ist die Quelle für
“vorerst”?
> Die ersten Konsequenzen sind bereits zu beobachten:
Das ist fragwürdig, da Novell allen anderen Berichten zufolge bekräftigt hat,
dass es zwischen Entlassungen irgendwo im Konzern und dieser Ankündigung keinen
Zusammenhang gibt.
> So wurden in Nürnberg 20 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen entlassen.
Quelle für diese Behauptung? Oder ist “Max J. Werner” wieder der Urheber?
Hallo twener, > Wie paßt dann bitte der Titel der Meldung dazu? Und was > ist die Quelle für “vorerst”? Der Titel der Meldung passt insofern dazu, als dass die Box in ihrer jetzigen Form wohl langfristig (sprich: ab Frühjahr 2006) eingestellt wird. Aber du hast Recht, es ist etwas missverständlich. :-) Bezüglich deiner Überschrift “Inhalt fraglich”: Da Novell momentan noch kein offielles Statement gegeben hat, kann sich an der Lage natürlich noch etwas ändern, aber die Entlassungen in Nürnberg sprechen bereits eine deutliche Sprache. > > Die ersten Konsequenzen sind bereits zu beobachten: > > Das ist fragwürdig, da… Mehr »
> als dass die Box in ihrer jetzigen Form wohl langfristig (sprich: ab Frühjahr (2006) eingestellt wird.
“wohl” hört sich für mich nach Spekulation/nicht wissen an. Und mit etwas dazu gedichtetem sollte man nicht auf Schlagzeilenfang gehen imho.
> aber die Entlassungen in Nürnberg sprechen bereits eine deutliche Sprache.
Noch mal die Frage nach der Quelle. Direkt aus Nürnberg oder stille Post über mehrere Köpfe?
>>Nächste Woche soll bereits die erste öffentliche Beta-Version erscheinen. Im
>> Frühjahr 2006 will Novell dann den Quellcode veröffentlichen
Welche Quellen sind gemeint ? die Quellen fuer den Kernel etc.(GPL-Krams) muss
doch sofort geliefert werden oder irre ich mich da ?
Ernst
Hallo Ernst August (?),
gemeint ist damit sicherlich die Bereitstellung einer frei zugänglichen und verwalteten Entwicklungsplattform des Sourcecodes. Denn wie du ja bereits gesagt hast, sind die Quellen sowieso vorhanden. Auch Yast ist ja mittlerweile GPL.
Max
Denn wie du ja bereits gesagt hast, sind die Quellen sowieso vorhanden. Auch Yast ist ja mittlerweile GPL.
Die Quellen von Yast gab es aber schon laaange vorher, nur durfte man damit noch nicht machen, was man wollte. :)
Ansonsten meine Meinung: Zur Zeit gibt es viele offene Fragen, da muss man sich IMO mit einem leicht spekulativen Artikel begnügen. Bereits kommende Woche sehen wir wahrscheinlich klarer.
Hmm, also vom Einstellen der Box hab ich im Artikel nix gelesen, und laut Heise [1] ist das wohl auch nicht geplant:
Novell wird weiterhin Entwickler für die Arbeit an Suse Linux bezahlen, außerdem das Build-System bereitstellen und sich um den Vertrieb kümmern. Geplant sind neben kostenlosen Downloads Beilagen in Büchern und Zeitschriften, kostenlose CDs und DVDs auf Veranstaltungen sowie Boxen mit Handbüchern und Installationssupport, wie man sie vom bisherigen kommerziellen Produkt Suse Linux Professional kennt.
Pit
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/62435
> … und laut Heise [1] …
Wie kommst Du darauf, daß ‘Heise-Nachrichten’ immer in allen Punkten stimmen?
Und ich finde, dass das Zitat ziemlich unmissverständlich zum Ausdruck bringt, dass es Boxen wie bisher nicht mehr geben wird. Wer soll denn Boxen wie bisher verkaufen, wenn Novell gleichzeitig den kostenlosen Vertrieb über Zeitschriften und Party-Events organisiert? Ich schätze, dass schon die 10.0 nicht mehr wie gewohnt im Laden stehen wird.
Sollte das wirklich so kommen und SuSE, respektive Novell würde die Boxenproduktion einstellen, verliert SuSE ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Man kann über die Distribution streiten, aber die mitgelieferten Handbücher gehören mit zu den besten die für “kommerzielle” Distributionen zu haben sind. Ich denke das SuSE/Novell dadurch gerade bei Privatbenutzern ziemlich viel an Boden verlieren wird. Ich kenne genügende Leute die sich lieber eine Box mit richtigen Handbüchern kaufen wollen, als sich eine Distribution aus dem Netz zu ziehen und sich mit Online Literatur zufrieden geben wollen. Ob der Schritt der richtige ist, sei mal dahingestellt, vermutlich wollen sich die Verantwortlichen mehr… Mehr »
verliert SuSE ein gewisses Alleinstellungsmerkmal Nun, gestern habe ich mich mal in ein paar größeren Elektronikmärkten in Berlin umgesehen, und da standen stapelweise SuSE-Boxen unverkauft herum. Auch die auf 20 Euro herabgesetzte SuSE 9.2 füllte dort ganze Regale. Das kannst du also mit “Alleinstellungsmerkmal” nicht meinen. :-) Tatsache scheint mir jedenfalls zu sein, dass sich der Kram eben nicht besonders gut verkauft, was doch spätestens seit der großzügigeren ftp-Veröffentlichung auch niemanden besonders wundern kann. Ich kenne genügende Leute die sich lieber eine Box mit richtigen Handbüchern kaufen wollen, als sich eine Distribution aus dem Netz zu ziehen und sich mit… Mehr »
Hallo, vielleicht sollte man einfach daran denken, daß Red Hat es quasi ähnlich durchgezogen hat. Fedora gibts ja noch, und es scheint nach wie vor beliebt zu sein. (Ich mags nicht, aber aus anderen Gründen) Außerdem hat soch SuSE genug Benutzer, die ab und an ein Update bzw. Upgrade wollen, und dann aber nicht unbedingt ein Handbuch brauchen, weil wer es schon mal benutzt hat, der kennt Linux und die SuSE-Eigenarten. Und die Neulinge kaufen sich eh besser eins der guten Bücher, wo eine SuSE beigelegt ist. Das ist dann auch kein Problem, außerdem glaube ich, ist es besser, wenn… Mehr »
Kofler. 59 EUR mit SuSE Professional, wieviel Dokumentation braucht man noch? SuSE Professional als DVD in jeder eineinhalbten Linux Zeitung (Leute verteilt doch auch mal Libranet, SymphonyOS, PCLinuxOS, VectorLinux, Slackware, SLAX, Yoper …). Ich habe die Boxen-Abgabe immer als Spende begriffen, denn die Bücher braucht man nicht alle halbe Jahr neu und auch das Update Handbuch im Prinzip nicht. Für mich jedesmal Papierverschwendung. Und die Retailverkäufer dürften auch heilfroh sein, nicht mehr auf 100ten Boxen hängen zu bleiben, weil die Firma die Nahezuvollversion nach kurzer Zeit auf den FTP Server stellt. Natürlich geht eine Ära zu Ende, Boxen-Linux war gestern,… Mehr »
Nun ich persönlich hab die Box früher auch gekauft weil ich es für gerechtfertigt hielt und auch noch halte für ein gutes Produkt zu bezahlen. Leider hat SuSE bei mir aus verschiedenen Gründen seinen Stammplatz verloren. Es fing damit an das es vor eineinhalb Jahren im Betrieb von den Servern flog und radikal durch FREE und Open BSD ersetzt wurde. Sogar auf der Workstation läuft mittlerweile Free BSD, wobei ich auch dort bei jedem zweiten Release eine “Box” im Laden hole. Außnahme ist das Notebook dort führt SuSE neben Ubuntu noch sein dasein. Solange SuSE auf dem NoteBook bleibt (wobei… Mehr »
I hate to say I told you so … Im Prinzip lag doch sowas in der Luft. Überflüssig finde ich den Hinweis, daß die Entwicklerversion aktuelle und unstabile Pakete enthalten kann, das haben die letzten regulären Boxen namlich auch schon getan. Ebenfalls die angekündigten Probleme bei USB und Hotplugging sind ja nicht echt neu und könnten eigentlich von einem Entwicklerteam auch mal in den Griff zu bekommen sein. 9.1 und 9.2 waren diesbezügliche Totalausfälle bei mir. Die Marke SuSE wird jetzt entkernt, das unprofitable Geschäft wird ausgelagert, der Rahm einer Community-SuSe fließt dann schön weiter in den SLES oder in… Mehr »