Die von Adriaan de Jongh geschaffene Welt ist vollgestopft mit Gegenständen, Personen und Tieren. Da ist es gar nicht so einfach, mehrere gesuchte Objekte zu finden. Spieler brauchen neben einem guten Auge auch etwas Entdeckungsdrang.
In Hidden Folks blickt der Spieler auf eine schwarzweiße Tuschezeichnung. Auf ihr ist eine Landschaft zu sehen, in der gerade ziemlich viel passiert. Unter anderem streiten Affen um Bananen, während auf der anderen Seite ein Schmetterlingsforscher mit seinem Netz auf Jagd geht. In diesem Gewusel muss der Spieler mehrere vorgegebene Objekte, Tiere und Personen finden. Sobald er sie erspäht hat, klickt er sie einfach an. Konnte er eine vorgegebene Anzahl ausmachen, geht die Suche in der Nachbarschaft mit einer neuen wuseligen Szene von vorne los. Das Spielprinzip folgt somit einem Wimmelbildspiel. Hidden Folks macht jedoch ein paar Dinge etwas anders.

Zu Beginn ist die Szene noch recht übersichtlich und somit die Suche nach den unten angegebenen Gegenständen und Personen relativ einfach.
Farbarm
Das beginnt mit der Schwarzweißgrafik, welche die Suche noch einmal erschwert. Die Szenen sind zudem größer als der Bildschirm. Per Mausrad kann man in die Landschaft hinein und hinaus zoomen und sich so einen Überblick verschaffen beziehungsweise Details genauer unter die Lupe nehmen.

Im weiteren Verlauf werden die Szenen nicht nur größer, viele Elemente wiederholen sich – wie hier etwa die Zelte. Dies macht die Suche noch kniffliger.
Mit einem Klick auf einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier löst man in der Regel zumindest eine kleine Animation oder ein Geräusch aus. Letztere spricht Adriaan de Jongh allesamt selbst ein. Die Betonung liegt dabei auf „spricht“: Der Entwickler erzeugt sämtliche Geräusche und Laute mit seinem Mund.

Hier läuft der Abenteurer auf dem Holzsteg stur immer weiter nach rechts. Per Mausklick muss man alle Hindernisse aus dem Weg räumen.
Marsch, Marsch
Das Spiel selbst sorgt auch immer wieder für Abwechslung. So muss man etwa einem Abenteurer bei seinem Marsch durch ein Dschungeldorf den Weg frei klicken und mit gezielten Mausklicks Brücken bauen. Insgesamt warten über 25 Gebiete auf ihre Erkundung. Sollte man einmal nicht mehr weiter wissen, kann man mit einem Klick auf einen gesuchten Gegenstand eine kleine Hilfe abrufen. Sie gibt dann einen Hinweis auf die Region, in der die gesuchte Person oder der Gegenstand zu finden ist.

Hier liefert das Spiel einen Hinweis, wo sich der gesuchte Affe versteckt. Ein Anhaltspunkt könnten Bananen sein.
Adriaan de Jongh verkauft sein Wimmelbildspiel für knapp 10 US-Dollar bei Itch.io [2] sowie für 8 Euro auf Steam [3]. Im ersten Fall erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Fassung von Hidden Folks, die allerdings nur in einer 64-Bit-Fassung vorliegt. Das Spiel ist zudem für iOS- und Android-Geräte erhältlich.

Mit gezielten Mausklicks lässt sich die Landschaft verändern und beispielsweise hier das Schilf einreißen.
Fazit
Hidden Folks ist ein äußerst liebevoll gestaltetes Wimmelbildspiel. Es besticht durch die Charaktere und die kleinen Puzzles, die immer wieder für etwas Abwechslung sorgen. Die mit dem Mund erzeugten Geräusche führen zu einer ungewöhnlichen und gleichzeitig witzigen Klangkulisse. Adriaan de Jongh hat sogar extra ein Paket mit ausgewählten Sounds geschnürt, das er für knapp 2 Dollar auf Itch.io verkauft [4]. Anders als viele Konkurrenzspiele erzählt Hidden Folks jedoch keine Geschichte. Immerhin sind die Szenen meist lose miteinander verknüpft. Wer Wimmelbildspiele mag, sollte dennoch unbedingt zugreifen.
| Bezugsquelle: | https://adriaan.itch.io/hidden-folks |
| Entwickler: | Adriaan de Jongh |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 9,99 US-Dollar (Itch.io) / 7,99 Euro (Steam) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution, Prozessor mit SSE2-Befehlssatz |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://hiddenfolks.com/
- [2] Itch.io: https://adriaan.itch.io/hidden-folks
- [3] Steam: https://store.steampowered.com/app/435400/Hidden_Folks/
- [4] Sound Pack: https://adriaan.itch.io/hidden-folks-mouth-sounds





