Das Spiel zum Wochenende: Cosmic Express

Das Spiel zum Wochenende: Cosmic Express

Fernzug

Auch im Weltall möchten die Außerirdischen auf ihren Planeten möglichst schnell mit dem Zug nach Hause. Bei verschiedenen Rassen und zahlreichen Hindernissen verlangt die effiziente Streckenplanung jedoch ein kluges Köpfchen.

Das Spiel Cosmic Express versetzt den Spieler in eine ferne Galaxie. Auf den Mini-Planeten bringt einer kleiner Zug die Bewohner zu ihren Zielen. Genau wie auf der Erde haben die potenziellen Fahrgäste ganz unterschiedliche Bedürfnisse: So wollen die blauen Wesen möglichst schnell nach Hause, die orangefarbenen kugeligen hingegen ins nächste Restaurant. Allerdings gibt es noch ein kleines Problem: Es liegen noch keine Schienen.

Das erste Level demonstriert das Prinzip: Vom Start ausgehend zieht man die Schienen am Passagier und dessen Ziel (der Kiste) vorbei.

Sitzplatzreservierung

Die zieht der Spieler mit der Maus über die in quadratische Felder unterteilte Planetenoberfläche. Dabei muss er den Zug von einer Schleuse aus an den Außerirdischen und ihren jeweiligen Zielen vorbei bis zu einer Zielschleuse führen. Weichen gibt es in der Galaxie allerdings nicht. Den Weg behindern zudem Steine, Grünzeug und andere Hindernisse. Und es gibt noch ein viel größeres Problem.

Nach einem Klick auf die Schaltfläche am unteren Bildschirmrand fährt der Zug los und sammelt den Fahrgast ein.

In jeden Wagon des Zuges passt immer nur ein Außerirdischer. Zu Beginn ist sogar nur ein einziger Wagon an die futuristische Lok angekuppelt. Folglich muss man jeden Außerirdischen einzeln zu seinem Ziel bringen. Das führt zwangsweise zu einem ausgeklügelten und ziemlich kreativen Schienenweg. Immerhin kann man jederzeit die Schienen wieder zurückbauen und somit in Ruhe am richtigen Weg tüfteln.

Im späteren Spielverlauf kommen weitere Elemente hinzu. Hier muss man die vorgegebenen Kreuzungen geschickt mit einplanen.

Umleitung

Im späteren Verlauf trifft man noch auf zwei schwarze Löcher im Boden. Fährt der Zug in eines der beiden hinein, kommt er beim anderen wieder heraus. Diese Mini-Teleporter sind mitunter auch nötig, um überhaupt die Fahrgäste an die passenden Ziele transportieren zu können. Wer einen Planeten erfolgreich durchfahren hat, schaltet in der Regel mehrere weitere Planeten frei. Sofern man bei einem Puzzle nicht weiterkommt, kann man sich so zwischenzeitlich einem anderen widmen.

Hier hat man zwei Wagen am Zug angekoppelt, wodurch man zwei Außerirdische gleichzeitig transportieren kann.

Cosmic Express stammt von Alan Hazelden und seinem Unternehmen Draknet Limited, die Grafiken steuerten Freunde bei. Erhältlich ist das Knobelspiel derzeit für 10 US-Dollar auf Itch.io [2] – wer mag, darf auch einen beliebig höheren Preis zahlen.

Die Ausgangssituation wirkt häufig recht simpel. Da der Zug jedoch nur in eine Richtung fahren kann, ist die Lösung häufig nicht trivial.

Fazit

Laut Aussage des Entwicklers erhält man mit Cosmic Express „zahlreiche Stunden frustrierenden Spaß“. Tatsächlich startet das Puzzlespiel mit der äußerst knuffigen Grafik zunächst recht einfach. Der Schwierigkeitsgrad steigt jedoch kontinuierlich an. Spätere Planten erfordern eine gute Planung und sorgen mitunter für die versprochenen Frustmomente. Zusammen mit den zahlreichen Leveln eignet sich das Spiel somit ideal zur Überbrückung langer verregneter Winterabende. Allerdings wiederholt sich das Spielprinzip, neue Elemente oder Hindernisse kommen nur sehr selten hinzu. Wer sich daran nicht stört und gerne an schwierigen Rätseln tüftelt, sollte die 10 Dollar durchaus investieren.

Cosmic Express

Bezugsquelle: https://draknek.itch.io/cosmic-express
Entwickler: Draknek & Friends
Lizenz: Kommerziell
Preis: 9,99 US-Dollar (oder mehr)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://www.draknek.org/
  2. [2] Itch.io: https://draknek.itch.io/cosmic-express
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