Das Spiel zum Wochenende: Dunder

Das Spiel zum Wochenende: Dunder

Höhlenforscherlemming

Der Spieleentwickler SeaDads hat den Klassiker „Lemmings“ mit dem ebenfalls aus den 1990er Jahren bekannten „The Incredible Machine“ gekreuzt. Herausgekommen ist ein äußerst cleveres Denkspiel mit einem strohdummen Abenteurer.

Da hat man eingesperrt in einer Öllampe die Jahrtausende in einem tiefen Tempel verbracht. Dann kommt endlich ein Höhlenforscher, der einen zwar befreien könnte, sich aber schon nach wenigen Schritten als ziemlicher Idiot entpuppt. So läuft er einfach stur geradeaus, immer den nächsten Ausgang vor Augen. Glücklicherweise kann man noch etwas eingreifen.

So funktioniert es: Ohne weitere Hilfen würde der weiße Abenteurer schnurstracks in die Dornen fallen. Um das zu verhindern, verbindet man mit dem Seil den Schalter mit dem Block …

Auslauf

Im Spiel Dunder blickt der Spieler von der Seite in den Raum eines alten Tempels. Sobald man auf eine Schaltfläche klickt, läuft ein kleiner Abenteurer unaufhaltsam los. Stößt er an eine Wand, kehrt er um. Ziel seines Weges ist ein entsprechend gekennzeichnetes Portal, das jedoch durchweg nicht auf direktem Weg erreichbar ist. Schlimmer noch ist der Raum mit scharfen Dornen, Abgründen und anderen Fallen gespickt. Ohne weitere Hilfe würde der Abenteurer unweigerlich in sie hineinlaufen.

… Beim vorbeilaufen legt der Abenteurer den Schalter um, wodurch der Block auslöst und so die Grube mit den Dornen verschließt.

Um genau das zu verhindern, stehen dem Spieler einige Gegenstände bereit, die er mit Mausklicks in der Landschaft platzieren kann. So überbrückt etwa eine kleine Kiste einen tiefen Abgrund, während ein Mini-Trampolin den Abenteurer ein paar Dornen überspringen lässt. Gemeinerweise sind die bereitgestellten Objekte stark limitiert. Folglich muss man genau überlegen, wo man welchen Gegenstand platziert.

Das Dreieck fällt nach dem Klick auf „Play“ automatisch nach unten und ebnet dem Abenteurer so den Weg nach oben. Doch wie bekommt man den Block weg?

Nützlicher Krimskrams

Darüber hinaus muss man häufig eine Kettenreaktion erzeugen: Hängt das Männchen an einem Ballon, steigt er unaufhaltsam nach oben, bis ihn im richtigen Moment ein spitzer Gegenstand wieder auf den Boden zurückholt. Des Weiteren existieren Schalter, die man über Linien mit anderen Gegenständen verbindet. Die Schalter löst der Abenteurer beim Vorbeilaufen aus. Einige Gegenstände lassen sich zudem über die Taste [F] umdrehen. Das ist vor allem im späteren Verlauf immer mal wieder notwendig.

Hier gilt es, eine Kettenreaktion geschickt auszunutzen.

Das Spiel entstand im Rahmen des Ludum Dare 46 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur vier Tagen ein komplettes Spiel zum Thema „Keep it Alive“ entwickeln. DEr Entwickler SeaDads stellt seinen Beitrag komplett kostenlos zum Download auf Itch.io bereit [1]. Dort muss man lediglich die Linux-Version über den entsprechenden Download-Button herunterladen. Das Spiel liegt sowohl in einer 64-Bit als auch einer 32-Bit-Fassung vor.

Ganz rechts springt ein Rad auf einem Trampolin auf und ab. Dabei löst es die Schalter aus, durch die wiederum die Löwenköpfe tödliche Pfeile verschießen.

Fazit

Dunder vermischt zwei süchtig machende Spielprinzipien zu einem neuen süchtig machenden Spiel. Die einzelnen Räume sind äußerst clever und abwechslungsreich aufgebaut, der Schwierigkeitsgrad steigt schnell an. Die Grafik ist absichtlich im Retro-Charme gehalten und imitiert den Heimcomputer ZX Spectrum. Lediglich die piepsige und monotone Hintergrundmusik zerrt schnell an den Nerven. Die Anzahl der Räume und somit der Rätsel könnte zudem größer sein. Der Entwickler hat aber schon versprochen, in der nächsten Zeit noch einmal Hand anzulegen.

Dunder

Bezugsquelle: https://seadads.itch.io/dunder
Entwickler: SeaDads
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://seadads.itch.io/dunder
  2. [2] Ludum Dare 46: https://ldjam.com/events/ludum-dare/46
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