Mobiler TV-Empfänger Sundtek MediaTV Pro III

Aus LinuxUser 11/2015

Mobiler TV-Empfänger Sundtek MediaTV Pro III

© Kanate Chainapong, 123RF

Bester Empfang

Um mit einem Linux-Rechner fernzusehen, muss man noch immer viele Hürden überwinden. Der USB-Empfänger Sundtek MediaTV Pro III dagegen macht einen Linux-PC im Handumdrehen zu einem vollwertigen Fernseher und Videorekorder, der TV-Empfänger arbeitet dabei sogar über das Netzwerk.

Der Fernseh- und Radioempfang am Computer stellt selbst erfahrene Linux-Anwender vor einige Herausforderungen. Um das Fernsehprogramm in den hierzulande gängigen Standards DVB-T (digitales Antennenfernsehen), DVB-C (Kabel) oder DVB-S (Satellit) zu verfolgen, mangelt es zwar weder an passender Hardware noch an geeigneter Software, doch die Konfiguration der Programme wie auch der Tuner ist nach wie vor in vielen Fällen schlecht gelöst.

Hinzu kommt, dass einige Hersteller von Empfangsgeräten für den Betrieb ihrer Hardware proprietäre Firmware voraussetzen, die es nicht für Linux gibt. Dann hilft nur der Kauf einer anderen TV-Karte oder eines alternativen TV-Dongles. Selbst wenn der Hersteller eine geeignete Firmware zur Verfügung stellt, fällt deren Integration in das freie Betriebssystem in der Regel nicht gerade leicht – zumal einige Hersteller Linux offensichtlich immer noch als Betriebssystem für Hardcore-Geeks begreifen und daher keinerlei Support leisten.

Einen völlig anderen Weg beschreitet dagegen der kleine Berliner Hersteller Sundtek: Das Unternehmen stellt die angebotenen Komponenten nicht nur zu großen Teilen in Deutschland her, sondern erfreut Linux-Anwender mit umfassender Treiberunterstützung. Als Testgerät muss der Hybrid-Empfänger MediaTV Pro III [1] beweisen, was er zu leisten imstande ist. In Form eines USB-Dongles eignet er sich für praktisch jeden gängigen PC. Neben den Linux-Treibern möchte Sundtek für dieses Gerät auch Unterstützung für Android und FreeBSD realisieren.

MediaTV Pro III

Der Sundtek MediaTV Pro III entpuppt sich bei genauerem Hinsehen trotz seiner kompakter Abmessungen (Abbildung 1) als wahres Multitalent: So erlaubt der Stick nicht nur den Empfang des derzeit aktuellen DVB-T-Standards, sondern sorgt dank Unterstützung für DVB-T2 für Zukunftssicherheit. Der neue Standard löst in Deutschland ab 2016 die erste DVB-T-Generation ab und ermöglicht erstmals Fernsehen in HD-Qualität per Antenne. Daneben beherrscht das kleine Gerät digitales Kabelfernsehen (DVB-C), sämtliche analogen Standards sowie FM-Radioempfang.

Abbildung 1: Der Sundtek MediaTV Pro III ist nur wenig größer als ein klassischer USB-Speicherstick.

Abbildung 1: Der Sundtek MediaTV Pro III ist nur wenig größer als ein klassischer USB-Speicherstick.

Ein weiteres Schmankerl des Gerätes zeigt sich erst bei genauem Hinsehen: An einer seitlich angebrachten Mini-USB-Buchse schließen Sie ein vom Hersteller mitgeliefertes Adapterkabel an, das die Kommunikation mit Camcordern, älteren VHS-Videorekordern oder auch DVD-Playern ermöglicht. Dabei verfügt das als Mediaexchange-Adapter bezeichnete Kabel über S-Video- und Composite-Anschlüsse und ersetzt somit einen gesonderten Video-Grabber.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem eigentlichen Empfänger, der kaum mehr Platz einnimmt als ein herkömmlicher USB-Speicherstick, eine kleine Zimmerantenne, ein kurzes USB-Verlängerungskabel, der Mediaexchange-Adapter sowie eine vollwertige Fernbedienung. Um den Empfänger in Betrieb zu nehmen, müssen Sie außer zwei handelsüblichen Triple-A-Batterien für die Fernbedienung keine weiteren Zubehörteile beschaffen. Datenträger mit Treiberdateien oder zusätzlichen Anwendungen liegen dem Paket nicht bei, bei Bedarf finden Sie diese jedoch auf den Supportseiten des Herstellers [2].

Installation

Sundtek bietet für den MediaTV Pro III einen universellen Installer, den Sie zunächst als Shellskript von der Webseite [3] herunterladen. Anschließend geben Sie dem Skript die nötigen Rechte und rufen es aus einem Terminal mit Root-Rechten auf (Listing 1). Das Skript ermittelt die Hardware-Architektur des Rechners, lädt die entsprechenden Treiber aus dem Internet und installiert sie nach Bestätigen der Lizenz.

Listing 1

$ wget http://www.sundtek.de/media/sundtek_netinst.sh
$ chmod +x sundtek_netinst.sh
$ sudo ./sundtek_netinst.sh
$ sudo ln -s /opt/bin/mediaclient /usr/local/bin

TIPP

Alternativ zum Shellskript für die Treiberinstallation bietet Sundtek ein für Debian- und Ubuntu-Systeme geeignetes DEB-Paket an. Nutzer von Arch-Linux finden den Treiber zudem im AUR [4].

Dabei legt das Skript das Verzeichnis /opt/bin/ an, in dem es die Treiber sowie das von Sundtek entwickelte Konfigurationsprogramm Mediaclient speichert. Sie benötigen das Programm zunächst zum Einrichten des Sticks, später auch zum Steuern des Geräts. Den gegenwärtigen Status des Sticks rufen Sie im Terminal mit dem Befehl mediaclient -e ab. Das Kommando listet sämtliche verfügbaren Betriebsmodi und die dazugehörigen Devices auf (Abbildung 2) – so bekommen Sie schnell einen Überblick über die Fähigkeiten des Sticks. Da der MediaTV Pro III über virtuelle Adapter innerhalb des Netzwerks auch anderen Geräten zur Verfügung steht, fallen die Parameter des Mediaclient-Befehls recht komplex aus (siehe Kasten “Netzwerkfähig”). Mit dem Befehl mediaclient --help verschaffen Sie sich hier einen Überblick.

Abbildung 2: Die Mediaclient-Software gibt einen umfassenden Überblick über die Betriebsmodi des Empfängers.

Abbildung 2: Die Mediaclient-Software gibt einen umfassenden Überblick über die Betriebsmodi des Empfängers.

Zusammen mit dem TV-Stick liefert Sundtek eine vollwertige Fernbedienung, die mit verschiedenen TV-Programmen funktioniert. Um sie zu verwenden, müssen Sie aus den Paketquellen der genutzten Distribution das Paket lirc (“Linux Infrared Remote Control”) nachinstallieren. Da der Sundtek-Stick bereits einen entsprechenden Empfänger aufweist, benötigen Sie keinen zusätzlichen Dongle am Computer. Über die Fernbedienung steuern Sie ohne weitere Einstellungen nicht nur den TV-Empfang, sondern regeln die Lautstärke, nehmen zusammen mit einer geeigneten Software Sendungen auf oder fahren den Rechner herunter. Letzteres macht besonders auf Media-Center-PCs Sinn, die Sie komplett vom Sofa aus steuern möchten.

Netzwerkfähig

Mit dem Sundtek MediaTV Pro III bleibt der TV-Genuss nicht auf einen Computer beschränkt: Der TV-Stick arbeitet über das Netzwerk auch mit anderen Rechnern zusammen. So installieren Sie den Stick etwa an einem Raspberry Pi im Wohnzimmer und sehen dann im Garten über WLAN fern, ohne dass Sie dazu Kabel ziehen oder zusätzliche Hardware am Notebook anbringen müssten. Für den entfernten Rechner fungiert der Sundtek-Stick als virtueller IPTV-Adapter.

Dazu installieren Sie auf beiden Geräten den Sundtek-Treiber und richten den Stick auf dem Server komplett ein. Anschließend schalten Sie an jenem Computer, an dem der TV-Stick angeschlossen ist, mit dem Befehl mediaclient --enablenetwork=on die Netzwerkunterstützung ein und ermitteln mit mediaclient -e die Geräte-ID. In der Regel sprechen Sie den MediaTV Pro III als Adapter 0 an. Wechseln Sie nun an den Client-Rechner und suchen Sie den in den MediaTV Pro III integrierten IPTV-Server, indem Sie im Terminal mediaclient --scan-network ausführen. Funktioniert alles wie gewünscht, listet das Kommando den Sundtek-Stick mitsamt der Geräte-ID und IP-Adresse auf.

Mit mediaclient --mount=Server-IP binden Sie dann den TV-Stick als virtuelles Gerät am Client ein. Betrachten Sie mit mediaclient -e den Status, zeigt die Ausgabe neben den technischen Daten des virtuellen Adapters im Abschnitt unter [NETWORKPATH] die IP-Adresse des IPTV-Servers an (Abbildung 3). Die bereits vorgestellten TV-Apps konfigurieren Sie nun in gleicher Weise, als ob der Stick direkt am Rechner angeschlossen wäre. Um den Sundtek-Stick später wieder am entfernten Rechner auszuhängen, verwenden Sie den Befehl mediaclient --unmount=Device-ID.

Abbildung 3: Der Sundtek-Stick funktioniert auch als virtueller IPTV-Adapter im Netzwerk. Hier erkennt das Mediaclient-Kommando den TV-Stick von einem entfernten Rechner aus.

Abbildung 3: Der Sundtek-Stick funktioniert auch als virtueller IPTV-Adapter im Netzwerk. Hier erkennt das Mediaclient-Kommando den TV-Stick von einem entfernten Rechner aus.

TV-Anwendungen

Für die Wiedergabe der Sendungen zeichnen auf dem Linux-PC die gängigen Standardprogramme zuständig, also neben Kaffeine und Me-TV beispielsweise auch der Mplayer und VLC, die das Fernseh- oder Radioprogramm anzeigen. Kaffeine benötigte für das Erkennen der im Sundtek-Stick verbauten Tuner einen Patch, der eigentlich seit knapp einem Jahr im Quellcode der Anwendung enthalten ist [5]. Doch nicht jede Linux-Distribution liefert eine entsprechend aktuelle Version des Programms aus. Selbst das Kaffeine-Paket in Ubuntu 15.04 enthält die nötigen Modifikationen bisher noch nicht [6].

Als Abhilfe bietet Sundtek in seinem Support-Form eine bereits gepatchte Version des Programms zum Herunterladen an [7]. Aufgrund von inkompatiblen Abhängigkeiten lässt sich das DEB-Paket jedoch nicht auf aktuellen Ubuntu-Systemen wie Ubuntu 15.04 installieren. Auf unserem Testsystem mit Mageia 5 mussten wir das DEB-Paket zunächst mithilfe des Befehls alien -r --scripts Paket in das RPM-Format umwandeln: Das von Sundtek angebotene RPM eignet sich nur für Fedora 18 in der 64-Bit-Version. Mittelfristig soll ein eigener plattformunabhängiger Player diese Probleme beseitigen.

Um den MediaTV Pro III anschließend in Betrieb zu nehmen, stellen Sie ihn zunächst auf die gewünschte Fernsehnorm ein. Dazu geben Sie am Prompt den Befehl mediaclient -D DVBT für den terrestrischen Antennenempfang und mediaclient -D DVBC für das Nutzen des Kabeltuners ein (Abbildung 4). Root-Rechte benötigen Sie für diese Aktion nicht.

Abbildung 4: Ob DVB-C, DVB-T oder DVB-T2. Den zu verwendenden Tuner aktivieren Sie per Terminal-Programm.

Abbildung 4: Ob DVB-C, DVB-T oder DVB-T2. Den zu verwendenden Tuner aktivieren Sie per Terminal-Programm.

Anschließend öffnen Sie Kaffeine und wählen im Eingangsbildschirm die Option 5 Digitales Fernsehen. Um bei der Erstnutzung die verfügbaren Sender einzustellen, aktualisieren Sie anschließend im Menü Fernsehen | Configure Television… zunächst die Suchlaufdaten, indem Sie die Schaltfläche Suchlaufdaten über Internet aktualisieren betätigen. Dann öffnen Sie den Einstellungsdialog Fernsehen | Kanäle und klicken nach Auswahl einer Empfangsquelle im Feld Quelle: auf den Button Suchlauf starten.

Erscheint im Feld Quelle: keine Option, müssen Sie zunächst noch im Fenster Configure Television… in die Reiter Gerät 1 oder Gerät 2 wechseln und hier die lokale Sendertabelle im Feld Quelle: aus der entsprechenden Liste wählen. Anschließend starten Sie im Fenster mit Fernsehen | Kanäle den Suchlauf, wobei Kaffeine die verfügbaren Sender rechts in diesem Fenster in der Listenansicht Suchergebnisse aufführt.

Nach vollendetem Suchlauf markieren Sie die von Ihnen präferierten Sender und übernehmen die Auswahl über die unten mittig im Fenster angeordnete Schaltfläche Ausgewählte hinzufügen in den links angezeigten Listenbereich Kanäle. Beim Start des Programms beschränkt sich Kaffeine dann auf diese Sender, uninteressante Spartensender bekommen Sie so gar nicht erst zu Gesicht (Abbildung 5). Dem Fernsehgenuss wie auch der Aufnahme von Sendungen steht danach nichts mehr im Wege.

Abbildung 5: Kaffeine bietet eine sehr leicht verständliche Oberfläche zur Auswahl der gewünschten Sender.

Abbildung 5: Kaffeine bietet eine sehr leicht verständliche Oberfläche zur Auswahl der gewünschten Sender.

Mit der Gnome-Anwendung Me-TV kooperiert der Sundtek-Stick auf ähnlich komfortable Weise, zudem braucht es für dieses Programm keine Sonderbehandlung. Nach der Installation von Me-TV, das Sie in den meisten Fällen in den Paketquellen Ihrer Distribution finden, rufen Sie die Software je nach verwendetem Linux-Derivat aus dem Menü Unterhaltungsmedien oder Multimedia heraus auf. Auch hier sollten Sie zuvor mithilfe des Mediaclient-Konfigurationstools festlegen, in welchem Betriebsmodus der Sundtek-Stick arbeitet.

Me-TV mit EPG

Ähnlich wie bei Kaffeine ist auch bei Me-TV vor der ersten Verwendung ein Sendersuchlauf fällig. Alternativ importieren Sie eine bereits lokal vorhandene Datei channels.conf, die regional empfangbare Sender enthält. Im Internet finden sich solche Dateien mit Empfangsdaten für verschiedene Regionen, enthalten allerdings oft veraltete Daten. Es empfiehlt sich daher in der Regel, über die Schaltfläche Automatische Suche im Ersteinstellungsdialog einen Suchlauf für den aktuellen Standort anzustoßen. Me-TV scannt daraufhin das länderspezifische Frequenzband ab und listet die empfangbaren Sender auf (Abbildung 6).

Abbildung 6: Me-TV erleichtert die Sendersuche über die vordefinierte Senderliste, die Sie über die Paketverwaltung installieren.

Abbildung 6: Me-TV erleichtert die Sendersuche über die vordefinierte Senderliste, die Sie über die Paketverwaltung installieren.

Nach der Konfiguration der Sender öffnet Me-TV automatisch das zweigeteilte Hauptfenster: Oben sehen Sie das Bild des gerade aktiven Senders, unten zeigt Me-TV die Senderliste mit dem aktuell laufenden Programm und den danach anstehenden Sendungen (Abbildung 7). Über einen Linksklick auf einen der Einträge öffnen Sie zusätzliche Informationen. Mit einem Klick auf den Aufnahme-Button markieren Sie die fragliche Sendung gleich für den in Me-TV integrierten Videorekorder. Beachten Sie, dass Me-TV bei Kabelempfang in der Senderliste nicht zwischen TV- und Radiosendern unterscheidet. Wundern Sie sich also nicht, dass nicht jeder Sender ein Bild liefert. Tippen Sie aus Versehen oder mit Absicht einen der Radiosender an, bleibt in der Regel das Standbild des zuvor empfangenen TV-Senders stehen.

Abbildung 7: Das Programmfenster von Me-TV zeigt neben dem Bild des gerade aktiven Kanals einen elektronischen Programmführer.

Abbildung 7: Das Programmfenster von Me-TV zeigt neben dem Bild des gerade aktiven Kanals einen elektronischen Programmführer.

Da Me-TV in der Praxis die ausgestrahlten Sender weniger zuverlässig als Kaffeine erkennt und teilweise bei DVB-C-Empfang den automatischen Sendersuchlauf gar nicht erst startet, können Sie in der Software bei der Erstkonfiguration im Sendersuchlauf-Assistenten zusätzlich über den Dialog Unter Verwendung einer anfänglichen Suchdatei suchen manuell eine vorbereitete Senderliste einpflegen.

Diese Senderliste finden Sie bei gängigen Distributionen im Paket dvb-apps. Me-TV erkennt das Verzeichnis mit den Sendertabellen automatisch und erlaubt die Auswahl einer passenden Liste. Nach einem Klick auf den Öffnen-Button unten rechts im Auswahlfenster führt die Software automatisch einen Sendersuchlauf anhand der vorgegebenen Tabelle aus. Danach stellen Sie wie gewohnt eine Auswahl der gefundenen Sender zusammen und übernehmen diese in das Hauptfenster.

Im Vergleich

In unserem Praxistest musste sich der Sundtek-Stick mit Geräten der Mitbewerber Elgato und Avermedia messen. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Sundtek zwar ein wenig größer, dafür deckt er jedoch mit DVB-T/T2, DVB-C und Analog-TV über Kabel die größte Bandbreite an Fernsehnormen ab. Auch bei der Treiberunterstützung leistet sich der Sundtek-Stick keine Schwächen: Während unserer Tests traten unter verschiedenen Distributionen mit unterschiedlichen Kernel-Versionen weder bei der Installation noch im laufenden Betrieb Probleme auf.

Beim terrestrischen Empfang mit der jeweils mitgelieferten Antenne hatten die beiden Mitbewerber ebenfalls das Nachsehen: Der MediaTV Pro III punktete hier mit seinen guten Empfangseigenschaften besonders gegenüber dem Elgato-Gerät deutlich. Durchweg zeigten die Sendersuchläufe beim Sundtek-Gerät die beste Empfangsstärke, woraus später saubere Empfangseigenschaften resultierten. Die Mitbewerber missfielen bei schwächer einfallenden Sendern mit Klötzchen-Artefakten im Bild und teils stotternder Audio-Übertragung.

In jedem Fall bietet der Sundtek-Stick mehr Zukunftssicherheit als die beiden Konkurrenten: Der MediaTV Pro III verfügt als einziger der drei Kandidaten über einen DVB-T2-Tuner, sodass er sich auch nach 2016 für den Empfang terrestrisch ausgestrahlter Sendungen eignet.

Fazit

Im Test überzeugt der Sundtek MediaTV-Pro-III-Stick auf voller Linie. Die zahlreichen unterstützten TV-Standards sowie die integrierte Video-Grabber-Funktion machen das Gerät zu einem universell einsetzbaren Empfänger. Nicht zuletzt aufgrund der exzellenten Treiberunterstützung, die die bekannten Stolpersteine unter Linux elegant umgeht, steht der Sundtek-Stick den Platzhirschen unter den mobilen TV-Empfängern in nichts nach. Hinzu kommt, dass der Hersteller Treiber für andere freie Betriebssysteme wie FreeBSD entwickelt und auch Treiber für diverse NAS-Systeme anbietet.

Durch die Unterstützung von Googles Betriebssystem Android lässt sich der Stick zudem mit Android-Tablets nutzen, sodass die bei anderen Modellen mangels Betriebssystemunterstützung nötige Anschaffung eines speziellen Empfängers entfällt. Der Sundtek MediaTV Pro III empfiehlt sich daher uneingeschränkt für Linux-Anwender ebenso wie für den Einsatz in heterogenen Umgebungen. Als einziges Manko mag das Fehlen eines CI+-Kartenslots gelten. So bleibt HDTV-Genuss auf die öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen beschränkt. Die grundverschlüsselten Privatsender bekommen Sie trotz Digital-TV nur in SD-Qualität auf den Schirm. 

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