Kali Linux bringt frische Desktop-Umgebungen und Qemu-Image

Kali Linux bringt frische Desktop-Umgebungen und Qemu-Image

Kali Linux 2022.4 verfügbar

Die Distribution für Sicherheitsexperten und Penetration-Tester erweitert das Werkzeugangebot und aktualisiert neben Gnome auch KDE Plasma. Ein zusätzliches Image für Qemu ermöglicht den Betrieb auf weiteren Plattformen. Größere Neuerungen gab es zudem bei Kali NetHunter.

Nutzer des Cloud-Dienstes Microsoft Azure finden Kali Linux ab sofort wieder im Microsoft Azure Store. Dem entsprechenden Image fehlt allerdings noch eine grafische Oberfläche. Manuell lässt sich aber Xfce via RDP einrichten und nutzen.

Das Kali-Linux-Team offeriert mehrere vorbereitete virtuelle Maschinen, unter anderem für VirtualBox und VMWaren. Diesen gesellt sich ab sofort auch ein Image für Qemu hinzu. Es soll unter anderem die Inbetriebnahme von Kali Linux auf Proxmox VE oder Libvirt-basierten Host-Systemen vereinfachen. Das Build-Skript „kali-vagrant“, das einen Start unter Vagrant steuert, unterstützt jetzt ebenfalls die Libvirt.

Aktualisierte Softwareausstattung

KDE Plasma-Nutzer finden die Version 5.26 vor. Wer sich für die Desktop-Umgebung Gnome entscheidet, erhält die Version 43 mit einigen Anpassungen. So hat das Kali-Team ein Quick-Setting-Panel integriert und die Optik angepasst. Nicht mehr kompatibel mit Gnome 43 ist die Erweiterung „proxyswitcher“, die daher aussortiert wurde. Den Texteditor stellt der neue Gnome Text Editor, der standardmäßig die Kali-Farbpalette verwendet.

Wie schon fast bei jedem Release erweitert auch Kali Linux 2022.4 die angebotenen Sicherheitswerkzeuge. Verfügbar sind erstmals das Python-Skript „bloodhound.py“ für BloodHound, die Active Directory Tools Certipy und „ldapdomaindump“, der User-Space-Treiber „hak5-wifi-coconut“ für USB WLAN-Geräte, „peass-ng“ zur Privilege Escalation und das Reverse-Engineering-Werkzeug „rizin-cutter“.

Neues in Kali NetHutner

Kali NetHunter bezeichnet die Kali-Linux-Fassung für Smartphones. Die zugehörige App stürzt nicht mehr beim Start unter Android 11 und 12 ab. NetHunter läuft zudem auf dem OnePlus 6t, dem Pixel 4a sowie 5g und dem Realme 5 Pro.

NetHunter unterstützt ab sofort integrierte Bluetooth-Adapter. Die NetHunter-Entwickler müssen dazu allerdings den Kernel für jedes unterstützte Smartphone neu übersetzen, weshalb sich die Anwender von einigen Smartphones noch etwas gedulden müssen. Wardriving unterstützt ebenfalls Bluetooth sowie RTL-SDR und MouseJack. Der Kex Manager erlaubt zudem das Abspielen von Musik.

Neu ist Kali NetHunter Pro. Dabei handelt es sich um einen kompletten Ersatz für das vorhandene Smartphone-Betriebssystem. Zum Start stellt das Kali-Team SD-Images für das Pine64 PinePhone und das PinePhone Pro bereit. Diese beiden Smartphones werden zudem erstmals unterstützt.

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