Das Malprogramm Krita liegt in einer neuen Version vor, die zahlreiche interessante Änderungen mitbringt. So vereinfacht Krita 4.1 unter anderem die Arbeit mit Animationen und auf mehreren Bildschirmen. Obendrauf gibt es noch ein neues Reference Image-Werkzeug.
Analog zu den Workspaces speichern die neuen Window Layouts die Layouts, Größen und Positionen mehrerer Krita-Fenster. Window Layouts helfen vor allem Anwendern mit mehreren Bildschirmen oder wechselnden Konfigurationen – beispielsweise wenn man ein Notebook an verschiedene externe Monitore anstöpselt. Krita 4.1 kann zudem das gerade bearbeitete Bild in allen geöffneten Krita-Fenstern gleichzeitig anzeigen. Auf diese Weise kann man beispielsweise auf einem kleinen Bildschirm eine Übersicht anzeigen, während man auf einem weiteren großen Bildschirm ein Detail des Bildes bearbeitet. Des Weiteren kann Krita das primäre Workspace-Layout automatisch auf das Fenster übertragen, das gerade den Fokus erhält oder erhalten hat.
Die komplette Arbeitsumgebung inklusive der gerade geöffneten Bilder lässt sich zudem als sogenannte Session speichern und schnell wieder herstellen. Auf diese Weise können Künstler direkt dort weiterarbeiten, wo sie aufgehört haben.
Animationen
Die Arbeit mit Animationen erleichtern neue Funktionen. So können Zeichner jetzt unter anderem Frames verschieben, kopieren und die Wiedergabegeschwindigkeit vorgeben. Darüber hinaus gibt es eine überarbeitete Timeline. Krita 4.1 verarbeitet zudem größere Animationen, indem es gerenderte Frames auf der Festplatte zwischenspeichert.
Reference Image Tool
Künstler verwenden häufig Fotos als Vorlagen für ihre Zeichnungen. Krita erleichtert den Umgang mit diesen Reference Images mit einem neuen Werkzeug. Mit ihm können Künstler mehrere Referenzbilder auf einmal einladen und auf der Zeichenfläche platzieren. Die Bilder lassen sich zudem mit dem Tool rund um beziehungsweise außerhalb der Malfläche anordnen. Des Weiteren können Künstler mit dem „Reference Image Tool“ jedes Bild skalieren und rotieren, sowie die Transparenz und Sättigung der Bilder anpassen. Abschließend lässt sich festlegen, ob Krita die geladenen Referenzbilder direkt in der KRA-Datei oder nur als Link speichern soll.
Weitere Kleinigkeiten
Der Farbwähler erlaubt jetzt, Farben beim Aufnehmen zu mischen. Ist die entsprechende Einstellung aktiviert, „saugt“ der Pinsel die vorhandene Farbe auf der Zeichenfläche auf und mischt sie mit der aktuell eingestellten Farbe.
Den Fluchtpunkt-Assistenten haben die Entwickler verbessert. Krita lässt sich jetzt auch so übersetzen, dass es mit Python 2 zusammenarbeitet. Dies ist vor allem für Effektstudios wichtig, die häufig noch Python 2 verwenden. Krita 4.1 unterstützt zudem weitere RAW-Dateiformate.
Abschließend sind in die Version 4.1 die ersten Ergebnisse aus dem Google Summer of Code eingeflossen, welche die Performance der Pinselmasken verbessern sollen.
Alle Neuerungen listen ausführlich die Release Notes auf.




