Wenn Geister und scheue Katzen ein paar Städte besetzt halten, dann hilft natürlich nur die örtliche kleine Hexe und ein kühles Köpfchen.
Im Knobelspiel Cityglitch versucht eine Hexe gleich mehrere Städte von Geistern zu befreien. Dazu aktiviert sie auf den Dächern mehrere alte Runen. In die Quere kommen ihr dabei neben den Geistern auch mehrere schüchterne Miezekatzen und tödliche Dreiecke. Mangels Waffen muss sie ihren Gegnern mit einer guten Taktik ausweichen.

So funktioniert es: Die roten Kreise muss die Hexe lediglich berühren, hier war dies bei dreien schon der Fall.
Hex Hex
Jedes Dach besteht aus einem fünf mal fünf großen Spielfeld. Ähnlich wie die Dame im Schach kann die Hexe beliebig viele Felder weit gehen – allerdings entweder nur geradeaus oder diagonal. Nach jedem Zug bewegen sich die Gegner. Eine Ausnahme bilden die kleinen Katzen: Sie weichen der Hexe aus, sobald diese auf einem Feld direkt neben einem Fellknäuel landet.

Die blauen Felder zeigen den Laufweg der Hexe an. Wie hier zu sehen, kann sie in einem Zug einmal quer über das Spielfeld gehen.
Auf einigen Spielfeldern sind rote Kreise aufgezeichnet. Diese muss die Hexe aktivieren, indem sie einfach darüber hinweg läuft. Betritt allerdings ein Geist die Runen-Felder, deaktiviert er sie umgehend wieder. Erwischt ein Gegner die Hexe, setzt das Spiel das Geschehen auf dem Dach wieder in seinen Ausgangszustand zurück – sterben kann man somit glücklicherweise nicht. Sobald alle Runen leuchten, schaltet das Spiel weitere Dächer frei.

Geistern wie diesem sollte man möglichst aus dem Weg gehen. Die grünen Büsche sind harmlose Hindernisse.
Nur mit Liebe
Cityglitch entstand ursprünglich im Rahmen des Ludum Dare 36 [4]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur vier Tagen ein komplettes Spiel zum Thema „Ancient Technology“ (altertümliche Technik) entwickeln. Die dabei eingereichte Fassung von Cityglitch stellt Entwickler mindfungus kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [3]. Nach Ende des Wettbewerbs entstand eine überarbeitete kommerzielle Fassung. Sie bietet unter anderem noch einmal aufgepeppte Grafiken. mindfungus bietet sie für 3 US-Dollar auf Itch.io [1] und für 2,40 Euro auf Steam [2] an.
Auf Itch.io erhalten Linux-Nutzer eine Datei mit der Endung .love. Um das Spiel starten zu können, benötigt man noch die LÖVE-Entwicklungsumgebung. Die meisten großen Distributionen stellen sie in ihren Repositories bereit, häufig im Paket love. Nach der Installation von LÖVE startet man das Spiel auf der Kommandozeile per love cityglitch.love. Unter aktuellen LÖVE-Versionen erscheint dabei ein Warnhinweis, das Spiel lief in unseren Tests dennoch fehlerfrei.
Fazit
Cityglitch erinnert ein wenig an den Klassiker Sokoban. Auch hier muss man sich genau überlegen, wohin die kleine Hexe laufen soll. Der Schwierigkeitsgrad steigt im genau richtigen Maße an, die Puzzle erfordern zudem eine immer andere Taktik. Die recht grobe Pixelgrafik simuliert die Optikl eines alten Röhrenmonitors, was bei längeren Knobelsitzungen die Augen anstrengt. Glücklicherweise kann man diesen Effekt in den Einstellungen abschalten. Des Weiteren bieten die Puzzle aufgrund der nicht sehr zahlreichen Hindernisse wenig Abwechslung, was langfristig auf die Motivation drückt. Wer kleine Knobelspiele mag, sollte zunächst die kostenlose Ludum-Dare-Version ausprobieren und erst bei Gefallen das Portemonnaie zücken.
| Bezugsquelle: | https://mindfungus.itch.io/cityglitch |
| Entwickler: | mindfungus |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 2,99 US-Dollar (Itch.io) / 2,39 Euro (Steam) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution (ab Ubuntu 14.04), Prozessor mit ab 1,6 GHz, mindestens 2 GByte Hauptspeicher |
Infos
- [1] Cityglitch auf Itch.io: https://mindfungus.itch.io/cityglitch
- [2] Cityglitch auf Steam: https://store.steampowered.com/app/756790/cityglitch/
- [3] Ludum-Dare-Fassung: https://mindfungus.itch.io/cityglitch-jam
- [4] Ludum Dare 36: http://ludumdare.com/compo/2016/08/24/welcome-to-ludum-dare-36/







