Das Spiel zum Wochenende: Fractalus

Das Spiel zum Wochenende: Fractalus

Rettung auf Fractalus

1984 erschien das legendäre Actionspiel Rescue on Fractalus, das vor allem mit seiner beeindruckenden 3D-Grafik begeisterte. Rund 35 Jahre später offeriert Luke Arnold eine eigene Variante des Klassikers, die den Charme des Originals gekonnt einfängt.

Auf dem Planeten Fractalus sind gleich mehrere Raumpiloten gestrandet. Da sie in der dortigen Atmosphäre nicht lange überleben können, startet der Spieler kurzerhand mit seinem Raumgleiter eine Rettungsaktion. Dummerweise leben auf Fractalus auch die außerirdischen J’hagga Ri Kachatki, kurz Jaggies genannt, die gleich mehrfach den Rettungseinsatz behindern.

Der Spieler startet mit seinem Gleiter von einem größeren Mutterschiff, in das er auch alle geretteten Piloten zurückbringen muss.

Bergmassiv

So haben die Jaggies auf einigen Bergen Selbstschussanlagen aufgestellt, die man immerhin mit gezielten Schüssen aus der Bordkanone in ihre Einzelteile zerlegen kann. Gemeiner sind da schon die fliegenden Untertassen, die ziemlich wendig durch die Luft schwirren. Aber auch der Planet selbst erschwert massiv die Rettung: Auf seiner extrem zerklüfteten Oberfläche muss der Spieler erst einmal die gestrandeten Piloten finden. Diese machen mit einem schwachen grünen Licht auf sich aufmerksam, zudem hilft ein Radar im Raumgleiter bei ihrer Ortung.

Eine Rettungsmission läuft immer gleich ab. Zunächst sucht man einen Raumpiloten, die mit grünen Lichtern auf sich aufmerksam machen.

Hat man schließlich einen Piloten aufgestöbert, muss man den Gleiter mit der Landeautomatik auf dem Boden parken und dort die Bordsysteme abschalten. Erst dann läuft der gestrandete Pilot zur Luftschleuse des Gleiters, die man schließlich per Knopfdruck öffnet. Mit dem Deaktivieren der Systeme fährt man allerdings auch die Schutzschilde herunter und ist so während der eigentlichen Rettungsphase schutzlos.

Im nächsten Schritt lässt man das Raumschiff in der Nähe der Absturzstelle landen. Sobald die Systeme deaktiviert sind, läuft der Pilot zum Raumschiff (hier oberhalb des Armaturenbrettes zu sehen).

Gut getarnt

Damit noch nicht genug, haben sich einige Aliens als gestrandete Piloten getarnt. Lässt man einen solchen Jaggie versehentlich ins Raumschiff, randaliert er darin. Konnte man ihn rechtzeitig als Außerirdischen klassifizieren und aussperren, versucht er durch die Windschutzscheibe in den Gleiter einzubrechen und dessen Piloten zu töten.

In späteren Leveln muss man sich mit der eingebauten Kanone sowohl gegen fliegende Untertassen …

Klassiker im neuen Gewand

„Rescue on Fractalus“ erlangte in den 1980er Jahren recht schnell große Popularität [2]. Einen Anteil daran hatte zum einen die für damalige Verhältnisse imposante 3D-Grafik. Das Spiel nutzte sogenannte Fraktale, um auf den schwachbrüstigen Heimcomputern eine dreidimensional wirkende Landschaft zu erzeugen. Davon leitete sich auch der Planetenname „Fractalus“ ab. Zum anderen verriet das Handbuch nichts über die getarnten Außerirdischen. Das plötzliche Auftauchen eines Aliens an der Windschutzscheibe des Gleiters erschreckte insbesondere viele junge Computerspieler.

… als auch Geschütztürme wehren.

An einer zeitgemäßen Neuauflage des Klassikers werkelt derzeit Luke Arnold. Obwohl sein „Fractalus“ erst in der Version 0.9 vorliegt, sind bereits alle wesentlichen Elemente des Originals umgesetzt. Wer selbst eine Rettungsmission starten möchte, muss dazu lediglich auf der entsprechenden Website [1] dem Link Fractalus 0.9.0 for Linux (70.6MB) folgen und das dabei erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken. Nutzer eines 32-Bit-Systems starten dann das Programm Fractalus.x86, während auf einem 64-Bit-System Fractalus.x86_64 auszuführen ist.

Über diese Tasten steuert man den Raumgleiter.

Fazit

Das Remake von Luke Arnold fängt die Atmosphäre des legendären Vorbilds sehr gut ein. Das Spielprinzip funktioniert zudem immer noch: Man verfällt unweigerlich in eine kurze Anspannung, wenn der Pilot auf das Schiff zuläuft und man schnell nach Anzeichen eines Aliens sucht. Die Berglandschaft ist zwar recht karg und eintönig, für ein Hobbyprojekt jedoch recht ansehnlich. Wer das Original liebte, sollte Fractalus unbedingt anspielen – und alle anderen ebenso.

Rechts unten steht neben „R“ die Entfernung zum nächsten gestrandeten Piloten. Wie viele man von ihnen bereits gerettet hat, steht neben „P“.

Fractalus

Bezugsquelle: https://www.lsdwa.com/projects/fractalus/
Entwickler: Luke’s Software and Design (Luke Arnold)
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, Grafikkarte mit Unterstützung von OpenGL 3.2, möglichst proprietäre Grafikkartentreiber

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://www.lsdwa.com/projects/fractalus/
  2. [2] Englischsprachiger Wikipedia-Eintrag zu Rescue on Fractalus!: https://en.wikipedia.org/wiki/Rescue_on_Fractalus!
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