Debian Weekly News – 15. Februar 2005

Debian Weekly News – 15. Februar 2005

Willkommen zu der 7. Ausgabe der DWN in diesem Jahr, dem wöchentlichenNewsletter der Debian-Gemeinschaft. Juristen in Australien haben ein neues,auf Freier Software und Debian im speziellen basierendes juristischesInformationssystem entwickelt. Chris Halls gabvorläufige, mit Suns JDK gebaute Pakete für OpenOffice.org 1.9.73bekannt.

Debian-Konto-Verwaltung. Jörg Jaspert schickte einen Statusberichtüber die Arbeit des DAM (Verwalter der Debian-Konten) ein.Er erwarte die Warteschlange bereits bis zum nächsten Monat abgearbeitet zuhaben und erklärte auch die allgemeinen Regeln für das Akzeptieren neuerEntwickler. Eremitierte Entwickler müssten auch durch einen kurzenNeu-Entwickler-Prozess gehen, wenn Sie wieder aktiv werden wollen.

Debian-Installer in c’t dargestellt. Andreas Barth berichtete, dassdas deutsche Magazin c’t eine spezielle CD basierend auf dem neuen Debian-Installerveröffentlicht habe. Joey Hess ergänzte,dass die CD Voreinstellungen verwende, um die Installation zuautomatisieren. Martin Zobel-Helas leitetedie Schlussfolgerungen eines Artikels in dem ix-Magazin des gleichenVerlegers weiter, in denen von einem großen Schritt in die richtige Richtunggesprochen werde.

Verstehen der Betreuer-Skripte. Margarita Manterola dokumentiertedie Reihenfolge, in der die Betreuer-Skripte während derPaketwartung aufgerufen werden, und welche Parameter sie erhielten, da derDokumentation in den Richtlinien schwer zu folgen seien. Sie legtedem neuen Text einige Graphiken bei, von denen mehrere Leute fanden,dass diese leichter zu verstehen seien als der reine Text desRichtlinien-Dokuments.

DebConf5: Aufruf für Beiträge. Andreas Schuldei batum Beiträge für die diesjährige Debiankonferenz in Helsinki, Finnland.Vorschläge werden bis zum 15. März 2005 akzeptiert und müssen online eingereichtwerden. Das Bewertungsteam werde bis zum 1. April entscheiden, welche Vorträgeakzeptiert würden. Die Vorträge werden aufgezeichnet und können über dasInternet ausgestrahlt werden.

Verwirrendes udev-Verhalten. Maykel Moya bemerkteein eigenartiges Verzeichnis /.dev und entfernte dessen Inhalt,was sein System in ein nicht bootfähigen Zustand versetzte. Sam Morris erklärte,dass beim Starten von udevdas echte /dev auf /.dev eingehängt werde,so dass noch darauf zugegriffen werden könne. Dies sei allerdings nur der Fall,wenn dieses Verzeichnis existiere, daher sei das Entfernen des Einhängepunktsmöglich.

Konfiguration unter Revisionskontrolle. Enrico Zini berichtete,dass er sein /etc/ unter die Kontrolle von svk, ein auf subversion basierendesverteiltes Revisionskontrollsystem, gestellt habe. Florian Weimerergänzte,dass es von Haus aus auch symbolische Links unterstütze.

Debian Paketzyklus. Martin F. Krafft verbesserte den Lebens-Grapheneines Debianpaketes, basierend auf der Arbeit von Kevin Mark.Es erkläre den Weg, den ein neues Paket in das Debian-Archiv nehme, und denWeg, den aktualisierte Pakete gingen sowie Sicherheitsaktualisierungen.

Debians Zurück-Maschine. Martin ‘Joey’ Schulze berichtete über dieZurück-Maschine für Debian-Pakete, die Fumitoshi Ukai (?? ??) auf snapshot.debian.net bereitstelle. Ererklärte, dass dies eine sehr hilfreiche Ressource für seine Arbeit als Mitglieddes Sicherheitsteams geworden sei, da man leicht zwei ältere Revisionen einesPaketes mittels des interdiff-Werkzeuges vergleichen könne.

Behandlung von Bounces auf Mailing-Listen. Pascal Hakim erörtertedie Handhabung von Bounces auf den Mailing-Listen-Servern. Ererwähnte E-Mail-Filter auf SMTP-Ebene um Spam und Viren zu vermeiden, die nichtzu einer Abmeldung führen sollten. Unter anderem müssten aktive Listen andersals weniger aktive Listen gehandhabt werden.

Internationale Debian-Begrüßungsnachricht. Joey Hess dankteChristian Perrier für das Sammeln der Audiodateien, die nach derInstallation in vielen Sprachen abgespielt werden könnten. Christian verwendetediese Dateien als Teil von Babelbox, einer Demonstrationsmaschine, die sichautomatisch in jedem Durchlauf mit einer anderen Sprache installiere.

Soll Branden zum DPL kandidieren? Branden Robinsonbittetdringend um Rückmeldung, ob er sich wieder zur Debian-Projektleiter-(DPL-)Wahl nominieren sollte. Bevor ersich wieder aufstelle, würde ergerneUnterstützung von 100 Entwicklern hören. Eine Wiki-Seitewurde eingerichtet um die Rückmeldungen zu verfolgen. Bislang haben 51 Leute ihre Unterstützungbekundet.

Aktualisierungen zur Systemsicherheit. Die alte Leier!Wer die folgenden Pakete einsetzt, sollte sie der Sicherheit wegenauf den neuesten Stand bringen:

  • DSA 673: evolution — Ausführen beliebigen Codes als Root.
  • DSA 674: mailman — Mehrere Verwundbarkeiten.
  • DSA 675: hztty — Lokaler utmp-Exploit.
  • DSA 676: xpcd — Ausführen beliebigen Codes als Root.
  • DSA 677: sympa — Potentielles ausführen beliebigen Codes.
  • DSA 678: netkit-rwho — Diensteverweigerung.
  • DSA 679: toolchain-source — Unsichere temporäre Dateien.
  • DSA 680: htdig — Cross-Site-Scripting-Verwundbarkeit.
  • DSA 681: synaesthesia — Unberechtigter Dateizugriff.
  • DSA 682: awstats — Ausführen beliebigen Codes.
  • DSA 683: postgresql — Ausführen beliebigen Codes.

Einen Blick wert. Die folgenden Pakete wurden kürzlichdem Unstable-Debian-Archivhinzugefügtoder enthalten wichtige Aktualisierungen.

Wollen Sie die DWN weiterhin lesen? Bitte helfen Sieuns beim Erstellen dieses Newsletters. Wir brauchen weiterhin freiwilligeAutoren, die die Debian-Gemeinschaft beobachten und überEreignisse in der Gemeinschaft berichten. Bitte schauen Sie auch auf dieWebseite für Mitarbeiter. Wirfreuen uns auf Ihre Mail andwn@debian.org.

Diese Ausgabe der wöchentlichen Debian-Nachrichten wurde vonMartin ‘Joey’ Schulze erstellt.
Sie wurde von Helge Kreutzmann und Florian Ernst übersetzt.

[1] http://www.de.debian.org/

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben