Neue Version von der Desktop-Umgebung Plasma bringt Nachtmodus für X11

Neue Version von der Desktop-Umgebung Plasma bringt Nachtmodus für X11

KDE Plasma 5.17 veröffentlicht

Nachrichten erscheinen nicht mehr während einer laufenden Präsentation. Zudem gibt es überarbeitete Systemeinstellungen, Neuerungen bei der Konfiguration des Bildschirmhintergrunds sowie zahlreiche weitere kleine Verbesserungen.

Plasma 5.17 startet schneller als sein Vorgänger. Möglich macht das eine Konvertierung der entsprechenden Bash-Startskripte in C++-Programme, die zudem asynchron starten.

Die Desktop-Umgebung „erkennt“ eine laufende Präsentation und schaltet die Benachrichtigungen ab. Dabei bedient sich Plasma eines Tricks: Sobald man die Darstellung auf zwei Bildschirme spiegelt, schaltet sich automatisch der „Do not disturb“-Modus ein. Das Symbol für die Nachrichten im Systemabschnitt zeigt bei eingehenden Nachrichten eine Glocke und nicht mehr nur ein Kreis mit einer Zahl. Verbessert haben die Entwickler auch das Einloggen in öffentliche WLAN-Netze.

Widgets lassen sich vor allem auf Geräten mit Touch-Bildschirm leichter skalieren und verschieben. Ein Klick mit der mittleren Maustaste auf eine laufende Anwendung in der Taskleiste startet eine weitere Instanz des Programms.

Wer sich seine Hintergrundbilder als Diashow anzeigen lässt, musste bislang mit einer zufälligen Reihenfolge vorlieb nehmen. Ab sofort dürfen Anwender auch eine ganz bestimmte Reihenfolge festlegen. Darüber hinaus kann man sich das Bild des Tages vom Internetdienst Unsplash anzeigen lassen.

Unter Wayland lässt sich der Bildschirminhalt manuell feiner skalieren, da Plasma auch Skalierungsfaktoren mit Nachkommastelle zulässt. Auf einem System mit X11 bietet die Desktop-Umgebung jetzt ebenfalls einen Nachtmodus, der in den Abendstunden den Desktop in bräunliche Farben taucht. Dies soll ein angenehmeres Arbeiten und eine Reduktion des schlafhemmenden blauen Lichts ermöglichen. Unter X11 lässt sich zudem die Super- (beziehungsweise Windows-Taste) so konfigurieren, dass man mit ihr zwischen den geöffneten Fenstern umschalten kann.

Die Systemeinstellungen haben die Entwickler wieder einmal optimiert. Neu ist dort unter anderem die Möglichkeit, Thunderbold-Geräte zu verwalten. Der Mauszeiger lässt sich über die Tastatur steuern, sofern man die Libinput-Methode verwendet.

Krunner und das Kickoff-Startmenü können beide im Suchfeld schnell Brüche von Einheiten in Gleitkommazahlen umrechnen. Aus „1/2 inch“ wird automatisch „1,27 centimeters (cm)“. Der Login-Manager SDDM übernimmt auf Wunsch einige optische Einstellungen, so dass der Anmeldebildschirm eine mit dem Desktop konsistente Optik zeigt. Der Paketmanager Discover zeigt jetzt echte Fortschrittsbalken an, wodurch sich der Fortschritt von Aktionen besser beurteilen lässt. Der Systemmonitor KSysGuard kann auch Cgroup-Details anzeigen.

Die neue Version 5.17 ist dem KDE-Entwickler Guillermo Amaral gewidmet, der im Sommer an einem Krebsleiden starb.

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