Das Spiel zum Wochenende: Frozen Dirt

Das Spiel zum Wochenende: Frozen Dirt

Kalte Bömbchen

Wenn ein Programmierer namens Trevor Boddy in neun Tagen 50 Biere trinkt und mit koffeinierten Heißgetränken rund 350 Milliliter Kaffeesatz produziert, dann entsteht ein netter kleiner Bullet-Hell-Shooter für Zwischendurch.

Das Actionspiel Frozen Dirt hät sich gar nicht erst mit einer Hintergrundgeschichte auf, sondern wirft den Spieler direkt ins Geschehen: Über die Pfeiltasten steuert er ein kleines, blondes, fliegendes Manga-Mädchen über den Bildschirm. In regelmäßigen Abständen gleiten vom oberen Bildschirmrand andere Manga-Mädchen herein. Die wiederum wollen der Heldin an den Kragen und eröffnen dazu ganz ungeniert das Feuer.

In Frozen Dirt muss man einfach nur alle Gegner abschießen. Oder ihnen zumindest ausweichen.

Schüsschen

Jeder Treffer kostet das Manga-Mädchen eines von drei Leben. Sind sie aufgebraucht, ist das Spiel beendet. Um genau das zu verhindern, kann die fliegende Heldin dem hereinprasselnden Bombenhagel geschickt ausweichen und mit ihrer eigenen Waffe zurückschießen. Zudem kann sie eine Spezialwaffe zünden, die nachhaltig den kompletten Bildschirm leer fegt.

Der hier von der Heldin entfachte Feuersturm ist in der Lage die Schüsse der Gegner abzuwehren. Die eigene Kanone kann das nicht.

Gemeinerweise ist der Einsatz der Spezialwaffe limitiert – zu Beginn des Spiels lässt sich der Feuersturm nur zwei Mal entfachen. Für jeden abgeschossenen Gegner schreibt das Spiel Punkte gut. Konnte man eine Weile die Angriffe überstehen, wartet noch ein großer Boss-Gegner, der besonders viele Treffer aushält und den man nur mit einer guten Strategie niederstrecken kann.

Die Endgegner halten deutlich mehr Schüssen stand, als die normalen Gegner.

Schnell gestrickt

Frozen Dirt entstand im Rahmen des 9-Jam [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in neun Tagen ein komplettes Spiel erstellen. Als einzige Bedingung musste die Comic-Figur Cirno enthalten sein. Trevor Boddy stellt seinen Beitrag auf Itch.io [1] kostenlos zum Download bereit.

Die Angreifer schießen immer in ganz bestimmten Mustern. Auf diese Weise kann man um die Geschosse herumfliegen …

Um das Spiel starten zu können, benötigt man allerdings die Entwicklungsumgebung Löve, die fast alle großen Distributionen in ihren Repositories vorhalten. Das Spiel startet man dann auf der Kommandozeile via love frozendirt.love. Im Spiel bewegt man die Hauptdarstellerin über die Pfeiltasten, mit denen man auch in den Menüs navigiert. [Z] schießt und wählt in Menüs einen Punkt aus. [Umschalt] setzt den Fokus, [X] zündet eine Bombe und mit [R] gelangt man zurück zum Hauptmenü.

… was hier bei solchen Sternschüssen jedoch schon schwieriger wird.

Fazit

Frozen Dirt ist ein einfacher Bullet-Hell-Shooter. Wie die Genrebezeichnung andeutet, schießen die Gegner aus allen verfügbaren Kanonen, was wiederum den Schwierigkeitsgrad erhöht. Den Finger sollte man daher möglichst nicht von der Taste [Z] nehmen. Die Pixelgrafik besitzt einen netten Comic-Look, an die fliegende Hauptdarstellerin hat man sich zudem schnell gewöhnt. Das Gesamtbild trüben allerdings einige Bugs, auf die der Entwickler explizit hinweist. Wer Bullet-Hell-Shooter im Retro-Look mag, sollte das Actionspiel dennoch starten.

Frozen Dirt

Bezugsquelle: https://tboddy.itch.io/frozen-dirt
Entwickler: Trevor Boddy
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit Love

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://tboddy.itch.io/frozen-dirt
  2. [2] 9-Jam: https://itch.io/jam/9
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