Die Distribution offeriert ein aktuelles Debian ohne das Init-System Systemd. Die jetzt freigegebene neue Version 5.0 basiert auf Debian 12 (alias Bookworm) und bringt kleinere Änderungen bei der grafischen Benutzeroberfläche mit.
Devuan 5.0 trägt den Codenamen „Daedalus“ und verwendet unter der Haube den Linux-Kernel 6.1.
Der X-Server startet beim Aufruf über „startx“ ohne Root-Rechte. Dazu spannt Devuan 5.0 die Biblitohek Libseat1 ein. Sie erlaubt unter anderem den Zugriff auf Audio- und Video-Hardware. Libseat1 nutzt als Backends wahlweise Seatd or Elogind. Die Wahl erfolgt automatisch, alternativ kann man das Backend über die Umgebungsvariable „LIBSEAT_BACKEND“ ändern. Durch den Einsatz von Libseat1 entstehen dem Devuan-Team zufolge mehrere Vorteile, unter anderem benötigt das Paket „xserver-xorg-core“ keine Abhängigkeit mehr zu Dbus. Das Team weist darauf hin, dass der Start mit Benutzerrechten nur beim Aufruf von „startx“ gilt. Sofern ein Display Manager den X-Server startet, läuft letztgenannter weiterhin mit Root-Rechten.
Auch bei einer Wayland-Sitzung gibt es eine Änderung: Eine solche lässt sich ab sofort auch ohne Elogind hochfahren. Dazu müssen Anwender die Pakete „libpam-ck-connector“, „sway“ und „seatd“ einspielen. Sofern der aktuelle Benutzer Mitglied der Gruppe „video“ ist, lässt sich dann eine Wayland-Sitzung über den Aufruf von „sway“ starten.





