Einfach alles abschießen, was sich bewegt – nach diesem Prinzip funktionierten zahlreiche kleine Flugzeugspiele in den 1980er und 1990er Jahren. In diese Fußstapfen tritt Devolver Digital mit einem kleinen -äh- gelben Actionspielchen.
In Luftrauseres versucht der Spieler mit seinem kleinen pixeligen Flugzeug, die unter ihm fahrenden Militärschiffe sowie die in Scharen angreifenden Flugzeuge zu eliminieren. Damit wäre auch schon fast das komplette Spielprinzip erklärt.
Punktejagd
Für jeden abgeschossenen Gegner erhält der Spieler Punkte. Darüber hinaus stellt das Spiel immer drei Aufgaben, die es zu lösen gilt. So muss man beispielsweise drei Boote versenken, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen oder aber mehr als 5.000 Punkte erreichen.
Jeder gegnerische Treffer demoliert das eigene Flugzeug ein Stücken. Ablesen kann man den Schaden an den Rauchwolken, die aus dem Heck strömen. Netterweise repariert sich das Flugzeug von selbst. Das geschieht allerdings nur, wenn man den Finger vom Abzug nimmt und keine weiteren gegnerischen Treffer mehr einschlagen. Der Platz zum Ausweichen ist zudem begrenzt: Am unteren Rand wartet die Meeresoberfläche, in die man allerdings kurzeitig eintauchen kann. Wer zu hoch fliegt, landet in den Wolken, aus denen das kleine Flugzeug umgehend wieder herausstürzt.
Teurer Schaden
Ist der Schaden am eigenen Fluggerät zu groß, ist die Partie erst einmal beendet. Man darf sich zwar jederzeit erneut ins Kampfgetümmel stürzen, die gesammelten Punkte sind dann aber erst einmal wieder weg. Im Laufe des Spiels schaltet man sukzessive neue Ausrüstungsgegenstände für das Flugzeug frei. So kann man etwa die Panzerung verbessern oder auf einen Laserstrahl als Waffe umschalten.
Devolver Digital vertreibt sein kleines Actionspielchen für 9 Euro auf Steam [2] und Gog.com [4] sowie für 10 Euro im Humble Store [3]. Käufer erhalten bei Gog.com und im Humble Store eine kopierschutzfreie Version. In letztgenanntem Online-Shop gibt es auch noch einen Schlüssel, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann. In jedem Fall läuft Luftrausers sowohl auf 32- als auch 64-Bit-Systemen. Dieses Wochenende ist das Spiel zudem bei Gog.com und im Humble Store im Rahmen einer Sonderaktion bereits für um die 2 Euro zu haben.

Der Laserstrahl ist zwar unrealistisch, aber etwas durchschlagskräftiger, als die normalen Geschosse.
Fazit
Luftrausers orientiert sich sichtlich an Klassikern aus den frühen 1990er Jahren, wie etwa Wings of Fury [5]. Spielprinzip und Steuerung sind schnell durchschaut, die Aufrüstmöglichkeiten des Flugzeugs und die immer wieder neuen Herausforderungen halten bei Laune. Die Pixelgrafik besitzt durch die gelbliche Sepia-Tönung zudem ihren ganz eigenen Charme. Langfristig motivieren kann Lufrausers jedoch nicht – dafür ist das Spielprinzip zu simpel gestrickt. Für ein Spielchen zwischendurch ist Lufrausers jedoch genau das Richtige. Mehr als die derzeit in der Rabattaktion verlangten 2 Euro ist das Actionspiel allerdings nicht wert.
Luftrausers
| Bezugsquelle: | http://www.luftrausers.com/ |
| Entwickler: | Devolver Digital |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 9 Euro (Steam und Gog.com) / 10 Euro (Humble Bundle) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 1,2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab 256 MByte Speicher und kompatibel zu OpenGL 2.1 |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.luftrausers.com/
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/233150/
[3] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/luftrausers
[4] Gog.com:
https://www.gog.com/game/luftrausers
[5] Wikipedia-Artikel zu Wings of Fury:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wings_of_Fury









