Messenger SimpleX schützt Privatsphäre und setzt auf Open Source

Messenger SimpleX schützt Privatsphäre und setzt auf Open Source

SimpleX 1.0.0 freigegeben

Der Messenger SimpleX ermöglicht anonyme und verschlüsselte Chats. Dabei steht nicht nur der Quellcode von Client und Server unter der GNU AGPLv3, auch das verwendete SimpleX Messaging Protocol (SMP) liegt offen.

Gleich mehrere Maßnahmen sollen einen hohen Schutz der Privatsphäre ermöglichen. So gibt es keinen zentralen Server, der die Clients miteinander verbindet und so Buch über die derzeitigen Verbindungen führt. Bei SimpleX existieren zwar ebenfalls Server, die jedoch die Nachrichten nur weiterleiten. Für diese Message Broker existiert mit SimpleXMQ eine Referenzimplementierung, die jeder selbst auf einem Server einrichten kann.

Für weitere Anonymität sorgt die ausgeklügelte Verschlüsselung. So kommunizieren die SimpleX-Clients mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wobei der Double-Ratchet-Algorithmus mit Forward Secrecy zum Einsatz kommt. Hierdurch lassen sich die Nachrichten weder mitlesen, noch später Mitschnitte entschlüsseln. In einem zweiten Schritt verschleiert SimpleX die Metadaten. Niemand kann folglich nachvollziehen, wer mit wem wann kommuniziert hat.

Als Client steht derzeit nur SimpleX Chat bereit, dessen Bedienung auf der Kommandozeile erfolgt. Die SimpleX-Erfinder arbeiten jedoch schon an Apps für Smartphones.

Sowohl SimpleX Chat als auch SimpleXMQ liegen in Version 1 vor, die beide die Version 1 des SimpleX-Protokolls verwenden. Während sich bei den vorherigen Versionen immer wieder starke Änderungen ergeben haben, versprechen die Entwickler ab jetzt eine Abwärtskompatibilität.

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