Das Projekt veröffentlicht auf seinen Seiten freie E-Books. Aufgrund eines Rechtsstreits blockierte das Team seit 2018 den Zugriff von deutschen Nutzern. Dieses Geo-Blocking ist jetzt Geschichte, lediglich einige ausgewählte Werke bleiben gesperrt.
Einige Jahre nach dem Tod eines Autors erlöschen seine Urheberrechte. Dies macht sich auch das US-amerikanische Project Gutenberg zunutze. So veröffentlichte man unter anderem deutsche Romane von Thomas Mann, Heinrich Mann und Alfred Döblin.
In den USA läuft das Urheberrecht allerdings bereits 56 Jahre nach dem Tod des Autors aus, in Deutschland hingegen erst nach 70 Jahren. Die Rechte an den Romanen von Thomas Mann, Heinrich Mann und Alfred Döblin hielt daher noch der S. Fischer-Verlag. Der wiederum verklagte über die Anwaltskanzlei Waldorf Frommer das Project Gutenberg und verlangte die Entfernung der betroffenen Werke. Das Project Gutenberg unterlag in mehreren Instanzen und blockierte schließlich als Redaktion den Zugriff aus Deutschland.
Jetzt einigten sich allerdings die beteiligten Parteien, wie das Project Gutenberg auf seiner Seite verkündete. Demnach blockiert das Projekt nur noch den Zugriff auf Bücher der drei Autoren, die in Deutschland noch dem Urheberrecht unterliegen. Auf alle anderen E-Books können deutsche Internetnutzer wieder uneingeschränkt zugreifen. Sobald das Urheberrecht der betroffenen Bücher ausläuft, sollen auch sie wieder erreichbar sein. Alle weiteren Teile der Vereinbarung wollen die Parteien nicht veröffentlichen.
Unabhängig vom US-amerikanischen Project Gutenberg existiert noch das deutsche Projekt Gutenberg, das von den Maßnahmen nicht betroffen war beziehungsweise ist.




