Das Team hinter der Rolling-Release-Distribution Rhino Linux hat neue Startmedien veröffentlicht. Änderungen gibt es vor allem beim Pacstall-Repsoitory und der Desktop-Umgebung Unicorn. Letztgenannte erzeugt zusätzliche Arbeitsflächen dynamisch.
Eigentlich hatten die Rhino-Linux-Entwickler geplant, die neue Version noch im letzten Jahr zu veröffentlichen. Das Team entschied sich jedoch, über die Feiertage noch etwas Feinschliff zu betreiben.
Eine der größeren Neuerungen sind die dynamischen Arbeitsflächen. Die hauseigene Desktop-Umgebung bot zwar zuvor schon statische Exemplare, die allerdings standardmäßig auf maximal vier begrenzt waren. Wer mehr wollte, musste die Anzahl der benötigten Arbeitsflächen manuell festlegen. Ab sofort arbeitet Unicorn nach dem gleichen Prinzip wie Gnome: Sobald man eine Anwendung auf eine neue Arbeitsfläche verschiebt, erstellt sie Unicorn automatisch. Befinden sich umgekehrt keine Fenster mehr auf einer Arbeitsfläche, zerstört sie Unicorn sofort wieder.
Viel Arbeit floss auch in Pacstall, das wie das AUR-Repository in Arch Linux Softwarepakete anhand von Beschreibungen übersetzt und einspielt. Zwischen den letzten beiden Rhino-Linux-Releases hat Pacstall einige neue Funktionen hinzugelernt. So spricht das Tool mehrere Sprachen (i18n/l10n-Support), baut einige interne Variablen um (unter anderem ist „_archive“ Geschichte) und führt den neuen Parameter „–debug“ ein. Letztgenannter macht Pacstall noch einmal deutlich gesprächiger. Ergänzend haben die Rhino-Linux-Entwickler das Chaotic Pacstall Prebuilt Repository (PPR) eröffnet. Über dieses lassen sich fertige DEB-Pakete beziehen, die eigentlich über Pacstall eingespielt werden müssten.
Wer einen Einblick in die Entwicklung der Distribution und zukünftige neue Funktionen erhalten möchte, kann das Metapaket „rhino-stampede-dev“ einspielen. Abschließend gibt es noch ein neues Grub-Theme. Unter der Haube tickt der Linux Kernel 6.12.3.





