Das Spiel zum Wochenende: Card City Nights

Das Spiel zum Wochenende: Card City Nights

Alles auf eine Karte

Wenn Jugendliche neu in der Stadt sind, lernen sie gleichgesinnte natürlich zu nächtlicher Stunde beim Kartenspielen kennen. Die dabei antretenden Gegner haben es jedoch in sich, wie ein Strategiespiel von Ludosity beweist.

In Card City Nights streift man nach einem Umzug durch die nächtlichen Straßen der unbekannten Stadt. Dort herrscht erstaunlicherweise noch reges Treiben. An allen Ecken und Enden lungern teils kuriose Einwohner herum, die nur das Eine wollen: ein schnelles Kartenspiel. Gespielt wird dabei nicht nur um ein paar Goldmünzen, sondern auch um weitere Spezialkarten. Nur wer in der Lage ist, acht legendäre Karten zu ergattern, darf schließlich um eine Million Goldstücke im Casino spielen.

Das linke Spielbrett gehört dem Spieler, das rechte dem Gegner. Nacheinander …

Das linke Spielbrett gehört dem Spieler, das rechte dem Gegner. Nacheinander …

Zieh!

Jeder Kartenspieler besitzt ein eigenes, drei mal drei Felder großes Spielbrett. Zudem halten beide Kontrahenten jeweils fünf Spielkarten in ihrer Hand. Von diesen legen die Spieler abwechselnd jeweils eine Karte auf ein noch freies Feld ihres eigenen Spielbretts. Kann einer der beiden drei Karten nebeneinander platzieren, löst er eine Aktion aus. Die wiederum ist abhängig von den gelegten Karten, beeinflusst aber in der Regel die Punktekonten der beiden Spieler.

… ziehen die beiden jeweils eine Karte auf ihr Brett. Die Karten am unteren Rand hält der Spieler derzeit in seiner Hand.

… ziehen die beiden jeweils eine Karte auf ihr Brett. Die Karten am unteren Rand hält der Spieler derzeit in seiner Hand.

Kommen etwa drei Karten mit einem Schildsymbol nebeneinander zu liegen, erhöht sich das Punktekonto des Spielers. Liegen hingegen drei Karten mit einem Schwertsymbol nebeneinander, kann der Spieler entweder eine Karte auf dem gegnerischen Spielbrett ausschalten oder aber dem Mitspieler ein paar Punkte abziehen. Ist eines der Punktekonten leer, hat der entsprechende Spieler die Partie verloren. Gleiches gilt, wenn alle Felder auf dem Spielbrett belegt sind und man keine Karte mehr ablegen kann. In jedem Fall verschwinden die drei nebeneinander liegenden Karten vom Spielfeld. Allerdings gibt es noch einen kleinen Haken.

Sobald drei Karten über ihre Pfeile miteinander verbunden sind, löst man eine Aktion aus. Hier darf der Spieler wählen, ob er eine Karte des Gegners eliminiert oder dessen Punkte reduziert.

Sobald drei Karten über ihre Pfeile miteinander verbunden sind, löst man eine Aktion aus. Hier darf der Spieler wählen, ob er eine Karte des Gegners eliminiert oder dessen Punkte reduziert.

Mischen

Gemeinerweise sind auf jeder Karte an einigen ausgewählten Seiten und Ecken noch Pfeile aufgezeichnet. Nur wenn zwei Pfeile aneinander stoßen, gelten die beiden beteiligten Karten als benachbart. Nach dem Ablegen einer Karte zieht das Spiel automatisch eine neue vom Kartenstapel, womit der Spieler wieder fünf Karten in der Hand hält. Jeder Mitspieler besitzt dabei einen eigenen, gemischten Kartenstapel, den er selbst mitbringt.

Einige Karten lösen schon beim Ablegen auf dem Spielbrett eine spezielle Aktion aus. Diese Karte erhöht das Punktekonto des Spielers um einen Zähler.

Einige Karten lösen schon beim Ablegen auf dem Spielbrett eine spezielle Aktion aus. Diese Karte erhöht das Punktekonto des Spielers um einen Zähler.

Wie schnell eine Partie beendet ist, hängt folglich auch maßgeblich vom Kartendeck des Gegners ab. Vor dem Start eines Duells sollte man daher ein passendes Deck selbst zusammenstellen. Im Laufe des Spiels gewinnt man stetig weitere Karten hinzu, so dass man auch gegen Personen antreten kann, die ein besseres Kartendeck besitzen.

Das Kartendeck darf man in Grenzen selbst zusammenstellen.

Das Kartendeck darf man in Grenzen selbst zusammenstellen.

Entwickler Ludosity verkauft sein kleines virtuellen Kartenspiel für knapp 4 Euro auf Steam [2], für 3,40 Euro auf Gog.com [3] und 3,50 Euro im Humble Store [4]. Darüber hinaus ist City Card Nights auch noch für 4 US-Dollar bei Itch.io zu haben [5]. Bei Gog.com, im Humble Store und bei Itch.io erhält man eine kopierschutzfreie Fassung. In jedem Fall liegt das Spiel nur als 32-Bit-Fassung vor.

Gegen diesen kuriosen Gegner darf man erst dann antreten, wenn man den nicht minder exotischen Magical Fox besiegt hat.

Gegen diesen kuriosen Gegner darf man erst dann antreten, wenn man den nicht minder exotischen Magical Fox besiegt hat.

Fazit

Die kuriosen Gegner und die witzig gestalteten Karten regen immer wieder zum Schmunzeln an, die Hintergrundgeschichte ist allerdings recht belanglos. Das Regelwerk lässt sich Dank eines Tutorials schnell erlernen, der Schwierigkeitsgrad steigt zudem im richtigen Maße an. Obwohl immer wieder neue Karten hinzukommen, fehlt allerdings etwas Abwechslung – das einfache Spielprinzip bleibt immer identisch. Unter dem Strich ist Card City Nights ein witziges kleines Sammelkartenspielchen für Zwischendurch – und alle, die einmal für kleines Geld ein Trading Card Game ausprobieren möchten.

Card City Nights

Bezugsquelle: http://www.cardcitynights.com/
Entwickler: Ludosity
Lizenz: Kommerziell
Preis: 3,99 Euro (Steam), 3,39 Euro (Gog.com), 3,49 Euro (Humble Store), 3,99 US-Dollar (Itch.io)
Voraussetzungen: Halbwegs aktuelle Linux-Distribution (erschienen mit Debian 6.0 oder jünger), Prozessor ab 2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher
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