Bootloader Limine 9.0.0 entfernt Unterstützung für Ext-Dateisysteme

Bootloader Limine 9.0.0 entfernt Unterstützung für Ext-Dateisysteme

Limine-Logo

Limine 9.0.0

Der etwas weniger bekannte alternative Bootloader Limine macht einen großen Versionssprung und wirft dabei direkt die komplette Unterstützung für Ext-Dateisysteme über Bord. Darüber hinaus haben die Entwickler das Limine Boot-Protokoll verbessert.

Da niemand den entsprechenden Code betreut, fliegt die Unterstützung der Ext2-, Ext3- und Ext4-Dateisysteme aus dem Bootload – zum wiederholten Male. Die Limine-Entwickler wollen mit der Entfernung vorbeugend verhindern, dass Angreifer irgendwann Sicherheitslücken in den nicht gewarteten Codeteilen ausnutzen. Unter dem Strich kennt Limine damit lediglich die verschiedenen FAT- und das auf optischen Medien genutzte ISO9660-Dateisystem. In der Praxis taugt der Bootloader damit eigentlich nur noch für den Einsatz auf entsprechenden Bootmedien.

Die Entwickler haben aber noch an einigen weiteren Stellen die Schere angesetzt. So liest Limine 9.0.0 nur noch Konfigurationsdateien im neuen Format (aus der „limine.conf“). Nicht mehr dabei ist auch das „chainload_next“-Protokoll, das nach Angaben der Entwickler nur schlecht funktioniert und obendrein nur wenige Nutzer hatte.

Die übrigen Neuerungen beziehen sich durchweg auf das Limine Boot Protocol. So bietet die Version 9.0.0 eine überarbeitete API, die jetzt in der Revision 3 vorliegt. Sie umfasst vor allem umbenannte Idenfier, die jetzt eindeutiger daher kommen sollen. Neu ist das „Executable Command Line“-Feature. Darüber hinaus nutzt Limine die Prozessorbefehle „monitor“ und „mwait“, was wiederum den Prozessor entlasten und die Performance erhöhen soll.

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