Das Spiel zum Wochenende: Human Resource Machine

Das Spiel zum Wochenende: Human Resource Machine

Menschliche Maschine

In einem kleinen witzigen Spiel der Tomorrow Corporation muss man eigentlich nur Kisten umsortieren. Das fordert jedoch die kleinen grauen Zellen mehr, als man zunächst meinen könnte. Ganz nebenbei lernt man auch noch das Programmieren.

Herzlich willkommen an Ihrem neuen Arbeitsplatz. Ihre Tätigkeit ist relativ einfach: Nehmen Sie die Kisten vom Förderband auf der linken Seite und legen Sie sie in einer vorgeschriebenen Reihenfolge auf das andere Förderband am rechten Rand. Die Kisten sind allerdings ziemlich groß, so dass Sie immer nur eine Kiste auf einmal tragen können. Zudem dürfen Sie immer nur die letzte Kiste vom Förderband nehmen. Das Umsortieren kann somit durchaus in Arbeit ausarten. Lassen Sie daher doch einfach die Abläufe automatisieren!

Man muss die Befehle lediglich auf der rechten Seite in den Ablaufplan beziehungsweise Programm ziehen ...

Man muss die Befehle lediglich auf der rechten Seite in den Ablaufplan beziehungsweise Programm ziehen …

Wie am Fließband

Im Denkspiel Human Resource Machine übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen kleinen Arbeiter. Dieser folgt stur den Anweisungen auf einem Ablaufplan, den man wiederum aus vorgegebenen Aktionen zusammenklicken muss. Sobald man anschließend einen großen Wiedergabeknopf drückt, legt der kleine Kerl mit der Arbeit los. Endet sein Treiben im Chaos, hält man das Geschehen an und baut den Ablaufplan um.

… und schon arbeitet sie das kleine Alter Ego ab.

… und schon arbeitet sie das kleine Alter Ego ab.

Die zur Verfügung stehenden Befehle werden im Laufe der Zeit immer komplexer. So kann man mehrere Anweisungen in einer Schleife wiederholen oder Befehle überspringen lassen. Als weitere Hilfe gibt es in der Mitte des Raumes mehrere Bodenfliesen, die als Ablagefläche dienen. Die Fliesen haben gleichzeitig die nette Eigenschaft, dass sie die auf ihnen abgelegten Kisten beliebig oft duplizieren können.

Über die Bodenfliesen kann man Kisten kopieren. Hier würde der Arbeiter mit dem Befehl copyfrom aus dem Feld 0 die Kiste mit dem Buchstaben U aufheben.

Über die Bodenfliesen kann man Kisten kopieren. Hier würde der Arbeiter mit dem Befehl copyfrom aus dem Feld 0 die Kiste mit dem Buchstaben U aufheben.

Wir sind die Roboter

Mithilfe seines kleinen Arbeiters und einem geschickt zusammengeklickten Ablaufplan muss der Spieler eine Vorgabe der Chefetage erfüllen. So gilt es etwa die Kisten in eine andere Reihenfolge zu bringen oder unerwünschte Kisten auszusortieren. Ein Zeitlimit gibt es zwar nicht, Versager verlieren jedoch ihren Job und werden durch Roboter ersetzt. Erfolgreiche Kistenschieber steigen hingegen in die nächste Etage des riesigen Unternehmens auf – und bekommen dort eine kniffligere Aufgabe vorgesetzt.

Bei einem falschen Programm wird der Vorgesetzte mächtig ungehalten.

Bei einem falschen Programm wird der Vorgesetzte mächtig ungehalten.

Die Tomorrow Corporation verkauft ihr Spiel für knapp 10 Euro auf Steam [2], für derzeit 8,70 Euro bei Gog.com [3] und für 9 Euro im Humble Store [4]. Bei den beiden letztgenannten Online-Shops erhält man jeweils eine kopierschutzfreie Version, die auf 32- und 64-Bit-Systemen läuft. Beim Kauf im Humble Store darf man das Spiel zudem auf Steam freischalten. Darüber hinaus ist Human Resource Machine derzeit noch Teil des Humble Eye Candy Bundle [5]. Bei dieser Aktion erhält man noch bis Anfang nächster Woche mehrere Spiele zu einem frei wählbaren Preis.

Wer mag, kann auch eine der Herausforderungen in Angriff nehmen. In diesem Fall durfte der Spieler maximal 6 Befehle verwenden und der kleine Arbeiter höchstens insgesamt 24 Aktionen ausführen.

Wer mag, kann auch eine der Herausforderungen in Angriff nehmen. In diesem Fall durfte der Spieler maximal 6 Befehle verwenden und der kleine Arbeiter höchstens insgesamt 24 Aktionen ausführen.

Fazit

Human Resource Machine gibt sich nach Außen als knuffiges Denkspiel. Dank der leichten ersten Aufgaben und der vielen Hilfestellungen erhält man schnell ein Erfolgserlebnis. Der Schwierigkeitsgrad steigt gerade zu Beginn nur leicht an. Die ständig neu hinzukommenden Befehle und die abwechslungsreichen Aufgaben fesseln Knobelfreunde schnell an den Bildschirm.

Das Spiel beweist immer mal wieder sarkastischen Humor.

Das Spiel beweist immer mal wieder sarkastischen Humor.

Dabei merkt man gar nicht, dass es sich bei Human Resource Machine eigentlich um ein knallhartes Lernprogramm handelt: Das auf dem Bildschirm in Brauntönen gehaltene Büro entspricht ziemlich genau dem Aufbau eines Prozessors, der Ablaufplan einem Computerprogramm. Spieler lernen so ganz nebenbei, wie ein Computerprogramm eine Zeichenkette umdreht und Zahlen sortiert.

Human Resource Machine empfiehlt sich somit nicht nur für Knobelfreunde, sondern auch für alle, die einmal in die Funktionsweise eines Prozessors schnuppern oder spielerisch das Programmieren erlernen möchten. Interessenten sollten noch beim Humbly Eye Candy Bundle zugreifen – günstiger dürfte man kaum an Human Resource Machine kommen.

Human Resource Machine

Bezugsquelle:  http://tomorrowcorporation.com/humanresourcemachine
Entwickler: Tomorrow Corporation
Lizenz: Kommerziell
Preis: 10 Euro (Steam) / 8,70 Euro (Gog.com) / 9 Euro (Humble Store)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor mit ab 1,5 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit Unterstützung für OpenGL 2.1
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben