Das Spiel zum Wochenende: Celeste

Das Spiel zum Wochenende: Celeste

Knifflige Bergbesteigung

In einem äußerst herausfordernden, aber auch extrem liebevoll gestalteten Jump-and-Run-Spiel versucht die kleine Madeline einen Berg zu erklimmen. Ein Highlight ist dabei auch die atmosphärische Musik.

Madeline würde gerne den großen, eingeschneiten Berg Celeste erklimmen. Wie sich jedoch schnell herausstellt, ist das alles andere als einfach und gerät schnell zu einem großen Abenteuer. Die Probleme beginnen bereits am Fuß des Bergs. Dort muss Madeline großen abbrechenden Eisblöcken ausweichen und eine einstürzende Brücke überwinden. Das ist allerdings erst der Vorgeschmack auf das, was Madeline im Berg erwartet.

Der Eisblock rechts oben löst sich, sobald Madeline darunter vorbeiläuft.

Hüpf mal

In „Celeste“ übernimmt der Spieler die Steuerung von Madeline. Wie in klassischen Jump-and-Run-Spielen aus den 1990er-Jahren blickt er dabei von der Seite auf das Geschehen. Über die Pfeiltasten scheucht er das Mädchen über die Plattformen, ein Druck auf [C] lässt Madeline hüpfen. Hält man die Taste [V] gedrückt, hält sich die Protagonistin an einer steilen Wand fest und kann diese anschließend nach oben klettern. Abschließend beschleunigt das Mädchen mit der Taste [X] ihre Bewegungen.

An Wänden kann Madeline nach oben klettern. Allerdings lässt ihre Kraft dabei nach einiger Zeit nach.

Schon kurz nach dem Start muss Madeline alle ihre Fähigkeiten einsetzen, um weiter nach oben zu gelangen. So existieren einige Passagen, bei denen sie mit hoher Geschwindigkeit über einen Abgrund springen und sich direkt im Anschluss an einer Felswand festhalten muss.

Auf ihrer Reise trifft Madeline einige kuriose Charaktere, über die das Spiel eine kleine Hintergrundgeschichte erzählt.

Zurück auf Anfang

Sollte sie in den Abgrund fallen oder tödliche Dornen berühren, setzt sie das Spiel automatisch wieder an den Anfang der Passage zurück. Auf diese Weise kann man direkt den nächsten Versuch starten. Im Laufe des Spiels kommen zahlreiche weitere Hindernisse und Fallen hinzu. Dazu zählen unter anderem Laufbänder und Fahrstühle. Über 700 Kammern muss Madeline auf diese Weise überwinden.

Die kleinen braunen Trampoline katapultieren Madeline in die Höhe.

Entwickler Matt Makes Games verkauft „Celeste“ für rund 20 Euro auf Itch.io [1] und Steam [2]. Im Online-Shop von Itch.io bekommen Käufer eine komplett kopierschutzfreie Fassung. Celest liegt in jedem Fall als 32- und 64-Bit-Fassung vor. Der Soundtrack lässt sich zudem separat auf Bandcamp erwerben [4].

Die grauen Stufen lösen sich beim Betreten auf. Die Erdbeeren sind häufig nur schwierig zu erreichen.

Fazit

Celeste ist ein genretypisches Jump-and-Run-Spiel mit einer äußerst liebevoll und detaillierten Pixel-Grafik. Zwar bringen die Entwickler keine neuen Ideen ein, die Level sind jedoch extrem abwechslungsreich gestaltet. Der Schwierigkeitsgrad steigt allerdings sehr schnell stark an. Einsteiger brauchen zudem eine Weile, bis sie die Tastatursteuerung verinnerlicht haben. Die verlangten 20 Euro erscheinen etwas hoch, im Gegenzug erhalten Käufer aber auch über 700 knifflige Level. Die dürften einige der anstehenden regnerischen Herbsttage überbrücken.

Celeste

Bezugsquelle: http://www.celestegame.com/
Entwickler: Matt Makes Games
Lizenz: Kommerziell
Preis: 19,99 US-Dollar (Itch.io) / 19,99 Euro (Steam)
Voraussetzungen: Prozessor der Leistungsklasse Intel Core i3 M380 oder schneller, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit OpenGL 3.0-Unterstützung
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