Das Spiel zum Wochenende: Tower Noire

Das Spiel zum Wochenende: Tower Noire

Mittagspause im Turm

Einfach mal in einer kurzen kleine Kaffeepause einen dunklen Turm hinaufsteigen und dabei ein paar schleimige Monster vertrimmen. Genau das ermöglicht ein recht unkompliziertes Rollenspiel von Sheldon Ketterer.

Tower Noire hält sich erst gar nicht mit einer langen Hintergrundgeschichte auf, sondern setzt den Spieler direkt in einen lauschigen Garten. Von dort aus gelangt er durch einen Durchgang in einen spärlich beleuchteten Turm, in dem ihm umgehend ein paar Monster ans Leder wollen. Ziel des Spiels ist es, lebend die 25. Etage zu erreichen und dort den finalen Gegner niederzustrecken.

Im lauschigen Gärtchen darf man sich ohne lästige Gegner eine Waffe, etwas Proviant und Klamotten aneignen.

Ausstaffiert

Um nicht wehrlos durch die Etagen zu irren, sollte man den kleinen Helden vor allem mit passenden Waffen ausstatten. Eine Grundausrüstung liegt netterweise direkt im Garten vor dem Turm herum. Darunter befinden sich unter anderem ein Messer und eine Tunika. Letztgenannte schützt zumindest ein klein wenig vor feindlichen Angriffen. Gemeinerweise kann der namenlose Held nur eine begrenzte Anzahl Gegenstände aufheben. In der Hand hat stets nur eine Waffe Platz, zudem lässt sich nur eine Rüstung anziehen.

Ein aufgehobenes Schwert muss man erst über die Taste [Y] explizit „tragen“.

Das Geschehen verfolgt der Spieler aus der Vogelperspektive, wobei jede Etage des Turms aus quadratischen Blöcken aufgebaut ist. Mit einem Tastendruck bewegt man den Helden von Feld zu Feld. Mit jeder Aktion führen allerdings auch die Gegner eine entsprechende aus. Solange man hingegen still steht, läuft auch die Zeit nicht weiter. Auf diese Weise kann man in Ruhe den nächsten Angriff vorbereiten oder sich einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen.

Der grinsende Schleim kann nicht viele Treffer einstecken.

Erkundungstour

Letzteres ist allerdings nicht ganz so einfach, da das Spiel immer nur einen Teil der Umgebung aufdeckt. Je weiter man im Turm nach oben steigt, desto mehr Gegner strömen auf den Helden ein. Man sollte daher rechtzeitig nach besseren Waffen Ausschau halten, die ins Nirwana beförderte Gegner gerne fallenlassen. Jeder Treffer kostet den Spieler einen oder mehrere Gesundheitspunkte, von denen anfänglich 28 Stück zur Verfügung stehen. Durch Nahrungsmittel lässt sich die Gesundheit netterweise wieder auffrischen.

Diese Tänzer sind schon nerviger und deutlich schwieriger zu besiegen.

Tower Noire entstand im Rahmen des Wettbewerbs 7DRL 2018 [3]. Die Teilnehmer mussten innerhalb von nur 12 Tagen ein komplettes Rollenspiel entwickeln. Seinen Wettbewerbsbeitrag stellt Sheldon Ketterer für einen frei wählen Beitrag auf Itch.io zum Kauf bereit [1]. Dort darf man das Spiel auch kostenlos herunterladen. Dazu klickt man auf Download Now, dann den Link No thanks, just take me to the downloads und schließlich auf Download neben dem Pinguinsymbol. Alternativ lässt sich Tower Noire auch kostenlos direkt im Browser spielen [2]. Auf der entsprechenden Seite muss man lediglich auf das Wiedergabesymbol klicken.

Rechts unten steht „FLR“ für die aktuell erreichte Etage, „STR“ gibt die Angriffstärke an, während „DEF“ die Qualität in der Defensive widerspiegelt.

Fazit

Tower Noire ist ein kleines Rollenspiel, das dem Rogue-Prinzip folgt. Die Grafik besteht aus einer einfachen, teilweise aber auch durchaus knuffigen Pixelgrafik. Hat man erst einmal die Steuerung durchschaut, macht der Marsch durch den Turm durchaus Spaß. Tower Noire löst somit sein Versprechen ein und füllt so manch kleine Kaffeepause.

Tower Noire

Bezugsquelle: https://cow.itch.io/tower-noire
Entwickler: Cow (Sheldon Ketterer)
Lizenz: Kommerziell
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://cow.itch.io/tower-noire
  2. [2] Browser-Version von Tower Noire: https://www.lexaloffle.com/bbs/?tid=2034
  3. [3] 7DRL Challenge 2018: https://itch.io/jam/7drl-challenge-2018/rate/232792
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