Das Spiel zum Wochenende: Mountain

Das Spiel zum Wochenende: Mountain

Rotierender Berg

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem ganz persönlichen Berg! Betrachten Sie in Ruhe die grünen Wiesen und die sich langsam im Wind wiegenden Bäume. Rotieren Sie den Berg oder halten Sie die Zeit an.

Mountain von David OReilly zeigt dem Spieler zunächst hintereinander drei weiße Flächen, die er mit der Maus bemalen nach Belieben bemalen muss. Aus den so entstehenden schwarzen Strichzeichnungen generiert dann ein Algorithmus einen Berg. Der wiederum besitzt einen grünen Rasen, einige Bäume und natürlich an seinem oberen Ende ein paar fluffige weiße Wölkchen. Damit ist das komplette Spiel auch schon beschrieben.

Zu Beginn malt man ein paar schwarze Striche, passend zum angezeigten Thema. Aus diesen Bildern …

Zu Beginn malt man ein paar schwarze Striche, passend zum angezeigten Thema. Aus diesen Bildern …

Drehwurm

In Mountain kann man den Berg mit der Maus rotieren und neigen sowie mit dem Mausrad zoomen. Ein Klick auf ein Symbol am linken unteren Bildschirmrand verlangsamt die Zeit. Des Weiteren darf der Spieler über ein Notensymbol mehrere Rechtecke aufklappen, die bei einem Klick mit der Maus einen Ton abspielen.

… erzeugt das Spiel einen individuellen Berg.

… erzeugt das Spiel einen individuellen Berg.

David OReilly verkauft sein extrem minimalistisches Spiel für einen 1 US-Dollar bei Itch.io [2], sowie 1 Euro bei Steam [3] und im Humble Store [4]. Wer bei Itch.io und im Humble Store ordert, erhält eine kopierschutzfreie Version. Mountain liegt sowohl in einer 32- als auch einer 64-Bit-Fassung vor.

Ein Klick auf die Note am rechten unteren Rand öffnet diese Felder, die bei einem Mausklick einen Ton von sich geben.

Ein Klick auf die Note am rechten unteren Rand öffnet diese Felder, die bei einem Mausklick einen Ton von sich geben.

Im Paket günstiger

Des Weiteren ist Mountain derzeit noch Teil des Humble Double Fine Presents Bundles [5]. Bei dieser Sonderaktion darf man für mehrere Spiele bezahlen, was man möchte – mindestens jedoch einen Euro. Wer diesen investiert, erhält auch noch das Jump-and-Run-Spiel 140 dazu, ab dem derzeit von allen Käufern gezahlten Durchschnittspreis gibt es noch weitere Spiele obendrauf.

Nach jeweils einigen Minuten gibt es einen Tag- und Nachtwechsel.

Nach jeweils einigen Minuten gibt es einen Tag- und Nachtwechsel.

Fazit

Ist das ernst gemeint? Und wann ist ein Spiel noch ein Spiel? Diese Fragen stellt man sich unweigerlich nach dem Start von Mountain. David OReilly verkauft und vermarktet sein Programm zwar als Spiel, als Anwender ist man jedoch zum Zuschauen verdammt.

Über das Scrollrad der Maus kann man an den Berg heran- …

Über das Scrollrad der Maus kann man an den Berg heran- …

Genau diesen Aspekt nimmt der Entwickler selbst mit Humor. So hebt er als „Features“ seines Spiels explizit hervor, dass es keine Steuerung gäbe, die Zeit vergeht, Dinge wachsen und sterben und man ungefähr 50 Stunden Spielzeit erhalten würde. David OReilly ordnet Moutain zudem den Genres „Existential Nature Simulator“, „Relax em’ up“ und „Art Horror“ zu.

… und bis ins All von ihm wegzoomen.

… und bis ins All von ihm wegzoomen.

Ob Mountain tatsächlich noch ein Spiel ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer das Programm kauft, sollte allerdings wissen, worauf er sich einlässt. Der Blick auf den drehenden Berg hilft zumindest sich ein wenig zu entspannen.

Mountain

Bezugsquelle: http://mountain-game.com/
Entwickler: David OReilly
Lizenz: Kommerziell
Preis: 0,99 Euro (Steam / Humble Store), 1 US-Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, Prozessor mit mindestens 1,7 GHz, Grafikkarte der Klasse Radeon HD5450 oder besser
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