Handheld-Konsole von Valve läuft mit Linux

Handheld-Konsole von Valve läuft mit Linux

Steam Deck vorgestellt

Valve entwickelt eigentlich Computerspiele und betreibt die Videospieleplattform Steam. Jetzt hat das Unternehmen eine neue mobile Spielekonsole vorgestellt, die herkömmliche Windows-Spiele ausführt und mit Linux läuft. Das an Nintendos Switch erinnernde Gerät soll ab Dezember für 419 Euro erhältlich sein.

Interessenten können über die entsprechende Internetseite bereits die Steam Deck getaufte Konsole vorbestellen. Im Innern arbeitet ein 4-Kern-Prozessor und ein angepasster Grafikchip von AMD. Damit soll die Konsole alle Spiele aus der Steam-Katalog ausführen können. Dazu zählen mit den sogenannten AAA-Spielen explizit auch aktuelle und besonders leistungshungrige Blockbuster.

Linux on Board

Als Betriebssystem kommt Valves SteamOS 3.0 zum Einsatz. Dieses basiert auf Arch Linux und nutzt KDE Plasma als Desktop-Umgebung. Dies überrascht etwas, nutzt Valve doch beim frei verfügbaren SteamOS schon länger Debian als Unterbau. Wer einen Bildschirm sowie Tastatur und Maus an die Konsole stöpselt, soll sie auch als PC-Ersatz verwenden können.

Vorinstalliert ist der Steam-Client, der eine auf die Steam Deck angepasste Startseite aufweist. Über den Client erhalten Anwender Zugriff auf ihre Spielebibliothek und die weiteren Steam-Funktionen, wie etwa den Chat. Windows-Spiele führt die auf WINE basierende Zwischenschicht Proton aus. Über einen Druck auf den Power-Knopf soll SteamOS den aktuellen Spielstand einfrieren und später wieder fortsetzen können.

Innere Werte

Wie Nintendos Switch kommt auch die Steam Deck in einem kompakten Gehäuse daher, in das sowohl der Controller als auch ein 7-Zoll großer Bildschirm integriert sind. Letztgenannter zeigt 1280 x 800 Pixel an und bietet somit ein Seitenverhältnis von 16:10. Die Batterie soll sieben bis acht Stunden Strom liefern.

Für die Spiele stehen 64-, 256- und 512 GByte Flash-Speicher bereit. Die 64 GByte arbeiten dabei als eMMC-Speicher, die beiden größeren Flash-Speicher sind hingegen deutlich schneller per NVMe angebunden. Ein USB-C-Port und ein SD-Kartenleser stellen die Verbindung zur Außenwelt her, an Bord sind zudem Bluetooth sowie WLAN gemäß 802.11a/b/g/n/ac. Der USB-C-Anschluss versteht dabei auch DisplayPort 1.4 und erlaubt so den Anschluss eines Bildschirms.

Separat verkauft Valve eine Dock genannte Basisstation, die weitere Anschlüsse bereithält. Dazu zählen ein DisplayPort 1.4, ein HDMI 2.0-Anschluss, eine Ethernet-Buchse, sowie ein USB 3.1- und zwei USB 2.0-Anschlüsse.

Weitere Informationen zur Konsole finden sich auf der Projektseite.

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