Das Spiel zum Wochenende: Lost Sea

Das Spiel zum Wochenende: Lost Sea

Verschollen im Bermudadreieck

Südseeinseln sind alles andere als lauschig. Insbesondere wenn sie im Bermudadreieck liegen und zahlreichen mutierten Pflanzen, Tieren und merkwürdigen Fantasiewesen eine Heimat bieten. Um dort zu bestehen, sollte man sich möglichst mit einem Gamepad bewaffnen.

Im Action-Rollenspiel von Eastasiasoft Limited strandet der Spieler nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel. Ein am Strand gefundener Metallgegenstand ist schnell zur Machete umfunktioniert, mit der man sich durch die Vegetation einen Weg ins Innere der Insel bahnt. Dort muss man nicht nur gegen angriffslustige Vögel vorgehen, man trifft auch auf weitere gestrandete Personen. Einer von ihnen behauptet, man sei über ein Portal im Bermudadreieck in eine andere Welt geschleudert worden. Die einzige Möglichkeit nach Hause würde über die Erkundung von mehreren weiteren Inseln führen.

An der Absturzstelle findet man eine Machete, die im Folgenden noch extrem nützlich sein wird.

An der Absturzstelle findet man eine Machete, die im Folgenden noch extrem nützlich sein wird.

Erkundungstour

In Lost Sea wählt der Spieler zunächst einen von mehreren namenlosen Helden oder Heldinnen aus. Ihn oder sie steuert der Spieler dann aus einer leicht schrägen Vogelperspektive über die Inseln. Dort gilt es Steintafeln zu finden, die wiederum den Zugang zu weiteren Inseln ermöglichen. Den Aufbau der einzelnen Inseln erzeugt das Spiel zufällig, jede Partie spielt sich folglich immer wieder anders.

Die gefundenen Steintafeln bestimmen, welche der Inseln man als Nächstes anfahren kann.

Die gefundenen Steintafeln bestimmen, welche der Inseln man als Nächstes anfahren kann.

Die Suche erschwert die immer wieder angreifende Flora und Fauna. Jeder Gegner besitzt dabei seine ganz eigene Angriffsmethode. So springen Kröten in die Luft, sind nach der Landung jedoch kurze Zeit bewusstlos. Für jeden erledigten Gegner gewinnt der Held oder die Heldin Erfahrungspunkte.

Die Steintafeln muss man einzeln zurück zum Hafen tragen. Kämpfen kann man währenddessen nur, indem man die Tafel vorübergehend ablegt.

Die Steintafeln muss man einzeln zurück zum Hafen tragen. Kämpfen kann man währenddessen nur, indem man die Tafel vorübergehend ablegt.

Auf der Erkundungstour stößt man zudem auf zahlreiche Kisten und Fässer. Diese enthalten wahlweise ätzende Säure oder aber glänzende Goldmünzen. Letztgenannte lassen sich im Hafen der jeweiligen Insel in eine verbesserte Ausrüstung investieren. Darüber hinaus wandelt der Händler die im Kampf gesammelten Erfahrungspunkt in neue Fähigkeiten um. Unter anderem lernt der Held oder die Heldin so einen kurzen Sprint, mit dem man schnell vor plötzlich auftauchenden Feinden Reißaus nehmen kann.

Der Begleiter hält sich bei Kämpfen im Hintergrund. Ist die Lebensenergie aufgebraucht, ist das Spiel beendet.

Der Begleiter hält sich bei Kämpfen im Hintergrund. Ist die Lebensenergie aufgebraucht, ist das Spiel beendet.

Kostenpflichtige Handlanger

Auf den Inseln trifft man ab und an weitere gestrandete Personen. Wirbt man diese an, folgen sie dem Helden und unterstützen ihn mit ihren jeweiligen Spezialfähigkeiten. So können einige Leidensgenossen Brücken reparieren und Schatzkisten knacken. Allerdings lassen sich nicht beliebig viele Personen rekrutieren. Zu Beginn des Spiels kann man gerade einmal einen weiteren Getreuen anwerben. Erst nachdem man die entsprechenden Fähigkeiten erworben hat, darf man insgesamt bis zu vier Helfer einspannen. Immerhin lassen sich einmal gewählte Gefährten auch wieder verabschieden.

Jeder potentielle Helfer bringt seine ganz eigenen Fähigkeiten ein. Dieser Herr hier kann Brücken bauen und Schlösser knacken.

Jeder potentielle Helfer bringt seine ganz eigenen Fähigkeiten ein. Dieser Herr hier kann Brücken bauen und Schlösser knacken.

Entwickler Eastasiasoft Limited verkauft sein Spiel derzeit für rund 15 Euro auf Steam [2], sowie knapp 13 Euro bei Gog.com [3] und im Humble Store [4]. Auf Itch.io zahlt man 15 US-Dollar [4]. Lediglich auf Steam erhält man keine kopierschutzfreie Version des Spiels. Wer im Humble Store ordert, bekommt als Bonus einen Schlüssel, mit dem er Lost Sea seiner Steam-Sammlung hinzufügen kann. In jedem Fall liegt das Action-Rollenspiel ausschließlich als 32-Bit-Version vor.

In Schatztruhen findet man unter anderem Zaubertränke und Medizinkästen. Von diesen Bonusobjekten kann man jedoch nur eine begrenzte Zahl mitführen.

In Schatztruhen findet man unter anderem Zaubertränke und Medizinkästen. Von diesen Bonusobjekten kann man jedoch nur eine begrenzte Zahl mitführen.

Fazit

In Lost Sea erkundet man nett gestaltete Inseln, erledigt mit einem simplen Kampfsystem Gegner und sammelt eifrig Goldmünzen. Die Bedienung ist flott erlernt, der Schwierigkeitsgrad steigt nur moderat an. Das Spiel empfiehlt sich somit vor allem für Rollenspieleinsteiger oder Gelegenheitsspieler. Die sollten möglichst zu einem Gamepad greifen, mit dem sich der Protagonist deutlich einfacher steuern lässt. Abfinden muss man sich zudem mit einer ziemlich schwachen künstlichen Intelligenz. So verheddern sich die nützlichen Begleiter gerne einmal in Zäunen oder andere Hindernissen.

 Auch wenn sich die Kamera rotieren lässt, geht wie hier häufig die Übersicht verloren.

Auch wenn sich die Kamera rotieren lässt, geht wie hier häufig die Übersicht verloren.

Die Inseln baut Lot Sea immer nach dem gleichen Prinzip und aus den immer wieder gleichen Bausteinen zusammen, was die Erkundungstouren recht schnell monoton macht. Lost Sea eignet sich daher vor allem für ein kurzes Spielchen zwischendurch. Die verlangten 15 Euro erscheinen dafür allerdings etwas hoch.

Lost Sea

Bezugsquelle: http://www.lostseagame.com/
Entwickler: Eastasiasoft Limited
Lizenz: Kommerziell
Preis: 14,99 Euro (Steam) / 12,19 Euro (Gog.com) / 12,99 Euro (Humble Store) / 14,99 US-Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, Dual Core Prozessor oder besser, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse GeForce 460 oder besser
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