Aktualisierte Media-Center-Distribution LibreELEC nutzt Kodi 20.0

Aktualisierte Media-Center-Distribution LibreELEC nutzt Kodi 20.0

LibreELEC 11.0 veröffentlicht

Mit LibreELEC lässt sich schnell ein Media-Center-PC aufsetzen. Die größte Neuerung der Version 11.0 ist das Update auf die verwendete Media-Center-Software Kodi 20.0. Für x86-Systeme steht zudem ein Generic Legacy Image bereit.

Das LibreELEC-Team stellt fertige Images für verschiedene Plattformen bereit. Wer ein x86-System nutzt, hat jetzt die Wahl zwischen einem „Generic“ und einem „Generic Legacy“ Image. Beide verwenden einen anderen grafischen Unterbau: Während das Generic-Legacy-Image weiterhin das bekannte X11 nutzt, verwendet das Generic-Image den GBM/V4L2-Grafik-Stack. Letztgenannter kommt bereits bei den Images für die ARM-Plattformen zum Einsatz. Das Generic Legacy Image richtet sich primär an alle, die eine Nvidia-Grafikkarte besitzen, ein Chrome Browser Add-on verwenden wollen oder auf ihrem System Grafikprobleme sehen.

LibreELEC 11.0 unterstützt erstmals wieder die Amlogic-Modelle S905, S905X/D und S912. Dort gibt es allerdings noch zahlreiche Limitierungen. So fehlt die Unterstützung für eingebaute DVB-Tuner sowie für die WLAN-Chips SSV6501 und S908CS. LibreELEC kommt zudem noch nicht mit internem eMMC-Speicher zurecht, eine Ausnahme bilden die Boards von WeTek Hub/Play2 und SBC. Darüber hinaus muss man auf hardwaregestütztes Deinterlacing und HDR auf SDR Tonemapping verzichten.

Grundsätzlich sind in allen Ausgaben von LibreELEC 11.0 die DVB Add-ons deaktiviert. Grund sind die TV-Karten von Digital Devices und TBS, die aktuelle Kernel noch nicht unterstützen.

Probleme könnten auch Besitzer eines Raspberry Pi erwarten: Treten dort bei der hardwarebeschleunigten Video-Wiedergabe von h.264-Material Synchronisationsprobleme auf, muss man in der Datei „config.txt“ die Einträge „force_turbo=1“ oder „core_freq_min=500“ ergänzen. Auf einem Raspberry Pi 4 schaltet eine frische Installation von LibreELEC an einem 4K-Fernseher in die Auflösung von 4096 x 2160 Bildpunkten (anstelle der UHD-Auflösung 3840 x 2160). Umschalten muss man dann Kodi wie im Wiki beschrieben.

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