Das Spiel zum Wochenende: Lurking in the Dark

Das Spiel zum Wochenende: Lurking in the Dark

Das Monster hinter der Ecke

In fensterlosen Türmen ist es bisweilen ziemlich dunkel. Da hilft auch eine schwache Kerze nur bedingt weiter. Wesentlich tragischer sind jedoch die Monster, die hinter manch einer Ecke lauern.

Im Spiel Lurking in the Dark versucht ein kleiner namenloser Held einen recht hohen Turm zu erklimmen. Jede Etage besteht dabei aus quadratischen Spielfeldern. Per Tastendruck schlurft der Held gemächlich von Feld zu Feld. Dummerweise sind die einzelnen Etagen nur recht spärlich beleuchtet. Als einziges Hilfsmittel besitzt der Held eine Kerze, die er auf Anweisung löschen und wieder entzünden kann. Die bietet allerdings nicht viel Schutz gegen die fiesen Monster.

Nur selten ist ein Feld wie das obere beleuchtet. Nur weil der Held seine Kerze nach rechts streckt, sieht er auch das rechte Feld.

Im Kerzenschein

Die Kerze erhellt immer nur das Feld, auf dem der Held steht sowie das jeweils nächste, in das der Held seine Hand streckt. Bevor man den Protagonisten weiterwandern lässt, sollte man die Umgebung zumindest einmal auf Fallen untersuchen. Die dort aus der Erde schießenden Dornen sind umgehend tödlich.

Trifft man auf ein Monster, sollte man möglichst schnell flüchten, die Kerze ausblasen …

Auf diese Weise versucht man sich den Aufbau der Umgebung einzuprägen und gleichzeitig die Treppe zum nächsten Stockwerk zu finden. In der Dunkelheit warten zudem lichtempfindliche Monster. Sobald man ein Exemplar aufgeschreckt hat, verfolgt es den Helden. Dieser sollte dann nicht nur möglichst schnell Reißaus nehmen, sondern auch eine der Fallen suchen. Da das Monster immer dem Schein der Kerze folgt, kann man durch zeitlich geschicktes Ausblasen und Anzünden das Monster in die Dornen locken.

… und das Monster in die Falle locken. Das gelingt nur, indem man zuvor den Aufbau der Etage auswendig gelernt hat.

Günstiger Turmeintritt

Lurking in the Dark entstand im Rahmen des GMTK Jam 2019 [3]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur 48 Stunden ein komplettes Spiel erstellen, das dem Motto „Only One“ folgt. Der Entwickler Kotob plante ursprünglich, seinen Beitrag in ein kleines kommerzielles Spiel zu verwandeln.

Jetzt hat man von dem Monster nichts mehr zu befürchten.

Da er sich dazu schließlich doch nicht motivieren konnte und ihn viele Spieler um die Offenlegung des Quellcodes baten, veröffentlichte er schließlich Lurking in the Dark unter einer Open-Source-Lizenz [2]. Eine fertige Fassung lässt sich auf Itch.io für einen frei wählbaren Preis herunterladen [1]. Wer das Spiel erst einmal kostenlos ausprobieren möchte, klickt auf Download Now, dann No thanks, take me to the downloads und klickt auf Download neben dem Pinguin-Symbol. Das Spiel selbst liegt derzeit nur in einer 64-Bit-Fassung vor.

Viele Etagen sind nicht zu erklimmen.

Fazit

Lurking in the Dark weist eine unverbrauchte Spielidee auf, die Rätsel mit etwas Geschicklichkeit verbindet. Hat man das Spielprinzip und die Steuerung einmal verinnerlicht, macht die Suche im Dunkeln eine Menge Spaß. Die Comic-Grafik ist einfach, aber stimmig. Hat man die wenigen Level durchgespielt, wünscht man sich unweigerlich, Kotob hätte die Motivation an der Weiterentwicklung nicht verloren.

Lurking in the Dark

Bezugsquelle: https://asheraryam.itch.io/lurking-in-the-dark
Entwickler: Kotob
Lizenz: MIT License
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution
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