Bei sogenannten Speedruns versuchen Spieler möglichst schnell ein Spiel durchzuspielen. Genau dieses Prinzip bildet die Grundlage eines kostenlosen Jump-and-Run-Spiels in Pixeloptik von Florian Dufour.
In Fast Travel navigiert der Spieler ein grün leuchtendes Pixelmännchen über zahlreiche Plattformen zu einer Zielfahne. Dabei gilt es zahlreiche Abgründe geschickt zu überspringen und Hindernisse zu umgehen. Letzteres empfiehlt sich insbesondere bei tödlichen Fallen, wie etwa Lasern, überdimensionalen Schrottpressen oder roten Speerspitzen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Jump-and-Run-Spiel hat der Spieler in Fast Travel unendlich viele Leben und Versuche – er muss lediglich das Ziel möglichst schnell erreichen.

Im Kern ist Fast Travel ein Jump-and-Run-Spiel, bei dem man tödliche Hindernisse, wie hier die roten Dornen, möglichst nicht berühren sollte.
Lauf, Forrest!
Mit dem Start eines neuen Levels läuft auch die Uhr in der linken oberen Bildschirmecke los. Stirbt der grüne Held, setzt ihn das Spiel automatisch an einen Speicherpunkt zurück. Diese sind durch kleine Schilder markiert und befinden sich in der Regel immer vor einer schwierigeren Passage. Das Zurücksetzen kostet somit ein paar wertvolle Sekunden, die sich zudem bei mehreren Fehlversuchen schnell summieren können.
Darüber hinaus zählt das Spiel die Anzahl der Tode. Nur wer besonders geschickt ist, meistert einen Level gänzlich ohne Verlust des grünen Helden. Am Ort des Scheiterns hinterlässt das Spiel die Silhouette des Helden. Auf diese Weise lässt sich beim erneuten Versuch leichter nachvollziehen, wie es zum Fehler und somit den Sprung in den Tod kam.
Die Level sind in mehrere Welten unterteilt, die jeweils ihren ganz eigenen Grafikstil besitzen. Jede Welt besitzt zudem auf die Umgebung zugeschnittene Hindernisse. So muss man etwa in der „Natur“ einen tiefen See durchqueren, wobei unter Wasser die Bewegungen langsamer ablaufen. Später muss der Held sogar in einer Lore durch ein Bergwerk düsen. Die „Industrial Area“ wiederum bietet Förderbänder, die den Helden häufig in tödliche Hindernisse befördern – sofern er nicht dagegen anläuft. Jeden Level darf man derzeit immer wieder neu in Angriff nehmen und so seine Zeit verbessern.
Unfertig
Fast Travel befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. In der aktuell erhältlichen Fassung sind erst zwei Welten enthalten. Die fertige Version soll hingegen insgesamt sechs verschiedene Welten mit über 40 Level und eine Online-Highscore-Liste enthalten. Der Entwickler Florian Dufour arbeitet allerdings derzeit an einem anderen Spiel. Ob irgendwann die Entwicklung von Fast Travel weitergeht, ist im Moment unbekannt. Die aktuelle, spielbare Fassung bekommt man immerhin kostenlos. Florian Dufour bezeichnet sie auf seinen Seiten als Demo-Version.

In bestimmten Szenen fährt die Kamera etwas aus der Szene heraus und schafft so mehr Übersicht. Einfacher wird diese Passage dadurch aber nicht.
Herunterladen lässt sie sich entweder direkt auf der Fast Travel Homepage [1] oder bei itch.io [2]. Auf der letztgenannten Seite klickt man Download Now an. Wer mag, kann dem Autor jetzt einen beliebigen Geldbetrag spenden. Andernfalls klickt man auf No thanks, just take me to the downloads. In jedem Fall hat man die Wahl zwischen einer 32- und einer 64-Bit-Version. Das erhaltene Archiv muss man lediglich entpacken und dann das Programm fasttravel starten. Die Bedienung erfolgt über die Tastatur, ein kleines Tutorial führt in die Steuerung ein. Im Spiel kehrt allerdings nicht [Esc] zum vorherigen beziehungsweise Hauptmenü zurück, sondern die Taste [x].

Unter Wasser werden die Bewegungen langsamer. Die zwei Silhouetten kennzeichnen die Punkte, an denen der Held zuvor gestorben ist.
Fazit
Fast Travel spielt sich wie eine Mischung aus Cananbalt und Super Meat Boy. Insbesondere die höheren Level sind mit fiesen Fallen gespickt und recht komplex aufgebaut. In der Folge erreicht man beim ersten Durchlauf nur selten eine gute Zeit. Alle bereits vorhandenen Level sind jedoch fair aufgebaut. Mit etwas Übung lassen sie sich komplett ohne virtuellen Tod meistern.
Zudem stößt der Spieler immer wieder auf pfiffige Ideen ein, die für Abwechslung sorgen – wie etwa die Fahrt mit der Lore. Die Grafik ist recht stimmig, wenngleich sich die Level aus einer Handvoll Standardbauteilen zusammensetzen. Die Jagd nach einer besseren Zeit macht daher durchaus Spaß. Bleibt nur zu hoffen, dass Florian Dufour sein Spiel nicht vergisst, weitere Level spendiert und es so doch noch irgendwann fertigstellt.
Fast Travel
| Bezugsquelle: | http://albatr.itch.io/fasttravel |
| Entwickler: | Florian Dufour |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | Beliebig |
| Voraussetzungen: | Halbwegs aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.fasttravel-game.com/
[2] Online-Shop bei itch.io:
http://albatr.itch.io/fasttravel









