Der kleine Hund Sparky hat es nicht leicht: Sein Aktionsradius ist nicht nur auf das Terminal beschränkt, in einem Geschicklichkeitsspiel von Gerald Isaac Schwarz gerät das Finden neuer Freunde auch noch zu einer ziemlich herausfordernden Angelegenheit.
In „Sparky“ steuert der Spieler den kleinen namensgebenden Hund. Dieser streunt per Tastendruck durch das aktuelle Terminal-Fenster. Um ihn herum wuseln ein paar weitere Artgenossen sowie mehrere Herren in feinen Anzügen. Alle Fremden sind rot gefärbt und scheinen es ziemlich eilig zu haben. Dennoch möchte der einsame Sparky gerne mit ihnen neue Freundschaften schließen.

Der gelbe Hund ist Sparky, der einfach alle roten Hunde und Schlipsträger berühren muss. Was im ersten Level bei zwei Anwesenden noch einfach ist …
Berührend
Dazu muss er lediglich die Hunde und Angestellten einzeln berühren. Die so gewonnenen neuen Freunde färben sich umgehend grün. Kollidiert eine grüne Gestalt allerdings irgendwann mit einem roten Hund oder Geschäftsmann, vergessen sie ihre Freundschaft umgehend wieder und färben sich rot. Ziel ist es, alle roten Fremden in grüne Freunde zu verwandeln. Anschließend geht es die Suche nach Freunden in einem neuen Level mit mehr beteiligten Personen von vorne los.
Sparky läuft vollständig in einem Terminal-Fenster und nutzt dort zur Darstellung der Figuren ausschließlich Textzeichen (ASCII-Grafik). Wer Ubuntu einsetzt, kann sich das Spiel schnell über ein Snap installieren [2]. Auf allen anderen Distributionen muss man den unter der GPL v2 stehenden Quellcode selbst übersetzen. Dazu benötigt man den C++-Compiler, das Hilfsprogramm make und das Entwicklerpaket für die Bibliothek ncurses. Unter Ubuntu heißt das passende Paket libncurses-dev.

Da sich in einem vergrößerten Terminal-Fenster die Laufwege erhöhen, steigt auch noch einmal der Schwierigkeitsgrad an.
Übersetzerdienst
Anschließend lädt man sich bei GitHub den Quellcode herunter, indem man rechts auf den grünen Button Clone or download klickt und dann Download ZIP wählt. Auf der Festplatte entpackt man das Quellcode-Archiv und ruft dann im neu entstandenen Verzeichnis make auf. Anschließend startet man das Programm ./sparky. Das Terminal-Fenster sollte eine ausreichende Größe besitzen. Bei zu kleinen Fernstern kann obendrein die Darstellung verzerrt erscheinen. Den Hund steuern Spieler über die Pfeiltasten, [Esc] beendet das Spiel.

Wichtig ist nur, dass man die Personen irgendwo berührt. Die Männer sind durch ihre Körpergröße wesentlich leichter zu treffen als die Hunde.
Fazit
Sparky wirkt auf den ersten Blick extrem simpel und unansehnlich: Mit den Pfeiltasten schiebt man einen Haufen Textzeichen über den Bildschirm und berührt dabei alle anwesenden Strichmännchen. Spätestens im dritten Level bilden sich jedoch Schweißperlen auf der Stirn. Ab dann wuseln grundsätzlich immer dort rote Fremde herum, wo man sie gerade überhaupt nicht brauchen kann. Sparky wird so zu einer echten Herausforderung, mit der man so manche Kaffeepause überbrücken kann. Da es in einem Terminal läuft, lässt es sich auch ohne grafische Benutzeroberfläche im Serverraum spielen.
| Bezugsquelle: | https://github.com/Lestibournes/Sparky |
| Entwickler: | Gerald Isaac Schwarz |
| Lizenz: | GPL v2 |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution, C++-Compiler, make und Ncurses-Bibliothek |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://github.com/Lestibournes/Sparky
- [2] Snap-Paket mit Sparky: https://snapcraft.io/sparky






