Kreuzt man ein Jump-and-Run- mit einem Actionspiel und verpackt das Ganze noch in eine schicke Pixelgrafik, kommt so etwas wie das unterhaltsame Spielchen von Ian Campbell heraus. Das ist gar nicht so blutig, wie der Titel vermuten lässt, nervt dafür aber mit einer hakeligen Tastatursteuerung.
Das kleine Mädchen Wryn besitzt einen pinkfarbenen Haarschopf und möchte gerne die ultimative Videospielheldin werden. Also macht sie sich auf, die größten Videospielhelden aller Zeiten zu vermöbeln.

Bleed ist ein Jump-and-Run-Spiel, bei dem man parallel mit der Maus auf die mehr oder weniger knuffigen Gegner ballert.
Landwirtschaft
Das Actionspiel Bleed hält sich gar nicht erst lange mit einer umfangreichen Hintergrundgeschichte auf, sondern wirft den Spieler direkt ins Geschehen: Wie in einem Jump-and-Run-Spiel steuert man Wryn über die Tastatur durch handgezeichnete Pixellandschaften. Ein Druck auf die Leertaste lässt das Mädchen springen. Drückt man in der Luft erneut die Leertaste, erzeugt dies einen Doppel- und bei einem weiteren Druck sogar einen Dreifachsprung, bei dem man Wryn gleichzeitig noch in eine Richtung lenken kann. Hierdurch erreicht man auch besonders hoch gelegene Plattformen und Vorsprünge.

Hier muss Wryn ihre Doppel- und Dreifachsprünge gekonnt einsetzen, um vor dem Hubschrauber auf das Dach zu flüchten.
Auf diese Weise gilt es sich den Weg durch insgesamt sieben Level zu bahnen. Die wiederum sind mit fiesen Gegnern und tödlichen Hindernissen vollgestopft. So hüpfen gleich im ersten Level orangefarbene knuffige Fellmonster auf die Heldin zu, während im zweiten Level fiese mit Lava gefüllte Abgründe warten. Gegen die Monster kann sich Wryn immerhin mit Waffengewalt zur Wehr setzen. Mit der Maus darf man dabei während des Laufens den Gegner anvisieren und über die linke Maustaste das Feuer eröffnen.
Laaangsaaam
Über die rechte Maustaste kann der Spieler zudem für einen kurzen Moment die Zeit verlangsamen und so etwa einen Gegner genau anvisieren oder Schüssen ausweichen. Anschließend dauert es jedoch etwa, bis man diese Funktion erneut nutzen kann. Je länger der Spieler die Zeit zuvor verlangsamt hatte, desto länger ist die anschließende Wartezeit. Wer genügend Gegner umgenietet hat, kann sich für die dabei eingeheimsten Punkte vor dem Start des nächsten Levels neue Waffen kaufen.
Jede Berührung mit einem Gegner oder einem Hindernis kostet Wryn etwas Lebensenergie. Ist diese aufgebraucht, setzt das Spiel die Heldin netterweise wieder zurück an den Anfang eines Abschnitts – man muss folglich nicht gleich den kompletten Level wiederholen. Darüber hinaus darf man auch mit einem Freund gemeinsam im Co-Op-Modus gegen die Monster antreten.

Hier fällt Wryn auf der Plattform Richtung Erdmittelpunkt, während von oben unablässig Gegner heranströmen.
Dicke Dinger
Am Ende eines jeden Levels wartet ein besonders dicker Boss-Gegner, der mit einer ganz eigenen Angriffstaktik aufwartet und sich nur mit zahlreichen gezielten Schüssen erledigen lässt. Zu Beginn eines neuen Levels kann man sich einen von vier Schwierigkeitsgraden aussuchen. Diese unterscheiden sich zum einen durch die Anzahl und die Platzierung der Gegner, zum anderen weisen die Endgegner jeweils auch ganz unterschiedliche Angriffsmuster auf. Wer alle Level gelöst hat, kann im Arcade Modus versuchen, das komplette Spiel mit nur einem Leben zu meistern oder im Challenge Modus gegen drei Boss-Gegner gleichzeitig antreten.

Dieser Endgegner namens Guppy hat die Eigenschaft, sich nach ein paar Treffern in mehrere kleinere Guppys aufzuteilen.
Entwickler Bootdisk Revolution verkauft sein Spiel derzeit auf für 5 Euro Steam [1] und im Humble Store [2] sowie für 4,99 US-Dollar auf Itch.io [3]. Im Humble Store und auf Itch.io erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Im Humble Store gibt es zudem obendrauf noch einen Key, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann.
Fazit
Bleed ist ein temporeiches Actionspiel, das stark an 90er-Jahre Klassiker wie Turrican erinnert. Die sieben Level sind liebevoll und extrem abwechslungsreich gestaltet, aber recht kurz und linear aufgebaut. Schade, dass Käufer nur sieben Level bekommen, im Gegenzug ist das Spiel mit 5 Euro recht günstig. Den Spielspaß trübt vor allem die fummelige Tastatursteuerung. Einsteiger sollten daher unbedingt im einfachsten Schwierigkeitsgrad starten und sich nicht entmutigen lassen – oder direkt zu einem Gamepad greifen.
Bleed
| Bezugsquelle: | http://www.bootdiskrevolution.com/bleed/ |
| Entwickler: | Bootdisk Revolution / Ian Campbell |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 4,99 Euro (Steam / Humble Store), 4,99 US-Dollar (Itch.io) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab Dual-Core mit 2GHz, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte kompatibel zu OpenGL 3.0 oder höher oder aber OpenGL 2.1 mit ARB-Erweiterungen |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.bootdiskrevolution.com/bleed/
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/239800/Bleed/
[3] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/bleed
[4] Itch.io
https://bootdiskrevolution.itch.io/bleed








