Das tschechische FiolaSoft Studio hat ein klassisches Jump-and-Run-Spiel produziert, das zwar das Rad nicht neu erfindet, im Gegenzug aber mit einem hohen Schwierigkeitsgrad bewusst die Geschicklichkeit des Spielers herausfordert.
An Bord eines jeden ordentlichen Raumschiffs gibt es selbstverständlich einen Angestellten, der für die restliche Crew den Kaffee kocht. Dies gilt auch für den schicken Kreuzer Endera, der die gefährlichen schwarzen Löcher im All inspizieren und schließen soll. Just das letzte 16. Loch saugt die Endera samt Mannschaft ein und schleudert sie auf die Oberfläche eines merkwürdigen Planeten. Der einzige Überlebende scheint der Kaffeekocher zu sein, von allen anderen Crew-Mitgliedern fehlt jede Spur. Immerhin ist noch die künstliche Intelligenz des Bordcomputers namens Auriel aktiv. Kurzerhand schnappt sich der Kaffee-Junge einen PDA mit Auriel und erkundet die Landschaft. Vielleicht lässt sich das Schiff reparieren, die Crew wiederfinden und das fiese schwarze Loch schließen.

Zu Beginn des Spiels besteht die erste Aufgabe darin, dem Kapitän eine heiße Tasse Kaffee zu überreichen – und diese beim Transport möglichst nicht zu verschütten.
Rotationsprinzip
Im Jump-and-Run-Spiel Blackhole steuert der Spieler den kleinen Anti-Helden mit der Tastatur über die Planetenoberfläche. Portale bringen ihn zu in sich abgeschlossenen Leveln, in denen er jeweils mehrere weiße Kugeln einsammeln muss. Diese sogenannten Selfburns befinden sich jedoch häufig an recht schwer zugänglichen Stellen. Zudem sind die Level mit zahlreichen tödlichen Hindernissen, wie Dornenfeldern, Eiszapfen, Lava-Seen und beweglichen Feldblöcken gespickt.

Die einzelnen Level muss man über einen Zwischenlevel betreten. Jede Plattform ermöglicht den Zugang zu einem Level, wobei man die roten erst freischalten muss.
Immer wieder trifft der Held dabei auf weiß leuchtende Wände. Sobald er eine solche Wand anspringt beziehungsweise berührt, dreht sich der Level so weit, dass die Wand den neuen Fußboden ergibt. Auf diese Weise gelangt man auch an höhere oder zuvor unzugängliche Stellen. Eine weitere Hilfe ist Auriel, die immer mal wieder Tipps gibt, meist aber nur recht sarkastische Bemerkungen von sich gibt.

In jedem Level muss man die kleinen Selfburns-Kugeln einsammeln (hier rechts oben in der Ecke). Links unten ist in diesem Level der Ausgang.
Ein Level gilt dann als gewonnen, wenn der Held eine vorgegebene Zahl weißer Selfburns einsammeln konnte. Darüber hinaus misst das Spiel die benötigte Zeit. Der Spieler kann jederzeit einen Level erneut in Angriff nehmen und so entweder seine Zeit verbessern oder versuchen, auch noch die restlichen Selfburn-Kugeln einzusammeln.
Kostenpflichtiger Nachschub
Entwickler FiolaSoft Studios verkauft sein Spiel für rund 9 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] sowie für 7,69 Euro auf Gog.com [4] und knapp 9 US-Dollar bei Itch.io [5]. Nur bei Gog.com und Itch.io erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Version. Im Humble Store bekommt man lediglich einen Key, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann. Der Humble Store bietet allerdings derzeit den Key im Rahmen einer Sonderkation für knapp 2,30 Euro an. In jedem Fall liegt das Spiel nur als 32-Bit-Version vor.
Auf Steam sind mehrere Erweiterungspakete für Blackhole erhältlich (DLCs), die im Wesentlichen zusätzliche Level nachrüsten. Darüber hinaus gibt es bei Steam und Gog.com für knapp 14 Euro die Complete Edition, die man im Fall von Gog.com für 4,30 Euro als Erweiterung nachkaufen muss. Die Complete Edition enthält neben allen Erweiterungspaketen unter anderem auch ein digitales Artbook und ein Tagebuch der Entwickler.

In ausweglosen Situationen wie hier kann man sich absichtlich in die Lava-Grube und somit den Tod stürzen. Das Spiel setzt dann den Helden wieder zum Anfang des Levels zurück.
Fazit
Blackhole wärmt lediglich bekannte Elemente aus anderen Jump-and-Run-Spielen auf. Die Level setzen sich aus den immer gleichen Blöcken zusammen und variieren im Laufe des Spiels lediglich in ihrer Optik. Die gezeichneten Landschaften sind dennoch recht nett anzusehen. Die Hintergrundgeschichte wartet insbesondere zu Beginn mit ein paar netten Gags auf, folgt danach aber dem bekannten „Außenseiter rettet alle“ Schema. Die Computerstimme nervt zudem mit ihren sarkastischen Sprüchen.
Dennoch ist Blackhole ein solides Jump-and-Run-Spiel mit einem stark ansteigenden Schwierigkeitsgrad. An einigen Stellen erinnert Blackhole stark an Super Meat Boy. Auf ihre Kosten kommen daher alle, die eine Herausforderung suchen und nicht schnell frustriert aufgeben. Trotz der vielen enthaltenen Level sind die verlangten 9 Euro für das kleine Spielchen etwas zu viel. In einem Sonderverkauf können Jump-and-Run-Liebhaber aber durchaus zugreifen.
Blackhole
| Bezugsquelle: | https://www.blackhole-game.com/en/about |
| Entwickler: | FiolaSoft Studio |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 8,99 Euro (Steam / Humble Store), 7,69 Euro (Gog.com), 8,99 US-Dollar (Itch.io) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor der Klasse Intel Core 2 Duo oder besser, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab 512 MByte Speicher und kompatibel zum Standard Shader Model 4 |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
https://www.blackhole-game.com/en/about
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/322680/BLACKHOLE/
[3] Gog.com:
https://www.gog.com/game/blackhole
[4] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/blackhole
[5] Itch.io:
https://fiolasoft.itch.io/blackhole








