Das Spiel zum Wochenende: MIDInight Run

Das Spiel zum Wochenende: MIDInight Run

Lauf durch Pinneberg

Sonntagmorgen joggen viele Menschen zum Takt ihrer Lieblingsmusik. Warum aber nicht einfach mal in der Musik laufen? Ein Geschicklichkeitsspiel von Corey Martin macht genau das möglich.

Das Spiel MIDInight Run greift sich ein Musikstück und erstellt daraus einen Hindernisparcours. Diesen muss man möglichst schnell in der Ich-Perspektive durchlaufen, ohne dabei gegen ein Hindernis zu stoßen.

Mit den Pfeiltasten muss man einfach nur den bunten Stäben ausweichen.

Mit den Pfeiltasten muss man einfach nur den bunten Stäben ausweichen.

Bunte Stäbchen

Die zu absolvierende Strecke baut MIDInight Run aus sogenannten MIDI-Dateien. Die enthalten eigentlich Steuerdaten für Synthesizer und andere Musikgeräte. Dazu gehören insbesondere die zu spielenden Noten. Für diese Daten stellt das Spiel in einem langen Gang bunte Stäbe auf. Musiker dürfte das Ergebnis sofort an eine 3D-Darstellung ihres MIDI-Sequenzers erinnern.

 Links wählt man das Musikstück, rechts die Klangbibliothek. Im Idealfall passt die Bibliothek zum Musikstück, für Mario Kart sollte man auch die „Soundfont“ Mario Kart wählen.

Links wählt man das Musikstück, rechts die Klangbibliothek. Im Idealfall passt die Bibliothek zum Musikstück, für Mario Kart sollte man auch die „Soundfont“ Mario Kart wählen.

Sobald man sich für eine MIDI-Datei und somit ein Musikstück entschieden hat, läuft man unaufhaltsam los. Ziel ist es, möglichst bis ans Ende des Musikstücks zu gelangen, ohne dabei gegen einen Stab zu laufen. Für jeden Schritt schreibt das Spiel Punkte gut. Per Leertaste lässt sich die Laufgeschwindigkeit und somit auch gleich ausgeschütteten Punkte verdoppeln.

Der Schwierigkeitsgrad hängt maßgeblich vom Stück ab. Während man bei diesem einfach geradeaus weiterlaufen kann …

Der Schwierigkeitsgrad hängt maßgeblich vom Stück ab. Während man bei diesem einfach geradeaus weiterlaufen kann …

Eigenbedarf

MIDInight Run liegen bereits ein paar MIDI-Dateien bei. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus bekannten Videospielmelodien und Pop-Songs. Wem das nicht ausreicht, der kann auch eigene MIDI-Dateien einbinden. Dazu muss man sie lediglich in das Verzeichnis kopieren, das der Startbildschirm rechts oben verrät. Während des Laufens spielt MIDInight Run die Musik auch ab. Dazu muss man sich auch noch eine Instrumentensammlung aussuchen. Je nach gewähltem Set klingt dann die Wiedergabe künstlicher oder realistischer.

 … ist das hier nicht mehr so einfach möglich.

… ist das hier nicht mehr so einfach möglich.

Corey Martin entwickelte sein Geschicklichkeitsspiel in nur 48 Stunden im Rahmen des Wettbewerbs Ludum Dare 41 [2]. Das Ergebnis steht kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Auf der entsprechenden Seite muss man nur auf Download neben dem Pinguin-Symbol klicken. Das erhaltene Archiv entpackt man auf der Festplatte, macht die Datei midinight-run.x86 ausführbar und startet sie. Das Spiel liegt ausschließlich in einer 32-Bit-Fassung vor.

Die weiße Querstrebe markiert das Ende des Stücks und somit das Ziel.

Die weiße Querstrebe markiert das Ende des Stücks und somit das Ziel.

Fazit

In MIDInight Run sprintet man durch ein Musikstück. Die extrem interessante Idee leidet allerdings unter der Umsetzung. So ist es etwa bei einigen Musiktiteln möglich, einfach an der Seite neben den ganzen Hindernissen vorbeizulaufen. Man benötigt zudem zwingend MIDI-Dateien, die man in aller Regel erst einmal irgendwie beschaffen muss. Abschließend kann MIDInight Run durch die mangelnde Abwechslung nicht langfristig motivieren. Wer allerdings derartige Geschicklichkeitsspiele mag, sollte MIDInight Run antesten – einige Musikstücke sind durchaus fordernd.

MIDInight Run

Bezugsquelle: https://toboggan.itch.io/midinight-run
Entwickler: Corey Martin
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution
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