Das Spiel zum Wochenende: Petty Punny Planet

Das Spiel zum Wochenende: Petty Punny Planet

Planetenpflege

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem eigenen privaten Planeten! Pflegen Sie ihn gut und behüten Sie seine Bewohner. Oder auch nicht. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen!

Im Strategiespiel Petty Punny Planet erhält der Spieler einen nigelnagelneuen Planeten, auf dem bereits ein paar Einwohner leben. Was mit diesem vor sich hin wusendeln Volk als Nächstes passiert, bestimmt man per Mausklick im Multiple-Choice-Verfahren. Das Spiel offeriert dabei drei verschiedene Maßnahmen. Beispielsweise könnte man einfach eine Weile weiter tatenlos zusehen, das Feuer erfinden oder den Einwohnern die Landwirtschaft beibringen.

Den Bewohnern des neuen Planeten …

Wachstumskurs

Welche Aktionen konkret zur Wahl stehen, bestimmt der Zufall. Als Spieler muss man sich für genau eine der drei Maßnahmen entscheiden. Die ausgesuchte Aktion hat dabei meist auch eine Auswirkung auf die Zukunft. Haben etwa die Einwohner erst einmal das Feuer entdeckt, überstehen sie mühelos eine mögliche Eiszeit. Ein zündelnder Pyromane könnte aber auch den kompletten Planeten in Schutt und Asche legen.

… könnte man das Schreiben beibringen. Das wiederum …

Nach jeder Entscheidung vergehen automatisch 100 Jahre, in denen man zum Nichtstun verdammt ist. Während dieser Zeit geschieht nichts – oder aber es bricht eine Katastrophe herein. Dazu zählen unter anderem ein einschlagender Meteorit und die bereits erwähnte Eiszeit. Abhängig von den zuvor getroffenen Aktionen überstehen die Einwohner diese Katastrophen mehr oder weniger unbeschadet. Nach der Zwangspause stehen dann wieder drei neue Aktionen zur Wahl.

… verdoppelt nicht nur die Population, sondern auch den Reichtum. Beides notiert die Leiste am oberen Bildschirmrand.

Zielgerichtet

Auf diese Weise gilt es die Bevölkerung zu vermehren, glücklich zu machen und vor allem auch ihre finanziellen Mittel zu mehren. Selbstverständlich kann man diese hehren Ziele auch komplett ignorieren und die Bewohner absichtlich in den Ruin führen. Man hat also selbst in der Hand, wie die Geschichte des Planeten endet. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Endsequenzen zu entdecken.

Dank der Erfindung des Feuers konnten die Bewohner die Eiszeit überstehen.

Petty Punny Planet entstand bereits 2017 im Rahmen des Ludum Dare 38 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur 72 Stunden ein komplettes Spiel entwickeln. Das Team Whales and Games stellt seinen Beitrag kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Dort kann man das Strategiespiel auch komplett im Browser spielen.

Mit etwas Glück darf man im späteren Verlauf zwischen vier Aktionen wählen.

Fazit

Petty Punny Planet erinnert stark an den Klassiker Reigns [3]: Als Spieler muss man lediglich eine von mehreren Aktionen wählen. Was zunächst nach einem langweiligen Spielprinzip klingt, macht jedoch eine Menge Spaß. So muss man jedes Mal die Auswirkungen der Aktionen genau abwägen, hinzu kommen die abgedrehten Reaktionen und Ereignisse. Allerdings wiederholen sich die Aufgaben bereits nach kurzer Zeit. Wer jedoch unkomplizierte Strategiespiele wie Reigns mag, sollte unbedingt zum Download schreiten.

Petty Punny Planet

Bezugsquelle: https://whalesandgames.itch.io/petty-puny-planet
Entwickler: Auroriax (Tom Hermans)
Lizenz: Kommerziell
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution (offiziell Debian basierte Distributionen)

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://whalesandgames.itch.io/petty-puny-planet
  2. [2] Ludum Dare 38: https://ldjam.com/events/ludum-dare/38
  3. [3] Das Spiel zum Wochenende: Reigns, Tim Schürmann: „Einmal ein König“, LinuxCommunity, 17.06.2017: https://www.linux-community.de/nachrichten/einmal-ein-koenig/
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