Ein Rennfahrer muss möglichst schnell mit seinem Boliden eine vorgegebene Strecke meistern. In einem Spiel von Paul Joannon erschweren das allerdings zahlreiche Löcher in der Fahrbahn, die man dort zuvor selbst hineingerissen hat.
Das Spielprinzip von Trackblasters ist extrem simpel: Wie im berühmten Vorbild „Micro Machines“ blickt der Spieler von oben auf eine Rennstrecke. Auf ihrer steuert er mit den Pfeiltasten einen kleinen niedlichen Flitzer. Dieser hat allerdings nicht ganz umsonst die Form eines Totenkopfs.
Bombenstimmung
In regelmäßigen Abständen wirft das Fahrzeug automatisch eine Bombe auf die Fahrbahn. Das explosive Objekt reißt nach ein paar Sekunden ein Loch in den Asphalt. Der Begriff „Loch“ ist dabei wörtlich zu nehmen: Da sich die Rennstrecke auf einer fliegenden Plattform befindet, geht es nach der Detonation der Bombe an der entsprechenden Stelle ziemlich weit nach unten.
Da es sich um einen Rundkurs handelt, zerlegt der Spieler nicht nur die eigene Fahrbahn, er muss auch zunehmend um seine eigenen Löcher herum manövrieren. Gleichzeitig tickt unaufhaltsam die Stoppuhr. Sollte der Rennwagen in ein Loch oder von der Plattform fallen, verliert man glücklicherweise nur etwas Zeit. Das Spiel setzt den Wagen umgehend wieder auf die Fahrbahn – allerdings ein gutes Stück von der Unfallstelle entfernt.

Diese Rennstrecke bietet netterweise Abzweige: Sollte einer beschädigt sein, kann man den anderen nehmen – sofern der nicht auch bereits ramponiert ist.
Schnell entwickelt
Trackblasters bietet vier unterschiedlich stark verschlungene Strecken, zwei weitere lassen sich freischalten. Auf jeder Strecke sind unverrückbar drei Runden zu absolvieren. Die Start- und Ziellinie muss man sich im Kopf vorstellen: Die Entwickler entschuldigen sich auf ihrer Internetseite explizit dafür, diese wichtige Markierung nicht eingezeichnet zu haben [2].

Diese Rennstrecke verfügt über extrem gewundene und schmale Straßen. Hier muss man besonders aufpassen, dass eine Bombe die Straße nicht gänzlich unpassierbar macht.
Das kleine Rennspiel entstand im Rahmen des Ludum Dare 42 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur vier Tagen ein komplettes Spiel zum Thema „Running out of space“ entwickeln. Trackblasters stellt auf Itch.io zum kostenlosen Download bereit [1]. Dort lässt sich das Autorennen auch direkt im Browser ausprobieren. Wer die Linux-Fassung herunterladen möchte, klickt auf Download neben dem Linux-Symbol, entpackt das Archiv auf der Festplatte und startet dort dann das Programm TrackBlasters.x86_64. Wie der Dateiname bereits dezent andeutet, steht das Spiel nur für 64-Bit-Systeme bereit. Die Auswahl einer Strecke erfolgt mit der Leertaste, die Pfeiltasten steuern den Boliden, während [Esc] ein Menü einblendet.
Fazit
Trackblasters hat eine simple, aber geniale Spielidee: Gasgeben und dabei den eigenen Bombenkratern ausweichen. Die verschiedenen Strecken sind abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet. Da man die Ideallinie nur einmal befahren kann, brauchen Spieler zudem eine Strategie für die kommenden Runden.
Nachdem man die wenigen vorhandenen Strecken gespielt hat, wünscht man sich allerdings auch von allem mehr. Neben weiteren Strecken vermisst man insbesondere einen Multiplayer-Modus, bei dem man die Gegner in die eigenen Löcher schubsen könnte. In der aktuellen Form bleibt Trackblasters somit eine witzige Ablenkung in der Mittagspause.
| Bezugsquelle: | https://mysweetwhomp.itch.io/trackblasters |
| Entwickler: | My Sweet Whomp (Paul Joannon) |
| Lizenz: | Eigene (Closed Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://mysweetwhomp.itch.io/trackblasters
- [2] Ludum Dare 42: https://ldjam.com/events/ludum-dare/42/trackblasters









