Das Spiel zum Wochenende: Plug & Play

Das Spiel zum Wochenende: Plug & Play

Schnell eingestöpselt

Einen Stecker in eine Steckdose zu stecken klingt nach einer einfachen Aufgabe. In einem Spiel des schweizerischen Etter Studios wird daraus jedoch schnell ein etwas skurriles Unterfangen, für das man zumindest teilweise etwas Köpfchen braucht.

Auf dem Bildschirm hängt eine weiße Steckdose an einer weißen Wand. Auf der Erde liegt ein dazu passendes Stromkabel. Letztgenanntes ist schnell mit der Maus aufgehoben und in die Steckdose gestöpselt. Damit ist bereits das Spielprinzip von Plug & Play komplett erklärt.

Der Titel des Spiels ist Programm: Man muss einfach das Kabel …

Der Titel des Spiels ist Programm: Man muss einfach das Kabel …

Steckdosen

Im surrealen Denkspiel Plug & Play verbringt man seine Zeit mit dem Einstöpseln und Verbinden von Gegenständen oder dem Herumschubsen von merkwürdigen Steckermännchen. Mal müssen zwei aufeinander zustrebende Finger miteinander kollidieren, dann wieder mehrere Männchen sich gegenseitig umschubsen. Die Grafik beschränkt sich dabei auf einfache schwarzweiße Kritzeleien.

… mit der Maus aufheben und in die Steckdose stecken.

… mit der Maus aufheben und in die Steckdose stecken.

Plug & Play basiert auf dem gleichnamigen animierten Kurzfilm des Schweizers Michael Frei, der bereits zahlreiche internationale Preise gewonnen hat. Zusammen mit dem Entwickler Mario von Rickenbach entstand das zugehörige Spiel. Die Macher verkaufen Plug & Play derzeit für 3 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] sowie für 3 US-Dollar bei Itch.io [4]. In den beiden letztgenannten Online-Shops erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Der Humble Store spendiert zusätzlich einen Key, mit dem sich Plug & Play auf Steam freischalten lässt.

Im späteren Verlauf trifft man auch auf Finger ...

Im späteren Verlauf trifft man auch auf Finger …

Fazit

Die Entwickler beschreiben ihr eigenes Spiel als „surreales Spiel mit Steckern“ („… a surreal play with plugs“). Damit treffen sie den Nagel auf den Kopf: In Plug & Play stöpselt man eine Viertelstunde lang einfach Gegenstände oder Körperteile ineinander. Dem Kurzfilmspiel merkt man zudem an, dass es eigentlich auf Mobilgeräten zu Hause ist.

… und diese lustigen Männchen.

… und diese lustigen Männchen.

Plug & Play erzählt keine Geschichte, sondern zeigt einfach nur eine Folge von surrealen Szenen. Die Aufgaben sind dabei extrem einfach zu lösen, so dass sich das Spiel eher wie ein 15 minütiger interaktiver Experimentalfilm anfühlt. Wer noch nicht weiß, ob er die 3 Euro ausgeben möchte, sollte sich die Videos in den Online-Shops ansehen.

Das Spiel hält zudem kleinere Rätsel bereit. Hier scheint es auf den ersten Blick keine Steckdose für das Kabel zu geben.

Das Spiel hält zudem kleinere Rätsel bereit. Hier scheint es auf den ersten Blick keine Steckdose für das Kabel zu geben.

Plug & Play

Bezugsquelle: https://plugplay.ch/
Entwickler: Etter Studio (Michael Frei und
Mario von Rickenbach)
Lizenz: Kommerziell
Preis: 2,99 Euro (Steam und Humble Store), 3 US-Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, mindestens 1 GByte Hauptspeicher
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