Stereo-Bluetooth-Speakerset von Acoustic Energy

Aus LinuxUser 07/2008

Stereo-Bluetooth-Speakerset von Acoustic Energy

Klangspielerei

Die drahtlosen Bluetooth-Boxen von Acoustic Energy spielt Musik vom Handy, einem MP3-Player oder von einem Linux-Rechner aus. Sie überzeugen durch satten Klang und große Reichweite, weisen aber auch Schwächen auf.

Neben drahtlosen Kopfhörern gibt es vermehrt auch kleine Lautsprechersets zum Kauf, die in erster Linie Benutzer von modernen Mobiltelefonen ansprechen sollen. Mit einem Bluetooth-Dongle lassen sich solche Boxen auch vom PC aus nutzen. Wir testeten ein Lautsprecherset der englischen Soundschmiede Acoustic Energy [1], das in Deutschland New Tech Products [2] zum Preis von 250 Euro vertreibt.

Einfaches Setup

Aktuelle Bluez-Pakete machen es zu einem Kinderspiel, Bluetooth-Stereogeräte unter Linux zu nutzen. Am besten setzen Sie dazu Ubuntu ein: Hier genügt es, wie im Bluez-Wiki beschrieben [3], eine passende .asoundrc-Datei anzulegen und danach dem Player mitzuteilen, für die Wiedergabe das ALSA-Device bluetooth zu nutzen. Die Bluetooth-Adresse des AE-Systems ermitteln Sie mit hcitool scan auf der Kommandozeile (Abbildung 1), der PIN-Code lautet 8888.

Abbildung 1: Mit     <code srcset=

hcitool dev ermitteln Sie die Adresse des eigenen Bluetooth-Dongles. Der Befehl hcitool scan sucht nach weiteren Geräten.” width=”300″ height=”162″ /> Abbildung 1: Mit hcitool dev ermitteln Sie die Adresse des eigenen Bluetooth-Dongles. Der Befehl hcitool scan sucht nach weiteren Geräten.

Stärken und Schwächen

Die maximale Entfernung zwischen Sender und Empfänger beträgt laut Dokumentation 10 Meter. In unseren Tests erreichten wir aus sechs Metern durch zwei Glastüren und mehrere Gipskartonwände hindurch noch eine zufriedenstellende Qualität mit sehr wenig Aussetzern. Dummerweise scheint der Bluetooth-Empfänger aber gerade hinter dem Lautstärkeregler montiert zu sein. So produzierte das System bei längeren Distanzen regelmäßig Aussetzer, wenn wir den Lautstärkeregler betätigten oder die Hand vor den Regler hielten.

Die Wiedergabe von MP3-, OGG-Vorbis- und Flac-Dateien meistert das AE29-06C problemlos, bei Audio-CDs reicht die Bandbreite auf längere Distanzen hingegen nicht mehr aus. Acoustic Energy gibt in der Dokumentation als Bluetooth-Spezifikation Version 1.2 an. Stehen die Boxen in der Nähe eines Rechners, lohnt es sich das Set per 3,5-mm-Klinkenstecker anzuschließen. Die Klangqualität verbessert sich dadurch stark: hören Sie bei einer Bluetooth-Verbindung über die 2 x 10 Watt starken Boxen doch ein deutliches Rauschen, gibt es an der Qualität per Kabelanschluss für Boxen dieser Größe nichts auszusetzen.

Beide Lautsprecher lassen sich vom Soundsystem entfernen und für einen besseren Stereoklang getrennt aufstellen. Dazu sind die Boxen über ein knapp ein Meter langes Kabel mit der Mittelkonsole verbunden. Als wirklich mobiles Soundsystem eignet sich das AE29-06C nicht, da die Mittelkonsole die beiden Boxen nicht sehr fest hält und somit die Gefahr besteht, dass beim Transport ein Lautsprecher herunterfällt. Zudem muss man das System trotz kabelloser Tonübertragung ans Stromnetz anschließen.

Fazit

Mit dem AE29-06C stellt Acoustic Energy ein solides Speakersystem mit Bluetooth-Anbindung vor, das trotz relativ kleiner Abmessungen immerhin 10 Watt Leistung bringt. Die Boxen eignen sich in erster Linie als Zubehör für Nutzer mit einem Musikhandy, das das Bluetooth-Profil A2DP unterstützt. Den besten Sound lieferten sie allerdings über den Kabelanschluss. Für einen normalen Lautsprecher-Ersatz fällt der Preis von 250 Euro deutlich zu hoch aus.

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