Linux Foundation Energy stellt neuen Hypervisor SEAPATH vor

Linux Foundation Energy stellt neuen Hypervisor SEAPATH vor

SEAPATH 1.0

Linux Foundation Energy hat die erste Version ihres neuen Hypervisors namens SEAPATH vorgestellt. Er ist allerdings nicht für jedermann gedacht, sondern soll vor allem bei der Digitalisierung von Umspannwerken helfen.

SEAPATH richtet sich an Betreiber von elektrischen Schaltanlagen für Hochspannungsleitungen (Digital Substation Automation Systems), die sich über das Protokoll IEC 61850 steuern lassen. Der Hypervisor jongliert auf solchen Systemen sogenannte vPAC-Anwendungen (Virtualized Protection, Automation And Control) der Stromnetzindustrie. Laut Ankündigung soll SEAPATH „komplexe, dynamische und adaptive Automatisierungsfunktionen an Grid-Knoten und am Edge“ ermöglichen und zudem die Steuerung durch zentrale Systeme erleichtern.

Da es sich bei den Schaltanalgen um essenziell wichtige Systeme für die Stromversorgung handelt, ist der Hypervisor gegen Angriffe speziell gehärtet und arbeitet in Echtzeit. Die Version 1.0 gilt laut Linux Foundation als produktionsreif und kann folglich in kritischen Umgebungen zum Einsatz kommen. SEAPATH selbst basiert auf in der Pressemeldung nicht näher genannten „ausgereiften existierenden Open-Source-Komponenten“. Ein Blick in das Repository auf GitHub verrät den Einsatz von Ansible und der Administrationsoberfläche Cockpit. Der Hypervisor unterstützt zahlreiche Betriebssysteme, darunter die Linux-Distributionen Debian und Yocto.

Hinter SEAPATH steht die zur Linux Foundation gehörende Organisation LF Energy, die dem Klimawandel mit passenden offenen Frameworks und Technologien begegnen möchte. An der Entwicklung des Hypervisors beteiligten sich zudem mehrere bekannte Größen aus der Linux-Welt und dem Energiesektor, im Einzelnen RTE, Alliander, GE Vernova, Savoir-faire Linux, Welotec und Red Hat. Bei RTE kommt SEAPATH bereits zum Einsatz, unter anderem GE Vernova, Alliander und ABB betreiben die Software noch in Testumgebungen.

Das Akronym SEAPATH steht übrigens für Software Enabled Automation Platform and Artifacts THerein.

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