Im Januar kündigten mehrere Mitarbeiter bei der OwnCloud GmbH, wechselten zu einem neu gegründeten Unternehmen und entwickeln dort die OCIS genannte Cloud-Speicher-Lösung weiter. Die erste Version dieses OpenCloud getauften Forks steht jetzt zum Ausprobieren bereit.
Die Betonung liegt dabei auf Ausprobieren: Die Version 1.0 eignet sich explizit nicht für den Einsatz in produktiven Umgebungen. Stattdessen ist sie als Rolling-Release-Fassung ausgelegt, die alle drei Wochen ein Update erhält. Mit ihr sollen potenzielle Interessenten OpenCloud testen und validieren können. Zudem ruft das OpenCloud-Team die Community zur Mitarbeit auf und bittet diese vor allem um Feedback, das wiederum in die Weiterentwicklung einfließen soll.
Für den Produktionseinsatz gedachte Versionen wollen die Entwickler explizit als solche kennzeichnen. Die erste Fassung mit einem solchen „Professional-Services-Reifegrad“ soll im März erscheinen. Ab dann will die bei der Weiterentwicklung federführende OpenCloud GmbH auch Support und Dienstleistungen für Unternehmen anbieten.
Dank einer Kooperation mit Collabora jongliert OpenCloud nicht nur Dateien, sondern integriert bereits eine vollständige Web-Office-Anwendung. Wie OCIS untersteht auch OpenCloud der liberalen Apache2-Lizenz. Der in Go geschriebene Quellcode lässt sich auf GitHub einsehen. Dort warten zudem fertige Binaries für i386-, AMD64- und ARM-Prozessoren.
Die Veröffentlichung der Version 1.0 erfolgt nur rund einen Monat nach der Gründung des OpenCloud-Projekts. Über die dazu führenden Ereignisse hatte das Linux-Magazin bereits ausführlich berichtet.





