Das Spiel zum Wochenende: Magnethead Construction Company

Das Spiel zum Wochenende: Magnethead Construction Company

Anziehend

Einen Wolkenkratzer aus Eisenträgern zu errichten sollte für einen gestandenen Bauarbeiter eigentlich kein Problem sein – wäre der Experte für Hochhäuser nicht ein lustiger kleiner Magnet. Die entsprechenden Folgen ergeben ein schweißtreibendes Slapstick-Comedy-Physik-Spiel.

Im Geschicklichkeitsspiel „Magnethead Construction Company“ steuert der Spieler einen gutgelaunten Hufeisenmagneten über eine Baustelle. Auf der liegen allerhand Eisenträger für einen ordentlichen Wolkenkratzer herum. Mit seiner magnetischen Anziehungskraft muss der kleine U-förmige Bauarbeiter einen Eisenträger aufheben und ihn dann zu einer blau markierten Position am langsam wachsenden Hochhaus bringen. Allerdings ist das Vorhaben nicht ganz so einfach, wie es zunächst klingt.

Der Magnet zieht alle metallischen Gegenstände in seiner direkten Umgebung an – was dann insbesondere die Fortbewegung erschwert.

Der Magnet zieht alle metallischen Gegenstände in seiner direkten Umgebung an – was dann insbesondere die Fortbewegung erschwert.

Unfallverhütungsvorschriften

So zieht der kleine Magnet grundsätzlich alle metallischen Gegenstände an, von denen auf dem Bauplatz einige herumliegen. Insbesondere den ansonsten unnützen Fässern und Metallstangen sollte man möglichst nicht zu nahe kommen. Hat man sie einmal am Magneten kleben, behindern sie unweigerlich das Fortkommen und somit die Arbeit. Aus dem gleichen Grund sollte man auch tunlichst darauf achten, nicht mehrere Eisenträger gleichzeitig anzuziehen.

Zunächst hebt man einfach einen Träger mit dem kleinen Magneten auf …

Zunächst hebt man einfach einen Träger mit dem kleinen Magneten auf …

Sobald das Erdgeschoss steht, muss man sich zudem überlegen, wie in die oberen Stockwerke gelangt. Als Helfer steht auf dem Bauplatz ein Kran herum, an dessen metallischem Haken man sich hochziehen lassen kann. Das Spiel simuliert dabei stets die physikalischen Gesetze: Je mehr Metall am Körper des Magneten klebt, desto schwerer wird er. Zudem ist der Magnet an seinen Polen stärker, als an seinem restlichen Körper. Dies kann man beim Hochklettern auf den halb fertigen Wolkenkratzer ausnutzen.

… und läuft dann zu einem blau markierten Platzhalter. Dort setzt das Spiel den Träger automatisch passend ein.

… und läuft dann zu einem blau markierten Platzhalter. Dort setzt das Spiel den Träger automatisch passend ein.

Geregelte Arbeitszeiten

Zu allem Überfluss tickt auch noch unaufhaltsam eine Uhr herunter. Sobald dieser Countdown abgelaufen ist, rechnet das Spiel ab: Für jeden korrekt platzierten Eisenträger gibt es Punkte gutgeschrieben. Je höher der Wolkenkratzer während der Arbeitszeit gewachsen ist, desto mehr Punkte hat der Magnet auf seinem Konto. Neben den Punkten bekommt man 10 Sekunden für jeden platzierten Eisenträger gutgeschrieben, für jedes komplettierte Geschoss sogar eine Minute.

Die Bedienung ist schnell erklärt: Den Magneten steuern die Pfeiltasten, die Leertaste lässt ihn springen. Durch schnelle Sprungbewegungen schüttelt man zudem unliebsames Metall ab.

Die Bedienung ist schnell erklärt: Den Magneten steuern die Pfeiltasten, die Leertaste lässt ihn springen. Durch schnelle Sprungbewegungen schüttelt man zudem unliebsames Metall ab.

Magnethead Construction Company entstand im Rahmen des SalvageJam [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer innerhalb von fünf Tagen ein Spiel fertig programmieren, das sie irgendwann einmal in ihrer Vergangenheit angefangen hatten. Andrew Wang griff dabei seinen kleinen Magnetkopf auf. Das fertige Spiel stellt er kostenlos bei Itch.io zum Download bereit [1]. Dort muss man nur auf Download neben dem Linux-Archiv klicken und dieses dann auf der Festplatte entpacken. Besitzer eines 32-Bit-Systems starten dann das Programm magnethead_v1.0.3_linux.x86, Nutzer eines 64-Bit-Systems verwenden magnethead_v1.0.3_linux.x86_64 .

Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, kann man entweder klettern ...

Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, kann man entweder klettern …

Fazit

Magnethead Construction Company besitzt nicht nur eine extrem witzige Idee, sondern auch einen charmanten Hauptdarsteller. Das Spielprinzip ist zwar simpel, durch die Physik und die wirkenden Anziehungskräfte verlangt der Hausbau jedoch relativ viel Geschick. Hat man mit dem liebevollen kleinen Magneten jedoch erst einmal zwei Geschosse gebaut und somit den Dreh raus, gestaltet sich das Hochziehen des Wolkenkratzers als recht eintönige Angelegenheit. Wer Geschicklichkeitsspiele mit Physik mag, sollte Magnethead Construction Company dennoch unbedingt anspielen.

… oder sich vom Kran helfen lassen. Dessen Position steuert man über die gelben Bodenplatten. Der Monitor zeigt dabei die aktuelle Position des Krans.

… oder sich vom Kran helfen lassen. Dessen Position steuert man über die gelben Bodenplatten. Der Monitor zeigt dabei die aktuelle Position des Krans.

Magnethead Construction Company

Bezugsquelle: https://andyman404.itch.io/magnethead-construction-company
Entwickler: Andrew Wang
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik-Beschleunigung
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