Die aktualisierte Version der Virtualisierungsbibliothek Libvirt bringt vor allem Neuerungen für Nutzer des Qemu-Backends. So gibt es einen SSH Proxy und Unterstützung für das Virtio Sound Model. Firewall-Regeln erstellt Libvirt 10.4 zudem mit Nftables.
Libvirt 10.4 liegt ein kleines Tool bei, das eine Verbindung zu Qemu-Domains über das SSH-Protokoll herstellen kann. Nutzen lässt sich dieser Weg über das Schema „ssh user@qemu/virtualMachine“. Des Weiteren unterstützt die neue Version 10.4 das Zstd-Kompressionsverfahren bei Qemu-Images und ein Hotplugging von Evdev-Eingabegeräten.
Wer Qemu mindestens in der Version 8.2.0 einsetzt, kann Audiogeräte über das Virtio-Interface einhängen. In der entsprechenden XML-Konfigurationsdatei erledigt das der Eintrag „<sound model=’virtio’/>“. In der XML-Datei lässt sich zudem für virtuelle ARM-Systeme das Ras-Feature ein- und ausschalten. Konkret gelingt dies über den Eintrag „<ras state=’on’/>“
Libvirt 10.4 nutzt im Hintergrund standardmäßig Nftables, um die Firewall-Regeln für das virtuelle Netzwerk zu setzen. Sollte Nftables nicht verfügbar sein, kommt weiterhin Iptables zum Einsatz. Eingreifen in diese Automatik kann man über die Einstellung „firewall_backend“ in der „network.conf“.





