Die Distribution entsteht aus dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux 8.4 und ist zu diesem System vollständig kompatibel. Ein spezielles Werkzeug hilft bei der Migration.
Kurz nach dem Aus von CentOS gründete dessen Erfinder Gregory Kurtzer ein Nachfolge-Projekt. Die Rocky Linux getaufte Distribution fand schnell weitere Helfer und liegt jetzt in einer ersten stabilen Version vor. Diese basiert auf dem aktuellen Red Hat Enterprise Linux 8.4 (RHEL 8.4).
Mit dem Skript „migrate2rocky“ lässt sich schnell ein bestehendes RHEL-kompatibles System auf Rocky Linux 8.4 umstellen. Konkret unterstützt das Skript die Migration von CentOS 8.4, Alma Linux 8.4, Red Hat Enterprise Linux 8.4 und Oracle Linux 8.4. Die Nutzung von „migrate2rocky“ erfolgt allerdings auf eigene Gefahr, ein Backup des alten Systems ist daher Pflicht.
Da es sich um die erste offizielle Rocky-Linux-Version handelt, gibt es kein Changelog. Die Release Notes listen daher nur die Unterschiede von RHEL 8.3 zur Version 8.4 auf, die folglich auch Rocky Linux betreffen. Wer bereits eine Vorabversion von Rocky Linux ausprobiert hat, dem raten die Entwickler explizit zu einer Neuinstallation der finalen Fassung.
Rocky Linux 8.4 steht für die Architekturen x86_64 und ARM64 (aarch64) bereit. Anwender können dabei jeweils zwischen verschiedenen Installationsmedien wählen. Den vollen Funktionsumfang bietet die DVD-Fassung. Darüber hinaus gibt es Container-Images etwa für Docker sowie Images für die Cloud-Dienste von Amazon und Google.





