Die quelloffene GitHub-Alternative für Entwickler liegt in einer neuen Version vor, die ihre größten Änderungen allerdings den kommerziellen Fassungen vorbehält. In der freien Variante erlaubt GitLab ein Minimal Forking und ein verbessertes Variablenmanagement.
Bei einem Fork eines Repositories enthielt dieser bislang grundsätzlich immer alle Branches. Ab sofort können Entwickler auch nur den Default Branch eines Repositories übernehmen, was zu einem übersichtlicheren Fork führt, der auch noch Speicherplatz spart. GitLab bezeichnet daher diese Funktion als Minimal Forking.
Des Weiteren fällt das Jonglieren von CI/CD-Variablen leichter. Dazu haben die GitLab-Entwickler die entsprechenden Bereiche der Benutzeroberfläche überarbeitet. Apropos Benutzeroberfläche: Nach der Umstellung der Navigation in GitLab 16.0 haben die Entwickler auf Basis des Nutzer-Feedbacks weitere kleinere Optimierungen durchgeführt. So lassen sich etwa Menüpunkte schnell mit entsprechenden Tastenkürzel aufspüren.
GitLab 16.6 liefert zudem bessere Informationen bei fehlgeschlagenen Importen: Sollten bei der Migration eines GitLab-Projekts einige Elemente nicht importiert werden können, ließ sich bislang über einen „Details“-Knopf nur eine Liste mit Fehlern abrufen. Die neue GitLab-Version blendet stattdessen einen „See failures“-Link ein, der zu einer Seite mit deutlich mehr Informationen führt. Unter anderem verrät GitLab die Art der problematischen Elemente und ihre Correlation ID.
Die GitLab Package Registry unterstützt den Upload von Maven Packages über Basic HTTP Authentication. Aus GitLab heraus lässt sich der Status von Kubernetes-Anwendungen in Echtzeit einsehen. Den Zugriff auf Kubernetes über das GitLab CLI sowie den Silent Mode haben die GitLab-Entwickler verbessert. Auf Wunsch schließt die Suchfunktion archivierte Projekte aus. Der GitLab Runner ist in Version 16.6 verfügbar.
Das größte neue Feature in GitLab 16.6 stellt allerdings GitLab Duo Chat. Dahinter verbirgt sich ein Chat mit einer künstlichen Intelligenz, die unter anderem Fragen zum Code liefert oder Zusammenfassungen erstellt. Der GitLab Duo Chat gilt allerdings noch als Beta. Zudem bleibt diese Funktion ausschließlich Kunden der SaaS-Fassung von GitLab vorbehalten, die zudem die höchste Ausbaustufe „Ultimate“ abonniert haben müssen.





