Das Spiel zum Wochenende: Terra Nil

Das Spiel zum Wochenende: Terra Nil

Grüne Welle

In Aufbaustrategiespielen muss man normalerweise Wälder roden und Flüsse trockenlegen, um eine möglichst große Stadt aus der Erde zu stampfen. In einer Variante der Entwickler vfqd und elyaradine geht man genau den umgekehrten Weg.

Ausgelaugt zeigt die Erde nur noch Einöde und braune Flächen. Derart lebensfeindlich kann man einen Planeten nicht zurücklassen. Im Strategiespiel Terra Nil beginnt man deshalb kurzerhand die Umgebung in ein grünes Paradies zu verwandeln. Das ist mit einem knappen Budget allerdings gar nicht so einfach.

Zu Beginn sucht man sich einen Landschaftsstrich aus, wobei jeder einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad bietet.

Unter Strom

Um die blühenden Landschaften zu erschaffen, muss man sie erst einmal entgiften und dann renaturieren. Das übernehmen entsprechende Anlagen, die man an passenden Stellen in der Landschaft platziert. Jedes Bauwerk kostet dabei mehr oder weniger grüne Punkte, von denen zu Beginn nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung stehen.

Den Anfang macht ein Windrad, das sich allerdings nur auf einen Stein setzen lässt.

Jedes Bauwerk fordert zudem ganz bestimmte Bauplätze. So benötigen Entgiftungsanalgen Strom, den Windkraftanlagen liefern. Ein Wasserrad lässt sich wiederum nur in einem Fluss errichten, den man erst einmal wieder mit Wasser speisen muss. Darüber hinaus renaturiert ein Gebäude nur die Parzellen in seinem direkten Umkreis. Um den kompletten Landstrich zu begrünen, muss man folglich mehrere Bauwerke in passenden Abständen errichten.

Diese Anlage entgiftet den Boden um sie herum, muss aber gleichzeitig in der Nähe einer Stromquelle platziert werden. Wie die rote Färbung anzeigt, ist sie hier zu weit weg.

Rückzugsgebiete

Immerhin spült jede bepflanzte Parzelle wieder ein paar grüne Punkte auf das eigene Konto. Die Einnahmen lassen sich dann wieder in den Bau von weiteren Anlagen investieren. Hat man einen vorgegebenen Prozentsatz der Landschaft begrünt, geht es auf einer neuen Karte von vorne los. Die erzeugt das Spiel per Zufall, die unterschiedlich schwierigen Landstriche spielen sich folglich immer wieder anders.

Das Gewächshaus begrünt schließlich eine L-förmige Fläche – sofern die Parzellen sich dafür eignen.

Die Entwickler vfqd und elyaradine bieten ihr Spiel für einen frei wählbaren Preis auf Itch.io an [1]. Wer Terra Nil vor dem Kauf erst anspielen möchte, darf das Spiel sogar komplett kostenlos herunterladen. Dazu klickt man auf Download Now, dann den Link No thanks, just take me to the downloads und schließlich neben dem Pinguin-Symbol auf Download.

Die Pumpe lässt den Graben mit Wasser volllaufen, während das Wasserrad um sich herum eine steinige Landschaft bildet. Auf die kann man dann wieder Windräder setzen.

Fazit

Auch wenn die Entwickler Terra Nil als „Reverse City Builder“ bezeichnen, handelt es sich im Kern um ein herkömmliches Aufbaustrategiespiel. Im Gegensatz zum Webeslogan baut man hier ein Ökosystem wieder auf – und keine Stadt zurück. Das macht allerdings erstaunlich viel Spaß und erfordert auch leicht andere Taktiken als bei einer Städtebausimulation. Die Pixelgrafik ist liebevoll gezeichnet, auf großen Monitoren aber wahlweise zu klein oder zu blockartig. Das könnte sich jedoch noch ändern: Derzeit arbeiten die Entwickler zusammen mit Free Lives an einer aufgebohrten und schöneren Fassung von Terra Nil. Bis zu ihrem Erscheinungstermin sollten Aufbauliebhaber aber ruhig schon einmal die aktuelle Fassung anspielen.

Terra Nil

Bezugsquelle: https://vfqd.itch.io/terra-nil
Entwickler: fqd und elyaradine / Free Lives/vfqd
Lizenz: Kommerziell
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://vfqd.itch.io/terra-nil
  2. [2] Free Lives auf Twitter: https://twitter.com/Free_Lives
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